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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.03.2006
Deutschland 2005
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 16
Wotan Wilke Möhring
André Hennicke
Heinz Hoenig
Regie: Christian Alvart
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Eine der gelungensten Genrearbeiten aus deutschen Landen seit "Anatomie": Regisseur und Autor Christian Alvart erweist sich mit seinem zweiten Thriller ("Curiosity & the Cat" aus dem Jahr 1999 erschien nur auf Video) mit schnörkelloser, karger Inszenierung, cleveren Twists, von Anfang an beklemmender Atmosphäre und wohldosierter, aber stets in neue Richtungen gelenkter Verweise auf "Das Schweigen der Lämmer" oder "Sieben" als beachtliches Talent, das internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht.
So traut sich Alvart, den leichten Weg zu umgehen, indem er den sadistischen Serienkiller (gespielt von einem wieder einmal beängstigenden André Hennicke) bei einem eindrucksvollen nächtlichen Polizeikommando mit anschließender Verfolgungsjagd gleich zu Beginn verhaften lässt. Gabriel Engel (!) soll fünfzehn Jugendliche bestialisch ermordet und mit deren Blut apokalyptische Gemälde gemalt haben, was ihn gleich mal als Psychopathen auszeichnet, mit dem nicht zu spaßen ist. Derweil hat der Dorfpolizist Michael Martens (ein exzellenter Wotan Wilke Möhring) in der nahen Provinz mit den eigenen Dämonen, seinem Glauben, einem ungehorsamen Teenagersohn und dem Unmut der Anwohner zu kämpfen, nachdem ein vor Jahren hier wütender Kindermörder noch immer auf freiem Fuß ist. Da es sich auch bei diesem um Engel handeln könnte, wird Martens von dem mit dem Fall beauftragten Kommissar (Heinz Hoenig) nach Berlin beordert. Engel durchschaut Martens von der ersten Begegnung an und wird nicht müde, den Spieß bei den Befragungen umzudrehen, auf Martens unterdrückten sexuellen Bedürfnissen herumzureiten und dessen wundeste Punkte zu treffen. Das fiese Katz-und-Maus-Spiel führt dazu, dass Martens beginnt, jeden anderen als Engel zu verdächtigen - einschließlich seines Schwiegervaters, seiner Familie und sich selbst.
Alvarts intelligentes Skript verlässt sich mehr auf Grusel als auf Gore. Der Regisseur überlässt Letzteren größtenteils der Fantasie des Zuschauers, die verstörendsten Szenen sind tatsächlich die Sexszenen zwischen Martens und seiner Frau und zwischen Martens und einer Verkäuferin, die er in Berlin aufreißt. Natürlich gibt es daneben die für das Genre unerlässlichen Schockmomente, wenn die Polizei die heimischen vier Wände des Serienkillers inspiziert. Was "Antikörper" darüber hinaus als gelungenen Thriller auszeichnet, ist vor allem die Komplexität des Themas - und der Charaktere. Es gelingt Alvart, dass sich jede der Figuren - angefangen vom Jugendlichen bis zum Killer - im Verlauf des Films auf einer Skala von Gut bis Böse bewegt, mal in diese, mal in die andere Richtung. Er balanciert die Natur des Verbrechens und die Natur des Menschen perfekt aus und liefert einen verblüffenden Twist am Ende, der definitiv über das hinausgeht, was das deutsche Genrekino ansonsten zu bieten hat. Nicht zu vergessen, ist "Antikörper" brillant gefilmt, Alvart gibt Kameramann Hagen Bogdanski ("Der alte Affe Angst") genügend Raum, seine Bilder von üblichen Fernsehformaten abzusetzen und Kontraste zu schaffen, den Protagonisten aus der Distanz zu beobachten und dessen moralisches Dilemma zu unterstreichen und selbst bei der mutigen, aber durchaus angemessenen Filmlänge von 127 Minuten immer wieder neue Blickwinkel zu finden. deg.
In einem Berliner Hinterhaus wird der Serienkiller Gabriel Engel von einer Spezialeinheit überwältigt - das vorläufige Ende einer Mordserie, in deren Verlauf ein Dutzend Kinder in quälenden Ritualen hingerichtet wurden. Kommissar Seiler lässt sich für seinen Ermittlungserfolg feiern. Doch das Grauen beginnt erst jetzt. Im Heimatdorf des Polizisten Michael Martens wurde ein Mädchen bestialisch ermordet. Für Martens gibt es nur einen Täter: Gabriel Engel. Er reist zum Verhör nach Berlin, und zwischen den ungleichen Männern beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem der aufrechte Christ Martens an seine psychischen Grenzen stößt. Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als die Spuren plötzlich in eine ganz andere Richtung weisen...
Die DVD besticht durch zahlreiche attraktive Extras, unter anderem durch das komplette Storyboard, das dem Film zugeschaltet werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, jede Szene mit der entsprechenden Skizze zu vergleichen.
Quelle: Studiocanal
Featurette "... und es bilden sich ANTIKÖRPER", "Fehlversuche", "Rollos Drehtag", "Reste", komplettes Storyboard, Trailer, Presseheft (DVD-Rom)
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Wotan Wilke Möhring | als Michael Martens | |
|---|---|---|---|
| André Hennicke | als Gabriel Engel | ||
| Heinz Hoenig | als Kommissar Seiler | ||
| Ulrike Krumbiegel | als Rosa Martens | ||
| Nina Proll | als Lucy | ||
| Hauke Diekamp | als Christian Martens | ||
| Laura Szalski | als Sarah Martens | ||
| Norman Reedus | als Polizist Schmitz | ||
| Jürgen Schornagel | als Sucharzewski | ||
| Gudrun Ritter | als Frau Sucharzewski | ||
| Klaus Zmorek | als Bosowski | ||
| Hans Diehl | als Pfarrer | ||
| Regie: | Christian Alvart | ||
| Buch: | Christian Alvart | ||
| Musik: | Michl Britsch | ||
| Kamera: | Hagen Bogdanski | ||
| Produzent: | Theo Baltz | ||
| Dr. Rainer Kölmel | |||
Antikörper in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Featurettes, Storyboard, Trailer, Presseheft, Presseteaser
Featurette "... und es bilden sich ANTIKÖRPER", "Fehlversuche", "Rollos Drehtag", "Reste", komplettes Storyboard, Trailer, Presseheft (DVD-Rom)
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