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Kaufvideo
Erhältlich seit:
07.06.2004
Originaltitel: Antonia's Line
Belgien/Großbritannien/Niederlande 1995
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12
Willeke van Ammelrooy
Els Dottermans
Jan Decleir
Regie: Marleen Gorris
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG
Filmbewertung
(1 Bewertungen)

Frauen sind was Wunderbares, lautet das Credo der niederländischen Filmemacherin Marleen Gorris, das in "Antonias Welt" seine Apotheose erfährt. Über fünf Generationen entfaltet sich die meist leichthändig-humorvoll erzählte, erst zum Ende hin etwas melancholische Geschichte einer Familie und ihrer starken unabhängigen weiblichen Säulen. Auch ohne große Namen sollte sich der dieses Jahr mit dem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichnete Eurohit auch in den deutschen Programmkinos durchsetzen können.
In den USA konnte "Antonias Welt" innerhalb von 23 Wochen bereits ein Einspiel von vier Mio. Dollar verzeichnen. Ein Traumergebnis, das die Sehnsucht eines anspruchsvolleren US-Publikums nach unkonventionelleren Filmstoffen ohne moralische und gesellschaftliche Tabus (die Selbstverständlichkeit des Todes, der ungehemmten Körperlichkeit, der Bestimmung des eigenen Weges und des Rechts auf Leben) verdeutlicht, die in Europa als deutlich weniger exotisch und gewagt gelten. 40 Jahre begleitet Autorin und Regiseurin Gorris, deren bisherige Filme "Die Stille um Christine M." (1981), "Die gekaufte Frau" (1983) und "Die letzte Insel" (1990) sich meist ironisch gefärbt mit männlichem Dominanzverhalten auseinandersetzten, ihre Protagonistin Antonia (selbstbewußter Felsen: Willeke Van Ammelrooy). Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kehrt die 40jährige samt Tochter Danielle (Els Dottermans) in ihren dörflichen Geburtsort, auf den Hof ihrer Eltern zurück, den sie binnen weniger Jahre zu einer Art Kommune für die Gestrandeten des Lebens (geistig Behinderte, gesellschaftlich Geächtete etc.) ausbaut. Antonias Eigenwilligkeit, Liberalismus und Unabhängigkeit erschüttern die spießige, bislang von Männern beherrschte Dorfwelt, deren Skurrilität von Gorris mitunter etwas überzeichnet wird. Auch quillen Liebe und Humanität in Antonias Kibbuz gelegentlich zu übertrieben aus allen Poren, wirkt auch der Erzählrhythmus zum Ende hin zu überhastet. Die Vorzüge dieses Films, seine starken Frauenfiguren, sein frecher provokativer Ton und seine in wichtigen Fragen ehrliche Lebenssicht werden dadurch aber nur unwesentlich behindert. Man darf gespannt sein, wie Gorris ihr nächstes Projekt, eine Adaption von Virginia Woolfs mit Bewußtseinsströmen überfluteten Roman "Mrs. Dalloway", kinogerecht meistern wird. kob.
| Darsteller: | Willeke van Ammelrooy | ||
|---|---|---|---|
| Els Dottermans | |||
| Jan Decleir | |||
| Marina de Graaf | |||
| Mil Seghers | |||
| Jan Steen | |||
| Veerle van Overloop | |||
| Elsie de Brauw | |||
| Thyrza Ravesteijn | |||
| Dora van der Groen | |||
| Regie: | Marleen Gorris | ||
| Buch: | Marleen Gorris | ||
| Musik: | Ilona Sekacz | ||
| Kamera: | Willy Stassen | ||
| Produzent: | Hans de Weers | ||
Antonias Welt in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Niederländisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85
Extras: Trailer
Star
Jan Decleir
Als "Priester der Entrechteten" Adolf Daens setzte er sich für die Rechte der ausgebeuteten Arbeiterklasse ein, legte sich mit der katholischen...
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