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Leihvideo
Erhältlich seit:
13.02.2004
USA 2002
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 6
Derek Luke
Malcolm David Kelley
Cory Hodges
Regie: Denzel Washington
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Märchenhafte Erfolgsgeschichten wie diese zementieren Hollywoods Image als Paradies für Glückssucher, ob nun am Sunset Boulevard Leichen im Pool schwimmen oder nicht. Antwone Fisher gehörte zum Sicherheitsdienst von "Sony Pictures" und erzählte seinem Chef aus seinem Leben. Die biografische Beichte wanderte von Ohr zu Ohr, bis Produzent Todd Black Fisher aufforderte, auf ihrer Grundlage ein Drehbuch zu schreiben. Das wiederum landete auf dem Schreibtisch Denzel Washingtons, der nach langer Vorbereitungszeit und einer Eigeninvestition von zwei Millionen Dollar damit nun sein Regiedebüt feiert, das dem Oscarpreisträger weiteren Respekt einbringen wird.
Auch vor der Kamera ist Washington aktiv, um mit seinem Namen einer im Grunde kleinen Geschichte die größtmögliche Chance zu geben. Eigentlich aber sieht er seine Figur hier im Hintergrund, markiert dies in einer Szene auch sichtbar, in der er sich langsam abdunkeln lässt und damit seinen Hauptdarsteller exklusiv ins Spotlight rückt. Newcomer Derek Luke bedankt sich mit einer durchwegs überzeugenden, zurückgenommenen Performance, die wie Washingtons Inszenierung nicht um die Aufmerksamkeit der Academy buhlt. Lukes Titelfigur ist Seemann bei der Navy, der immer wieder durch seine kurze Zündschnur und seinen explosiven Zorn auffällt. Sein jüngster Ausfall bringt ihn auf die Couch des Navy-Psychologen Jeremy Davenport (Washington), der mit großer Geduld die Verweigerungsphase Fishers aussitzt und schließlich dessen Mauer des Schweigens durchbricht. Enthüllt wird ein Leben ohne Vater, der erschossen wird, und ohne Mutter, die Antwone schon als Säugling aufgibt. Ein Leben in Heimen und bei einer Pflegemutter, geprägt von Liebesentzug, Gewalt und sexuellem Missbrauch. Die Stationen des Leidens bleiben geraffte Erinnerungen in Rückblenden, denn der Schwerpunkt des Films liegt in der Gegenwart, auf Fishers ersten Erfahrungen mit einer Vaterfigur und der Liebe sowie auf der Suche nach seiner Mutter. Natürlich wirkt sein schneller seelischer Heilungsprozess so idealisiert wie sein Therapeut oder die selbstbewusste und sensitive Navyfreundin, die auch bei Schönheitswettbewerben nicht chancenlos wäre. Aber Washingtons ruhige Regie verkauft den Stoff trotz solcher Widerhaken gut, verzichtet auf melodramatische Spitzen, lässt Gefühle zu, ohne sie überzogen auszustellen und verliert nur am etwas kitschigen Ende das Gleichgewicht. Die "Antwone Fisher Story" ist ungeachtet dieses traumatischen Lebens kein wütender Schlag ins Gesicht, sondern eine Geschichte über Vergebung. Erfahrungsgemäß liegt darin die Chance für ein größeres Publikum, das sich von realistischer Härte eher abschrecken denn wirklich begeistern lässt. kob.
| Darsteller: | Derek Luke | als Antwone Fisher | |
|---|---|---|---|
| Malcolm David Kelley | als Antwone Fisher (7 Jahre) | ||
| Cory Hodges | als Antwone Fisher (14 Jahre) | ||
| Denzel Washington | als Jerome Davenport | ||
| Joy Bryant | als Cheryl | ||
| Salli Richardson | als Berta | ||
| Leonard Earl Howze | als Pork Chop | ||
| Kente Scott | als Kansas City | ||
| Kevin Connolly | als Slim | ||
| Rainoldo Gooding | als Grayson | ||
| Novella Nelson | als Mrs. Tate | ||
| Stephen Snedden | als Berkley | ||
| Yolonda Ross | als Nadine | ||
| Viola Davis | als Eva | ||
| Earl Billings | als James | ||
| Margaret Ford-Taylor | als Eda | ||
| Bob Banks | als Horace | ||
| Jada S. Louie | als Jeannette | ||
| Rebecca Morris | als Anna | ||
| Brandon Biggins | als Eddie | ||
| Brandon Lewis | als Ray | ||
| Regie: | Denzel Washington | ||
| Buch: | Antwone Fisher | ||
| Musik: | Mychael Danna | ||
| Kamera: | Philippe Rousselot | ||
| Produzent: | Todd Black | ||
| Randa Haines | |||
| Denzel Washington | |||
Antwone Fisher in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Vollbild (4:3)
Star
Derek Luke
Afroamerikanischer Schauspieler. Derek Luke ist häufig in Filmen mit nachdenklich stimmendem sozialem ("Pieces of April") und politischem...
Star
Denzel Washington
Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...
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