DVD Kaufvideo

Antz

Wunderbare Mischung aus "Toy Story" und "Mikrokosmos" mit einem Hauch "Starship Troopers".


Antz

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.11.2006

Trickfilm/ Komödie

USA 1998
Laufzeit: 79 Min.
FSK: ab 6

Regie: Eric Darnell, ...
Paramount Home Entertainment

Bild 1 von 3

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Antz

Z hat sein tristes Arbeiterameisen-Leben gründlich satt. Auf der Suche nach Entspannung besucht er eine Musik-Kneipe, trifft dort auf die gleichermaßen von ihrer vorherbestimmten Existenz genervte Prinzessin Bala und verliebt sich in sie. Da eine Verbindung allerdings undenkbar ist, tauscht Z mit seinem Freund Weaver die gesellschaftliche Position und steigt zum Soldaten in der hochangesehenen Armee des Generals Mandible auf. Keine weise Entscheidung - denn Mandible plant Fürchterliches...

Der - nach "Toy Story" - zweite vollständig im Computer animierte Spielfilm bezaubert durch quirlige Lebendigkeit ebenso wie durch das überschäumende Temperament seiner psychologisch glaubhaften Figuren. Die Geschichte über das Aufbäumen des Individuums gegen die unterdrückende Massengesellschaft präsentiert sich erstaunlich "erwachsen" und die Dialoge besitzen abgründigen Witz. Der märchenhafte Charme dieser hintersinnigen, tricktechnisch brillant realisierten Allegorie des Spielberg-Studios Dreamworks wird nicht nur Kinder, sondern auch das jugendliche und ältere Publikum begeistern.

Antz

Das große Wettkrabbeln um die Krone der Computeranimation ist eröffnet: Mit zweimonatigem Vorsprung vor Disneys Insektenspektakel "Das große Krabbeln" legt Dreamworks seinen Einstieg in die Welt des Trickfilms vor - seinerseits ein blendend und aufregend aufwendig realisiertes Abenteuer über den Triumph einer kleinen Ameise über die Allmacht und Konformität eines perfekt durchorganisierten Ameisenstaates. Muß man auch bei der deutschen Auswertung auf die Zugkraft der Stimmen von Woody Allen, Sylvester Stallone, Sharon Stone und Gene Hackman verzichten, sollte es bei einem derart liebevoll konzipierten Filmerlebnis dennoch mit dem Teufel zugehen, wenn sich Filmfreunde jeder Altersgruppe nicht wie die Ameisen um "Antz" scharen würden.

Man muß nicht Woody Allen sein, um beim Gedanken an ein Leben als Arbeiter in einer Ameisenkolonie Neurosen zu entwickeln. Wenn man dann den leibhaftigen "Stadtneurotiker" zur Hand hat, um Z, dem Helden von "Antz", mit selbstverfaßten Texten und seiner unverkennbaren Stimme Lebenszweifel einzuhauchen, ist das schon die halbe Miete: Gleich nach einem Schwenk von der verdächtig der New Yorker Skyline ähnelnden Silhouette eines Rasens durch die Tiefen des Erdreichs in die straff durchgeplante Welt der Ameisen landet die Kamera bei einer Therapiesitzung, in der Z einem Psychiater seine Wehwehchen klagt. Was Sie schon immer über Ameisen wissen wollten, aber bislang nie zu fragen wagten: Als mittleres Kind in einer Familie von fünf Millionen, so der kleine Held, erhielte man nicht die Nestwärme, die man bräuchte. Und die tägliche Arbeit mit Dreck sei auch nicht das Wahre. Weder die wohlmeinende Arbeiterkollegin Azteca (Jennifer Lopez mit jeder Menge Sexappeal hinter ihrem Chitinpanzer) und der Muskelprotz Weaver (Sylvester Stallone mit bewundernswerter Selbstironie), ein leuchtendes Exemplar einer Soldaten-Ameise, können Zs Gefühle von Insignifikanz mindern. Erst als er beim allabendlichen Tanz ("Guantanamera", als würde es von Devo auf Prozac gespielt) zufällig die Prinzessin Bala (Sharon Stone) kennenlernt, erhält das Leben von Z einen Sinn. Um sie zu beeindrucken, schmuggelt er sich in die Soldatentruppen, ahnt aber nicht, daß die Königinnentreuen von dem verschlagenen Eisenschädel General Mandible (böse: Gene Hackman) auf eine Suizidmission gegen die übermächtigen Termiten geschickt werden. Als Z als einziger die Schlacht im überraschend deftigen "Starship Troopers"-Ambiente überlebt, ist das erst der Beginn des Abenteuers, in dessen Verlauf der Neurotiker eine Revolution im Ameisenhügel anzettelt, unbeabsichtigt Prinzessin Bala entführt, mit ihr die Reise ins Insektenparadies Insectopia antritt und schließlich die Kolonie vor den grausamen Machenschaften Mandibles rettet.

Als müsse er seine Pointen in einem "Manhattan" mit sechs Beinen an den Mann bringen, läuft Woody Allen, losgelöst von seinem Körper, zu komödiantischer Hochform auf. Aber auch seinen Mitstreitern wurden Dialoge in den Mund gelegt, die so todsicher wirken wie Insektizid. Vor allem ein screwballartiger Schlagabtausch zwischen Z und Bala läßt keine Wünsche offen. Gleichzeitig läuft die künstlerische Abteilung unter Leitung von Eric Darnell und Tim Johnson zu Hochform auf und präsentiert ihr animiertes Wunderwerk, in dem bisweilen tausende von Ameisen gleichzeitig durchs Bild wuseln, visuell als Mischung aus "Mikrokosmos" und "Metropolis". Da mag die Botschaft von der Selbstverwirklichung des Individuums ein bißchen dick aufgetragen wirken - sattsehen kann man sich an diesem zweiten computeranimierten Film nach "Toy Story" dennoch nicht. ts.

Sprecher:  Woody Allen  
  Sharon Stone  
  Sylvester Stallone  
  Dan Aykroyd  
  Anne Bancroft  
  Jane Curtin  
  Danny Glover  
  Gene Hackman  
  Jennifer Lopez  
  Grant Shaud   als Foreman
  Paul Mazursky   als Psychologist
 
Regie:  Eric Darnell  
  Tim Johnson  
  Lawrence Guterman  
Buch:  Todd Alcott  
  Chris Weitz  
  Paul Weitz  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
  John Powell  
Produzent:  Brad Lewis  
  Aron Warner  
  Patty Wooton  

Kennedy als Nachfolger von Carrey

Dass es eine Fortsetzung der Erfolgskomödie "Die Maske" geben wird, steht schon seit geraumer Zeit fest. Nur mit der Besetzung der Hauptrolle gab es kleinere Ungereimtheiten. Doch jetzt hat sich die lange Suche nach einem Nachfolger für Jim Carrey endlich zum Guten gewendet.

Schlüpfte 1994 in die Maske: Jim Carrey Großansicht

Schlüpfte 1994 in die Maske: Jim Carrey

Jamie Kennedy, der bisher nur in Nebenrollen zu sehen war, hat den Zuschlag erhalten und tritt die Fußstapfen von Starkomiker Jim Carrey. Der hatte ja auch mit dem Gedanken gespielt, ein weiteres Mal die Gummimaske überzuziehen, letztendlich aber dann doch abgesagt.

"The Son of the Mask" handelt von einem aufstrebenden Karikaturisten, dessen Leben in äußerst ruhigen Bahnen verläuft - bis sein Baby die Zaubermaske von Loki findet. Und welche Macht das gute Stück seinem Träger verleiht, hat man bereits in "Die Maske" gesehen: Sexy Cameron Diaz schmiss sich Jim Carrey an den Hals. Und der hat 1994 nun wirklich keinen Adonis verkörpert.

Neben Kennedy übernimmt Alan Cumming eine weitere Rolle. Der 38-Jährige, der in "Josie and The Pussycats" den schleimigen Bandmanager mimte, ist aktuell als Nightcrawlwer in "X-Men 2" auf der Leinwand zu sehen. Lawrence Guterman, der für "Antz" und "Cats & Dogs" verantwortlich zeichnet, führt Regie.

 

Fassungen

 

facebook

 

Features