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Kaufvideo
Erhältlich seit:
09.11.2006
USA 1998
Laufzeit: 79 Min.
FSK: ab 6
Regie: Eric Darnell, ...
Paramount Home Entertainment

Das große Wettkrabbeln um die Krone der Computeranimation ist eröffnet: Mit zweimonatigem Vorsprung vor Disneys Insektenspektakel "Das große Krabbeln" legt Dreamworks seinen Einstieg in die Welt des Trickfilms vor - seinerseits ein blendend und aufregend aufwendig realisiertes Abenteuer über den Triumph einer kleinen Ameise über die Allmacht und Konformität eines perfekt durchorganisierten Ameisenstaates. Muß man auch bei der deutschen Auswertung auf die Zugkraft der Stimmen von Woody Allen, Sylvester Stallone, Sharon Stone und Gene Hackman verzichten, sollte es bei einem derart liebevoll konzipierten Filmerlebnis dennoch mit dem Teufel zugehen, wenn sich Filmfreunde jeder Altersgruppe nicht wie die Ameisen um "Antz" scharen würden.
Man muß nicht Woody Allen sein, um beim Gedanken an ein Leben als Arbeiter in einer Ameisenkolonie Neurosen zu entwickeln. Wenn man dann den leibhaftigen "Stadtneurotiker" zur Hand hat, um Z, dem Helden von "Antz", mit selbstverfaßten Texten und seiner unverkennbaren Stimme Lebenszweifel einzuhauchen, ist das schon die halbe Miete: Gleich nach einem Schwenk von der verdächtig der New Yorker Skyline ähnelnden Silhouette eines Rasens durch die Tiefen des Erdreichs in die straff durchgeplante Welt der Ameisen landet die Kamera bei einer Therapiesitzung, in der Z einem Psychiater seine Wehwehchen klagt. Was Sie schon immer über Ameisen wissen wollten, aber bislang nie zu fragen wagten: Als mittleres Kind in einer Familie von fünf Millionen, so der kleine Held, erhielte man nicht die Nestwärme, die man bräuchte. Und die tägliche Arbeit mit Dreck sei auch nicht das Wahre. Weder die wohlmeinende Arbeiterkollegin Azteca (Jennifer Lopez mit jeder Menge Sexappeal hinter ihrem Chitinpanzer) und der Muskelprotz Weaver (Sylvester Stallone mit bewundernswerter Selbstironie), ein leuchtendes Exemplar einer Soldaten-Ameise, können Zs Gefühle von Insignifikanz mindern. Erst als er beim allabendlichen Tanz ("Guantanamera", als würde es von Devo auf Prozac gespielt) zufällig die Prinzessin Bala (Sharon Stone) kennenlernt, erhält das Leben von Z einen Sinn. Um sie zu beeindrucken, schmuggelt er sich in die Soldatentruppen, ahnt aber nicht, daß die Königinnentreuen von dem verschlagenen Eisenschädel General Mandible (böse: Gene Hackman) auf eine Suizidmission gegen die übermächtigen Termiten geschickt werden. Als Z als einziger die Schlacht im überraschend deftigen "Starship Troopers"-Ambiente überlebt, ist das erst der Beginn des Abenteuers, in dessen Verlauf der Neurotiker eine Revolution im Ameisenhügel anzettelt, unbeabsichtigt Prinzessin Bala entführt, mit ihr die Reise ins Insektenparadies Insectopia antritt und schließlich die Kolonie vor den grausamen Machenschaften Mandibles rettet.
Als müsse er seine Pointen in einem "Manhattan" mit sechs Beinen an den Mann bringen, läuft Woody Allen, losgelöst von seinem Körper, zu komödiantischer Hochform auf. Aber auch seinen Mitstreitern wurden Dialoge in den Mund gelegt, die so todsicher wirken wie Insektizid. Vor allem ein screwballartiger Schlagabtausch zwischen Z und Bala läßt keine Wünsche offen. Gleichzeitig läuft die künstlerische Abteilung unter Leitung von Eric Darnell und Tim Johnson zu Hochform auf und präsentiert ihr animiertes Wunderwerk, in dem bisweilen tausende von Ameisen gleichzeitig durchs Bild wuseln, visuell als Mischung aus "Mikrokosmos" und "Metropolis". Da mag die Botschaft von der Selbstverwirklichung des Individuums ein bißchen dick aufgetragen wirken - sattsehen kann man sich an diesem zweiten computeranimierten Film nach "Toy Story" dennoch nicht. ts.
| Sprecher: | Woody Allen | ||
|---|---|---|---|
| Sharon Stone | |||
| Sylvester Stallone | |||
| Dan Aykroyd | |||
| Anne Bancroft | |||
| Jane Curtin | |||
| Danny Glover | |||
| Gene Hackman | |||
| Jennifer Lopez | |||
| Grant Shaud | als Foreman | ||
| Paul Mazursky | als Psychologist | ||
| Regie: | Eric Darnell | ||
| Tim Johnson | |||
| Lawrence Guterman | |||
| Buch: | Todd Alcott | ||
| Chris Weitz | |||
| Paul Weitz | |||
| Musik: | Harry Gregson-Williams | ||
| John Powell | |||
| Produzent: | Brad Lewis | ||
| Aron Warner | |||
| Patty Wooton | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1, Niederländisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Französisch, Niederländisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Kinotrailer, Behind the Scenes, Audiokommentar, Hintergrundinfos
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