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Kaufvideo
Erhältlich seit:
19.11.2009
USA 2006
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)
Rudy Youngblood
Dalia Hernandez
Jonathan Brewer
Regie: Mel Gibson
Highlight Communications (Deutschland)

An Wildheit, Tempo und purer Körperlichkeit kennt Mel Gibsons erster Film seit seinem Sensationserfolg mit "Die Passion Christi", eine in absolut brutale und in ihrer Ursprünglichkeit wunderschöne Bilder gegossene Meditation über eine zum Untergang verdammte Gesellschaft, keine Konkurrenz in diesem Filmjahr.
Einerseits an Konventionalität und gefälligen dramaturgischen Kniffen kaum zu überbieten, andererseits aber auch erfüllt mit einer halluzinatorischen Energie und in dieser Form tatsächlich noch nie gesehenen Bildern, ist "Apocalypto" ein Film voller krasser Gegensätze, den man nicht lieben muss, der aber fasziniert mit seiner Fiebrigkeit und Entschlossenheit, mit seiner klaren Vision und seiner unbequemen Widersprüchlichkeit: Langweilig ist dieser Einblick in das Leben der Mayas kurz vor Ankunft der spanischen Eroberer in Mittelamerika jedenfalls keine Sekunde. Dafür ist das Tempo zu hoch, die gezeigte Gewalt zu extrem, die Story zu packend erzählt. Subtilität darf man von diesem radikalen Gegenentwurf zu "The New World" allerdings nicht einfordern.
Von der ersten Einstellung, wenn sich Dean Semlers furiose Kamera (der komplette Film entstand digital) den Weg vorsichtig in den undurchdringlichen Dschungel bahnt, nur um überraschend von einem Tapir attackiert zu werden, das von einer Gruppe mayanischer Krieger verfolgt wird, stehen die Zeichen auf Sturm, malt Gibson mit muskulösen Pinselzügen großzügig auf einer denkbar großen Leinwand. In groben Strichen hat er das harmonische Leben dieser Mayas in ihrem Wald skizziert, ihren Zusammenhalt, ihre soziale Ordnung - nur um eine Gruppe martialisch aussehender, besser ausgestatteter und rücksichtsloser Krieger in ihre heile Welt einbrechen, brandschatzen und die besten Männer und Frauen verschleppen zu lassen. Der junge Jaguarpfote kann noch seine hoch schwangere Frau und ihren kleinen Sohn in einem Höhlenloch verstecken und muss mitansehen, wie sein Vater, der Häuptling des Stammes, von einem besonders sadistischen Krieger massakriert wird, bevor er in einem brutalen Marsch zur Hauptstadt der Maya, aus Stein gebaut und von Abertausenden von Menschen bevölkert, gebracht wird. Er und seine Freunde sollen dort auf der Spitze einer Pyramide in einem archaischen Ritus geopfert werden. Im letzten Drittel thematisiert Gibson schließlich die Flucht von Jaguarpfote in heimische Wälder und seinen Kampf gegen die, die ihn verfolgen.
Wie schon in "Die Passion Christi" sprechen die Darsteller - Laien, die von Gibson perfekt inszeniert wurden, allen voran der junge Cherokee Rudy Youngblood in der Hauptrolle - die ureigene Sprache der Figuren, in diesem Fall einen Dialekt der mesoamerikanischen Indianer. Das tut der filmischen Erfahrung keinen Abbruch, denn "Apocalypto" teilt sich vor allem durch seine atavistischen Bilder mit, und das ist seine ureigene Stärke, speziell wenn man willens ist, den Film als Survivalfilm anzusehen, als Variation altbekannter Motive von Gibson-Filmen wie "Mad Max 2" oder "Braveheart", mit einer gehörigen Portion "Graf Zaroff - Genie des Bösen" und zum Schluss sogar melodramatischem Kitsch. Problematischer ist die von Gibson implizierte Lesart, bei "Apocalypto" handele es sich auch um eine Parabel über die Zustände in der heutigen Gesellschaft. Gerade vermischt mit dem sich wie ein roter Faden durch seine Karriere ziehenden Motiv von der Schändung und Zerstörung des männlichen Körpers, das hier wieder eine zentrale Rolle einnimmt, offenbart sich eine widersprüchliche, antizivilisatorische und paranoide Weltsicht, die weitaus verstörender ist als so manche der unablässigen brutalen Szenen des Films. Dass man sich ihm dennoch nicht entziehen kann, trotz etwaiger Abscheu und Ablehnung, ist das größte Kompliment für diese delirierend kompromisslose und deshalb beachtliche Filmleistung. ts.
Im 15. Jahrhundert, kurz vor dem Niedergang der Maya durch die Spanier, wird ein Dorf von Kriegern aus
der Hauptstadt überfallen, und alle Dorfbewohner werden verschleppt. Dem jungen Krieger Pranke des
Jaguars (Rudy Youngblood) ist es jedoch gelungen, seine hochschwangere Frau und seinen Sohn zu
verstecken. Doch um sie zu retten, muss er sich erst selbst aus einer Übermacht von Feinden befreien.
Ein Volk, dem Untergang geweiht! Es ist die Zeit in der der Niedergang der Maya, einer der ältesten und
geheimnisvollsten Hochkulturen der Geschichte, bevorsteht. Hollywoodstar und Regisseur Mel Gibson
erzählt mit APOCALYPTO die dramatische Geschichte eines Mannes, der in dieser Zeit um sein Leben und
das seiner Familie kämpft und dem nur die Liebe zu seiner Familie die Kraft und den Mut gibt, zu bestehen.
Wie bei seinen letzten großen Regie-Erfolgen BRAVEHEART und DIE PASSION CHRISTI legte Mel Gibson auch
hier größten Wert auf Authentizität und inszenierte mit APOCALYPTO ein mystisches und tief bewegendes
Abenteuer der besonderen Art. Ein eindringlicher und opulenter Film, der den Zuschauer in die gleichermaßen
geheimnisvolle wie auch brutale Welt der Maya entführt.
Quelle: Highlight
| Darsteller: | Rudy Youngblood | als Pranke des Jaguar | |
|---|---|---|---|
| Dalia Hernandez | als Sieben | ||
| Jonathan Brewer | als Von kleinem Geist | ||
| Morris Bird | als Blitzender Himmel | ||
| Raoul Trujillo | als Leitwolf | ||
| Gerardo Taracena | als Stirnauge | ||
| Rodolfo Palacios | als Giftige Schlange | ||
| Ariel Galvan | als Hängendes Moos | ||
| Bernardo Ruiz Juarez | als Großer Trinker | ||
| Ricardo Diaz Mendoza | als Gehauener Fels | ||
| Fernando Hernandez Perez | als Hohepriester | ||
| Maria Isidra Hoil | als Orakel Mädchen | ||
| Regie: | Mel Gibson | ||
| Buch: | Mel Gibson | ||
| Farhad Safinia | |||
| Musik: | James Horner | ||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Produzent: | Mel Gibson | ||
| Bruce Davey | |||
Apocalypto (OmU) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Mayathan DD 5.1, Mayathan dts
Tonformat: Dolby Surround
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making of, Audiokommentare, Entfallene Szenen
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