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Apocalypto

Mel Gibson martialische filmische Aufarbeitung des Untergangs einer Maya-Kultur.


Apocalypto (OmU)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
29.05.2007

Action/ Drama

USA 2006
Laufzeit: 133 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Rudy Youngblood
Dalia Hernandez
Jonathan Brewer

Regie: Mel Gibson
Highlight Communications (Deutschland)

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Mel Gibson hat wieder alles riskiert und gewonnen: Sein bildgewaltiges Maya-Epos ist der letzte große Höhepunkt des Kinojahres 2006. Für das Publikum gibt es im Dezember nur eine Devise: Apocalypto Now!

An Originalschauplätzen und in den Originalsprachen inszenierte Gibson sein Abenteuer (Foto: Constantin) Großansicht

An Originalschauplätzen und in den Originalsprachen inszenierte Gibson sein Abenteuer (Foto: Constantin)

Er ist einer der mutigsten Filmemacher unserer Zeit. Mit "Braveheart" definierte Mel Gibson das historische Schlachtenepos neu und gewann den Regie-Oscar, mit "Passion Christi" bewies er, dass er für seine Visionen keine Kompromisse macht und feierte am Boxoffice Triumphe. Jetzt entführt er das Publikum wieder in eine Welt, wie sie so noch nie im Kino zu sehen war.

In atemberaubenden Bildern entfaltet "Apocalpyto" das epische Szenario des Maya-Reiches - mit seiner grandiosen Pracht, seinen düsteren Riten und grausamen Härte. Erzählt wird diese Geschichte anhand des Schicksals des jungen Jägers Jaguar Paw, der in die Machtkämpfe und Intrigen der mittelamerikanischen Hochkultur hineingezogen wird.

Sieben und Jaguar Paw hoffen auf eine gemeinsame Zukunft (Foto: Constantin) Großansicht

Sieben und Jaguar Paw hoffen auf eine gemeinsame Zukunft (Foto: Constantin)

Das Ende vor Augen

Er muss miterleben, wie dieses Imperium in seinen unausweichlichen Untergang steuert, während er seine eigene Familie zu retten versucht. Auf einer gefährlichen Reise erlebt Jaguar Paw Angst und Unterdrückung, doch durch die Liebe zu seiner Frau kann er seinem Schicksal entgehen.

Mel Gibson spinnt seinen Erzählstoff mit bedingungsloser Authentizität und scheut sich auch nicht, die Gewalt der Maya-Welt offen zu zeigen. Auf diese Weise schafft er erneut ein Glanzstück des epischen Films. Seine Reise in eine dem Untergang geweihte Welt filmte er in einem Maya-Dialekt.

Die Dorfbewohner bei der Arbeit (Foto: Constantin) Großansicht

Die Dorfbewohner bei der Arbeit (Foto: Constantin)

Weit, weit zurück

Ein Novum, denn so weit zurück in die Zeit vor den Niedergang dieses erstaunlichen Volkes wagte sich noch kein Spielfilm-Regisseur. Gibson begibt sich ins ausgehende Mittelalter, in die Ära noch vor dem Einfall der Spanier in Mittelamerika im 15. Jahrhundert.

Ein Kraftakt, der sich auszahlen wird und der nebenbei auch alle Klatschschlagzeilen dieses Jahres vergessen lässt. Denn das, was für den Kinogänger wirklich zählt, ist visionäre Kraft. Und davon hat "Apocalypto" reichlich.

Apocalypto (OmU)

An Wildheit, Tempo und purer Körperlichkeit kennt Mel Gibsons erster Film seit seinem Sensationserfolg mit "Die Passion Christi", eine in absolut brutale und in ihrer Ursprünglichkeit wunderschöne Bilder gegossene Meditation über eine zum Untergang verdammte Gesellschaft, keine Konkurrenz in diesem Filmjahr.

Einerseits an Konventionalität und gefälligen dramaturgischen Kniffen kaum zu überbieten, andererseits aber auch erfüllt mit einer halluzinatorischen Energie und in dieser Form tatsächlich noch nie gesehenen Bildern, ist "Apocalypto" ein Film voller krasser Gegensätze, den man nicht lieben muss, der aber fasziniert mit seiner Fiebrigkeit und Entschlossenheit, mit seiner klaren Vision und seiner unbequemen Widersprüchlichkeit: Langweilig ist dieser Einblick in das Leben der Mayas kurz vor Ankunft der spanischen Eroberer in Mittelamerika jedenfalls keine Sekunde. Dafür ist das Tempo zu hoch, die gezeigte Gewalt zu extrem, die Story zu packend erzählt. Subtilität darf man von diesem radikalen Gegenentwurf zu "The New World" allerdings nicht einfordern.

Von der ersten Einstellung, wenn sich Dean Semlers furiose Kamera (der komplette Film entstand digital) den Weg vorsichtig in den undurchdringlichen Dschungel bahnt, nur um überraschend von einem Tapir attackiert zu werden, das von einer Gruppe mayanischer Krieger verfolgt wird, stehen die Zeichen auf Sturm, malt Gibson mit muskulösen Pinselzügen großzügig auf einer denkbar großen Leinwand. In groben Strichen hat er das harmonische Leben dieser Mayas in ihrem Wald skizziert, ihren Zusammenhalt, ihre soziale Ordnung - nur um eine Gruppe martialisch aussehender, besser ausgestatteter und rücksichtsloser Krieger in ihre heile Welt einbrechen, brandschatzen und die besten Männer und Frauen verschleppen zu lassen. Der junge Jaguarpfote kann noch seine hoch schwangere Frau und ihren kleinen Sohn in einem Höhlenloch verstecken und muss mitansehen, wie sein Vater, der Häuptling des Stammes, von einem besonders sadistischen Krieger massakriert wird, bevor er in einem brutalen Marsch zur Hauptstadt der Maya, aus Stein gebaut und von Abertausenden von Menschen bevölkert, gebracht wird. Er und seine Freunde sollen dort auf der Spitze einer Pyramide in einem archaischen Ritus geopfert werden. Im letzten Drittel thematisiert Gibson schließlich die Flucht von Jaguarpfote in heimische Wälder und seinen Kampf gegen die, die ihn verfolgen.

Wie schon in "Die Passion Christi" sprechen die Darsteller - Laien, die von Gibson perfekt inszeniert wurden, allen voran der junge Cherokee Rudy Youngblood in der Hauptrolle - die ureigene Sprache der Figuren, in diesem Fall einen Dialekt der mesoamerikanischen Indianer. Das tut der filmischen Erfahrung keinen Abbruch, denn "Apocalypto" teilt sich vor allem durch seine atavistischen Bilder mit, und das ist seine ureigene Stärke, speziell wenn man willens ist, den Film als Survivalfilm anzusehen, als Variation altbekannter Motive von Gibson-Filmen wie "Mad Max 2" oder "Braveheart", mit einer gehörigen Portion "Graf Zaroff - Genie des Bösen" und zum Schluss sogar melodramatischem Kitsch. Problematischer ist die von Gibson implizierte Lesart, bei "Apocalypto" handele es sich auch um eine Parabel über die Zustände in der heutigen Gesellschaft. Gerade vermischt mit dem sich wie ein roter Faden durch seine Karriere ziehenden Motiv von der Schändung und Zerstörung des männlichen Körpers, das hier wieder eine zentrale Rolle einnimmt, offenbart sich eine widersprüchliche, antizivilisatorische und paranoide Weltsicht, die weitaus verstörender ist als so manche der unablässigen brutalen Szenen des Films. Dass man sich ihm dennoch nicht entziehen kann, trotz etwaiger Abscheu und Ablehnung, ist das größte Kompliment für diese delirierend kompromisslose und deshalb beachtliche Filmleistung. ts.

Apocalypto (OmU)

Im 15. Jahrhundert, kurz vor dem Niedergang der Maya durch die Spanier, wird ein Dorf
von Kriegern aus der Hauptstadt überfallen, und alle Dorfbewohner werden verschleppt.
Dem jungen Krieger Pranke des Jaguars (Rudy Youngblood) ist es jedoch gelungen, seine
hochschwangere Frau und seinen Sohn zu verstecken. Doch um sie zu retten, muss er sich
erst selbst aus einer Übermacht von Feinden befreien.



Ein Volk, dem Untergang geweiht! Es ist die Zeit in der der Niedergang der Maya, einer
der ältesten und geheimnisvollsten Hochkulturen der Geschichte, bevorsteht. Hollywoodstar
und Regisseur Mel Gibson erzählt mit APOCALYPTO die dramatische Geschichte eines Mannes,
der in dieser Zeit um sein Leben und das seiner Familie kämpft und dem nur die Liebe zu
seiner Familie die Kraft und den Mut gibt, zu bestehen. Wie bei seinen letzten großen Regie-
erfolgen BRAVEHEART und DIE PASSION CHRISTI legte Mel Gibson auch hier größten Wert
auf Authentizität und inszenierte mit APOCALYPTO ein mystisches und tief bewegendes
Kinoabenteuer der besonderen Art. Ein eindringlicher und opulenter Film, der den Zuschauer
in die gleichermaßen geheimnisvolle wie auch brutale Welt der Maya entführt und in
diesem Jahr 3 Oscar[r]-Nominierungen erhielt.

Quelle: Highlight

Making of APOCALYPTO "Becoming Mayan" (ca. 50 Min.), Audiokommentar von Mel Gibson
und Farhad Safinia (engl.).

Quelle: Highlight

Darsteller:  Rudy Youngblood   als Pranke des Jaguar
  Dalia Hernandez   als Sieben
  Jonathan Brewer   als Von kleinem Geist
  Morris Bird   als Blitzender Himmel
  Raoul Trujillo   als Leitwolf
  Gerardo Taracena   als Stirnauge
  Rodolfo Palacios   als Giftige Schlange
  Ariel Galvan   als Hängendes Moos
  Bernardo Ruiz Juarez   als Großer Trinker
  Ricardo Diaz Mendoza   als Gehauener Fels
  Fernando Hernandez Perez   als Hohepriester
  Maria Isidra Hoil   als Orakel Mädchen
 
Regie:  Mel Gibson  
Buch:  Mel Gibson  
  Farhad Safinia  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Dean Semler  
Produzent:  Mel Gibson  
  Bruce Davey  

Mel Gibson muss für Ex Oksana nur 750.000 Dollar löhnen

Für Mel Gibsons Verhältnisse ein Taschengeld von 750.000 Dollar hat der "Apocalypto"-Star den Sorgerechtsstreit mit seiner Ex-Gespielin Oksana Grigorieva um das gemeinsame Töchterchen Lucia beendet.

Kann sich wieder aufs Schauspielern konzentrieren: Mel Gibson (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Kann sich wieder aufs Schauspielern konzentrieren: Mel Gibson (Foto: Kurt Krieger)

Dass er so glimpflich davon kommt, damit hatte Mel Gibson wohl auch nicht gerechnet. Dem "Apocalypto"-Star kann es nur recht sein, dass sein Geldbeutel vom verhandelnden Richter geschont wurde.

Der hat sein Urteil gesprochen und die Sorgerechtsangelegenheit zwischen Gibson und seiner ehemaligen Bettgespielin Oksana Grigorieva gegen die Zahlung von 750.000 Dollar für beendet erklärt. Monatelang hatte sich das ehemalige Liebespaar um das Sorgerecht der gemeinsamen 21 Monate alten Tochter Lucia gebalgt.

Bereits letzte Woche zeichnete sich ein für beide Seiten einvernehmliches Ende ab. Gestern wurden die letzten Details in einer Anhörung vor einem Richter in Los Angeles geklärt.

Schlussstrich unter Gibsons Schlammschlacht

Grigorieva dürfte das Urteil wie der Blitz getroffen haben. Schließlich war sie es, die letztes Jahr eine Zahlung von 15 Millionen Dollar ausschlug, um die Sache vorzeitig zu beenden. Ist da jemand zu gierig gewesen und hat nun die Quittung dafür bekommen? Sieht ganz danach aus. Am Hungertuch nagen muss die Russin in Zukunft trotzdem nicht.

Neben der knappen Million darf sie mit ihrer Tochter im derzeitigen Haus wohnen bleiben, das Gibson gekauft hatte. Zumindest bis zu derem 18. Geburtstag. Außerdem muss der Hollywoodstar der kleinen Lucia den gleichen Unterhalt bezahlen, wie für seine sieben Kinder aus der Ehe mit Robyn Moore. Dafür hat Gibson obendrein das Recht, seine Tochter jederzeit zu besuchen.

Mit dem Urteilsspruch kommt endlich Ruhe in den Beziehungskrieg, den Gibson und Grigorieva seit ihrer Trennung im Juni 2010 mit sehr harten Bandagen geführt hatten.

 

Apocalypto (OmU) in der Fotoshow

 

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