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Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster

Update von B-Monster-Thrillern à la "Tarantula" und "Formicula" aus Roland Emmerichs Trickschmiede CFX.


Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster

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Erhältlich seit:
16.01.2003

Originaltitel: Eight Legged Freaks

Horror/ Komödie

USA 2002
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

David Arquette
Kari Wuhrer
Scott Terra

Regie: Ellory Elkayem
Warner Home Video Germany

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Roland Emmerich lässt mutierte Killerspinnen von der Leine, und "Scream"-Cop David Arquette bekommt wieder einmal alle Hände voll zu tun.

Chris McCornack muss sich ganz schön ins Zeug legen, um die achtbeinigen Monster in Schach zu halten

Chris McCornack muss sich ganz schön ins Zeug legen, um die achtbeinigen Monster in Schach zu halten

Die Wüstengemeinde Prosperity könnte ein ganz idyllisches Provinznest sein, hätte ihr Bürgermeister nicht den Ehrgeiz, dicken Reibach aus einer stillgelegten Goldmine zu schlagen. Giftmüll möchte er dort einlagern, sehr zum Unwillen diverser Umweltschützer, besonnener Bürger und des örtlichen Medienzaren.

Nachdem ein Chemielaster ganz in der Nähe einer Zuchtfarm für exotische Spinnen Teile der Ladung verliert, ahnt zunächst niemand etwas Böses. Schließlich aber bringen es Nachforschungen an den Tag: Der Müll hat die Spinnen zu Monstern mutieren lassen.

Es obliegt dem Dorfsheriff Samantha (Kari Wuhrer) und einem zurückgekehrten Außenseiter (David Arquette), das Versteck der Höllenbrut zu lokalisieren und den entscheidenden Gegenschlag vorzubereiten - falls es dafür nicht schon zu spät ist.

"Spannung, Grusel, Spaß - und zwar alles gleichzeitig!" Unter diesem Motto erweisen Roland Emmerich, sein Kumpel und Produzent Dean Devlin sowie Regisseur Ellory Elkayem dem Horror der 50er-Jahre ihre action- und effektgeladene Hommage.

Frisch vom Markt: Spinnenbein am Stück

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Emmerich und Devlin planten schon lange, Trashklassiker der 50er à la "Formicula" und "Tarantula" zu modernisieren. Devlin: "Wir überlegten, wie man von diesen Filmen erfolgreiche Remakes machen könnte - die visuellen Effekte wären durch die heute zur Verfügung stehende Technik viel überzeugender, die Storys der heutigen Zeit angepasst, aber der Charme und Humor der Originale müsste auf jeden Fall erhalten bleiben."

Ein Regisseur war schnell gefunden: Mit dem 13-minütigen Schwarzweißfilm "Larger Than Life" um eine kleine Spinne, die zum Riesenmonster mutiert, erregte Ellory Elkayem die Aufmerksamkeit der beiden Trash-Archäologen. Fehlten nur noch die Tricktechniker. Karen E. Goulekas hatte an "Das fünfte Element" und "Spider-Man" gewerkelt, F/X-Wizard Drew McKeen zeichnete für die Optik in Emmerichs "Der Patriot" verantwortlich und Thomas Dadras war auch kein unbekannter.

Spider-Man wäre ganz neidisch - solche Netze bekommt er nicht gebacken

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Gemeinsam leiteten diese drei ein Team von 70 Spezialisten, die den Stars des Filmes im wahrsten Sinne des Wortes auf die Sprünge halfen. Schließlich sorgt in "Arac Attack" ja nicht wie früher bloß eine behäbige Riesenspinne, sondern deren Tausende in Höllentempo für Stimmung.

Wer sich mehr für die Entstehung des turbulenten Gruselvergnügens interessiert, liegt bei der DVD goldrichtig. Audiokommentare von Dean Devlin, Hauptdarsteller David Arquette und Regisseur Ellory Elkayem lassen wenig Fragen unbeantwortet.

Dazu gibt's Additional Scenes und natürlich "Larger Than Life", jenen Kurzfilm, mit dem Elkayem seinen Job gewann. Genau die richtige Packung für Spinnenphobiker und alle, die es werden wollen.

Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster

Das Jahr der Spinne geht in die nächste Runde mit Ellory Elkayems ebenso liebevollen wie amüsanten Update klassischer Drive-In-Monstermovies wie "Tarantula" oder "Formicula", in der sich neben David Arquette und Kari Wuhrer gleich ein ganzes Wüstendorf der Invasion mutierter Arachniden erwehren muss. Weniger auf puren Schock aus wie der letzte große Hollywood-Spinnenschocker "Arachnophobia" (von 1991), erinnert die B-Horrorkomödie, die von Roland Emmerich produziert wurde, letztlich doch mehr an liebevollen Trash für Jugendliche wie "Tremors - Im Land der Raketenwürmer" (minus dessen Western-Referenzen) oder "Anaconda".

Bereits in seinem für das US-Kabelfernsehen entstandenen (und in Deutschland als Videopremiere durchaus erfolgreich gestarteten) Debütfilm, dem Billigschocker "They Nest" mit "Melrose Place"-Doktor Thomas Calabro, bewies Ellory Elkayem ein Händchen für maliziöses Krabbelgetier, das nicht gewillt ist, den Planeten mit dem Homo sapiens zu teilen. "Arac Attack" (ursprünglich auch der Originaltitel, der gewechselt wurde, weil das Studio Angst hatte, das Publikum könne den Titel mit "Iraq Attack" verwechseln) unterscheidet sich dennoch deutlich vom Vorgänger: Regierte da noch Ernsthaftigkeit, lässt sich der erneute Insektenangriff die gute Laune auch von einigen Schockelementen und diversen Todesopfern nicht streitig machen: Nicht selten fühlt man sich an weniger kuschelige "Gremlins" erinnert. Denn wie Joe Dante greift auch Elkayem alle typischen Amerikana-Klischees der Vorbilder aus den fünfziger Jahren auf, um mit einem Minimum an Exposition ans augenzwinkernde Eingemachte gehen zu können.

Ein Fass mit nuklearem Abfall vergiftet einen kleinen Tümpel, mit dessen Wasser ein Spinnenforscher seine achtbeinigen Lieblinge füttert: In verblüffender Geschwindigkeit mutieren sie zu riesigen Bestien, die Mensch und Tier gleichermaßen attackieren und das Dörfchen Prosperity in Arizona um wichtige Mitglieder dezimiert, bis der nach Jahren zurückgekehrte verlorene Sohn Chris und die schnieke Dorfpolizistin Sam im letzten Zufluchtsort, einem Einkaufszentrum ("Zombie" und "Evolution" lassen grüßen), zum Gegenangriff übergehen. Sehr clever werden die noch unmutierten Killerinsekten zu Beginn eingeführt, indem der Spinnenforscher Sams wissbegierigem Sohn Mike die Jagdgewohnheiten der diversen Spezies erklärt. Keine Frage, dass auf die vorgeführte Weise später auch die anderen Lebewesen von Prosperity zur Strecke gebracht werden: Eine Straußenherde wird in einer pfiffigen Szene von Spinnen, die sich in der Erde verstecken, ausgelöscht. Und in der gelungensten Sequenz des Films müssen Jugendlichen auf ihren Motocross-Bikes vor wild springenden Arachniden über hügeliges Gelände entkommen.

Geschickt hält Elkayem die Balance zwischen Horror und Fun und zieht das Tempo immer dann merklich an, wenn man sich allzu viele Gedanken über den gezeigten Nonsens zu machen beginnt. Aber als das, was es sein will (eine modernisierte Verneigung vor alten B-Monstermovies), funktioniert "Arac Attack", ohne das Subgenre neu zu erfinden. Das Publikum dürfte ähnlich großen Spaß mit dem teils computeranimierten, teils animatronischen Getier haben wie die blendend aufgelegten Schauspieler, die keinem noch so großen Spinnennetz aus dem Weg gehen. ts.

Darsteller:  David Arquette   als Chris McCormack
  Kari Wuhrer   als Sheriff Sam Parker
  Scott Terra   als Mike Parker
  Scarlett Johansson   als Ashley Parker
  Doug E. Doug   als Harlan
  Rick Overton   als Hilfssheriff Pete
  Leon Rippy   als Wade
  Matt Czuchry   als Bret
  Jay Arlen Jones   als Leon
  Eileen Ryan   als Gladys
  Riley Smith   als Randy
  Matt Holwick   als Larry
  Jane Edith Wilson   als Emma
  Jack Moore   als Amos
  Roy Gaintner   als Floyd
  Don Champlin   als Leroy
  John Christopher Storey   als Mark
  David Waterman   als Norman
 
Regie:  Ellory Elkayem  
Buch:  Jesse Alexander  
  Ellory Elkayem  
Musik:  John Ottman  
Kamera:  John Bartley  
Produzent:  Dean Devlin  
  Bruce Berman  
 

Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster in der Fotoshow

 

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