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Arschkalt

Skurrile Komödie mit Herz, lässigem Humor und einer zart knospenden Lovestory um einen misanthropischen Tiefkühlkostfahrer, der einen nervigen Partner bekommt.


Arschkalt

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.03.2012

Komödie/ Lovestory

Deutschland 2011
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 12

Herbert Knaup
Johannes Allmayer
Elke Winkens

Regie: André Erkau
Warner Home Video Germany

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Arschkalt

Berg war mal eine große Nummer im Bereich Tiefkühlkost. Aber weil seine Firma pleite ist, muss er sich als fahrender Verkäufer verdingen. Das geht mühsam, aber immerhin allein und auf seine Art. Als er von der neuen Chefin den jungen Moerer als Beifahrer aufgedrückt bekommt, ist es mit der Selbstherrlichkeit leider vorbei. Denn Moerer ist neugierig, plappert ohne Punkt und weiß alles besser. Zu viel für den wortkargen Menschenfeind. Berg hat nur keine andere Wahl. Er muss sich arrangieren. Denn die nächsten Probleme warten schon.

Nach "Selbstgespräche" schlägt André Erkau in seiner neuen Komödie philosophische Töne an. Er lässt seinen Antihelden Herbert Knaup über Formen, Farben und Temperaturen von Wasser in all seinen Aggregatszuständen räsonieren. Dabei erinnert er an den skurrilen Zugfahrplanfetischisten Joachim Król aus "Zugvögel ... einmal nach Inari". Neben lakonischem Kaurismäki-Touch besitzt "Arschkalt" auch Herz, lässigen Humor und eine über alles schwebende, zart knospende Love Story.

Arschkalt

André Erkaus charmante Komödie der leisen Töne bringt menschliche Wärme in den frostigen Alltag des von Herbert Knaup treffend gespielten Misanthropen.

Der Titel des Films ist Programm, geht es doch in der melancholisch-philosophisch angehauchten Komödie des Max-Ophüls-Preisträgers André Erkau ("Selbstgespräche") neben Tiefkühlkost auch um jede Menge zwischenmenschlicher Kälte, die dringend eines emotionalen Auftauungsprozesses bedarf. Besonders frostig kommt dabei der Antiheld von "Arschkalt" daher, wunderbar widerborstig und miesepetrig verkörpert von Herbert Knaup. Er ist der Prototyp des wortkargen Menschenfeinds und Nihilisten, der den ganzen Tag nur Wetterbericht hört und über Formen, Farben und Temperaturen von Wasser in all seinen (gefrorenen) Aggregatszuständen räsoniert. Ihm zur Seite stellt Erkau das krasse Gegenteil: einen neugierigen jungen Mann, der alles besser weiß und ohne Punkt und Komma plappert - eine Paraderolle für Johannes Allmayer, den Zwangsneurotiker aus dem letztjährigen Überraschungserfolg "Vincent will meer", der auch schon bei "Selbstgespräche" mit von der Partie war.

Doch "Arschkalt" ist weit mehr noch als ein Buddy Movie, die Story eines ungleichen Loser-Paares, das auf Umwegen zueinander findet, der Film ist zugleich klassisches Road Movie - schließlich arbeiten die beiden als fahrende Verkäufer á la Eismann -, besitzt aber auch eine zart knospende Liebesgeschichte (zwischen Knaup und der reizenden Elke Winkens als charmanter holländischer Chefin mit Herz). Darüber hinaus versteht es Erkau hervorragend, mit kleinen Details zu amüsieren - dazu zählt der feine Wortwitz ebenso wie zum Beispiel eine Marotte Allmayers, sich alles in Symbolen notieren zu müssen, oder auch der Garderobengag mit den plüschigen weißen Ohrwärmern. Weil nicht nur sentimentale Akkordeonklänge an "Zugvögel... einmal nach Inari" erinnern, sondern auch Knaup viel mit dem skurrilen Zugfahrplanfetischisten alias Joachim Król gemeinsam hat, besitzt "Arschkalt" so etwas wie den lakonischen Kaurismäki-Touch und obendrein noch die wohltuende Botschaft an alle Burn-Out-Geplagten, man solle doch die Arbeit nicht so wichtig nehmen und lieber das Leben genießen, was bekanntermaßen leichter gesagt als getan ist. lasso.

Arschkalt

Gibt es ein Leben vor dem Tod? Vielleicht schon, aber es ist "Arschkalt".

Der Titel ist Programm: Ein emotional eingefrorener Tiefkühlkostlieferant erhält auf seiner Odyssee durch die Provinz die Chance wieder aufzutauen. Dabei offenbaren sich nicht nur die unterschiedlichen Aggregatzustände menschlicher Beziehungen, sondern auch, welche Chancen manchmal im Scheitern liegen.

Die Geschichte: Zwei Männer und ein Tiefkühltransporter. Der zynische Ex-Firmeninhaber Berg (Herbert Knaup) will nur seine Ruhe. Sein neuer Partner dagegen, der naive Moerer (Johannes Allmeyer), redet gern. "Dieser Transporter ist zu klein für zwei!". Aber zwecklos, Berg kann seinen lästigen Beifahrer erst dann wieder loswerden, wenn er ihn zu einem guten Verkäufer gemacht hat, so die Forderung der forschen neuen Chefin Lieke van der Stock (Elke Winkens). Vom arschkalten Misanthropen Berg ist plötzlich Teamgeist gefragt. Gefühlte 876 Tiefkühlpizzen, 4322 Fischstäbchen und 12.887 Garnelen später beginnt er aufzutauen. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an...

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Herbert Knaup   als Rainer Berg
  Johannes Allmayer   als Tobias Moerer
  Elke Winkens   als Lieke van der Stock
  Peter Franke   als Berg sen.
  Thorsten Merten   als Abteilungsleiter Gerhard
  Marion Breckwoldt   als Pflegerin
  Philipp Hochmair   als Europachef Weynfeld
  Mira Partecke   als Steffi
  Johanna Katharina Geißler   als Petra Rose
  Kirsten Block   als Margarinefrau
  Johannes Rotter   als Sofa-Jogger
  Wolfgang Suchner   als Pfarrer
  Heinz Lieven   als Staatsanwalt
  Nomena Struss   als Kantinenmanagerin
  Mathias Junge   als Wachmann
  Jochen Stern   als schwerhöriger Mann
  Dorothea Walda   als alte Dame
  Dagmar Sachse   als Frau mit Schürze
  Wolfgang Riehm   als Arbeiter
  Christian Vennefrohne   als Arbeiter
 
Regie:  André Erkau  
Buch:  André Erkau  
Musik:  Dürbeck & Dohmen  
Kamera:  Dirk Morgenstern  
Produzent:  Björn Vosgerau  
  Uwe Kolbe  
  Stefan Schubert  
  Ralph Schwingel  
 

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