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Asterix bei den Olympischen Spielen

Zum dritten Mal erschient das berühmteste Gallier-Paar der Comicgeschichte als Realverfilmung auf der großen Leinwand.


Asterix bei den Olympischen Spielen

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Erhältlich seit:
21.08.2008

Originaltitel: Astérix aux jeux Olympiques

Komödie/ Abenteuer

Frankreich 2007
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 6

Clovis Cornillac
Gérard Depardieu
Alain Delon

Regie: Frédéric Forestier, ...
Highlight Communications (Deutschland)

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Die europäische Megaproduktion um den dritten Realfilm-Einsatz des gewitzten Galliers bietet ein sportliches Luxusabenteuer mit Euro-Stars von Gérard Depardieu bis Alain Delon.

Asterix und Obelix starten in ein weiteres Abenteuer (Foto: Constantin) Großansicht

Asterix und Obelix starten in ein weiteres Abenteuer (Foto: Constantin)

Beim Teutates! Zusammen weit mehr als fünf Millionen Anhänger der erfolgreichsten französischen Comic-Serie aller Zeiten haben sich über die beiden Live-Action-Vorgänger amüsiert, mit denen sich Europa international an der Kinokasse behaupten konnte. Dereinst schlugen Asterix und sein treuer Freund Obelix eine Schneise in die römischen Besatzungskräfte, legten sich 1998 mit Roms mächtigem Imperator Caesar an und verteidigten das Geheimnis ihres Zaubertrankschöpfers Miraculix.

2002 bereisten sie Ägypten, um der verführerischen Cleopatra zu erliegen und sich am Bau der Pyramiden zu beteiligen. Ein weiteres Wunder darf man also erwarten, und da die Dorfbewohner so sportlich veranlagt sind, bietet ihnen die Antike ein ideales Mekka: Olympia!

Die schöne Irina hat ein Herz zu vergeben (Foto: Constantin) Großansicht

Die schöne Irina hat ein Herz zu vergeben (Foto: Constantin)

Ein neuer Asterix

In die Rolle von Christian Clavier als kleiner Gallier schlüpfte Frankreichs neuer Shooting-Star Clovis Cornillac ("Mathilde - Eine große Liebe"), während Kinolegende Gérard Depardieu gewohnt zuverlässig den Part des dicken Hünen Obelix ausfüllt. Komplettiert wird das weltberühmte Buddy-Duo nur noch durch ihr zierliches Maskottchen Idefix.

Die abenteuererprobten Gefährten brechen auf ins mediterrane Griechenland, wo ihr Landsmann Romantix (Stéphane Rousseau aus "Invasion der Barbaren") an den Olympischen Spielen teilnimmt. Der wagemutige Athlet kann jede Hilfe gebrauchen, denn er will sowohl den Wettbewerb, als auch das Herz der bildschönen hellenischen Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) gewinnen.

Caesars letztes Stündlein hat noch nicht geschlagen! (Foto: Constantin) Großansicht

Caesars letztes Stündlein hat noch nicht geschlagen! (Foto: Constantin)

Kampfgeist in antiken Zeiten

Fairness und Kampfgeist sind aber schon in antiken Zeiten nicht jedermanns Sache, denn der tückische Brutus (Benoît Poelvoorde, "Narco") will mit aller Macht die Olympiade beherrschen. Und seinen Vater Julius Caesar (Leinwandmythos Alain "der eiskalte Engel" Delon) bei dieser Gelegenheit gleich mit aus dem Weg räumen. Aber da hat er die Rechnung ohne den schlauen Asterix und den bärenstarken Obelix gemacht!

An Aufwand, Ausstattung und Stars kann sich derzeit keine kontinentale Produktion mit dieser Trilogie messen, und das sieht man dem Spaß im Geiste von René Goscinny und Albert Uderzo an. Wieder trifft die Allianz aus subtilem satirischem Humor und buntem Klamauk den richtigen Ton, der die Comics quer durch alle Altersschichten zum Riesenerfolg machte. Und an den Nebenrollen und Gastauftritten kann man sich ohnehin nicht satt sehen. Lassen Sie sich überraschen!

Asterix bei den Olympischen Spielen

Bei der mit Abstand aufwändigsten, freien Adaption eines Asterix-Comics stand eindeutig das olympische Motto "schneller, höher, weiter" im Vordergrund.

20 Bauten, darunter ein gigantischer griechischer Palast und das imposante Olympiastadion, 60 Pferde, die auf der 265 langen Rennbahn entlang galoppieren, 300 Perücken von Römern, Galliern, Ägyptern und anderen Zeitgenossen sowie 1000 Kostüme unterschiedlichsten Schnitts und Stoffes - diese beeindruckenden Zahlen bietet "Asterix bei den Olympischen Spielen", der nahezu ausschließlich in der Nähe des südspanischen Alicante unter der Doppel-Regie von Thomas Langmann (Sohn des Erfolgsfilmemachers Claude Berri) und Frédéric Forestier entstand. Doch nicht nur in Sachen Design, Massensequenzen und CGI-Effekten wurde bei der europäischen Großproduktion auf den Putz gehauen. Neben schauspielerischen Schwergewichten - allen voran (einmal mehr) Gérard Depardieu als Obelix, Alain Delon als Caesar und, für den deutschen Konsumenten, Michael Bully Herbig als zungenloser Leibwächter des bösen Brutus - liest sich auch die Story spektakulär. Denn das Original der bis heute unerreichten Comic-Künstler René Goscinny und Albert Uderzo wurde, um heutigen Sehgewohnheiten zu genügen, entsprechend frisiert, modernisiert und dramatisiert. Deshalb gibt es zusätzlich noch eine Liebesgeschichte (zwischen dem Gallier Romantix und der griechischen Prinzessin Irina) und eine politische Komponente (Brutus versucht unablässig, Caesar mit unlauteren Mittel vom Thron zu stoßen). Weil Brutus zudem auch gedenkt, Irina (Italo-Model Vanessa Hessler hat nicht ganz das Sex-Appeal von Monica "Kleopatra" Bellucci) zu ehelichen, Irina aber auf Romantix steht, schleicht sich deren Vater König Aderlas aus der Verantwortung: Er beschließt, die Hand seiner Tochter an denjenigen zu vergeben, der bei Olympia siegreich sein wird. Also reist Romantix mit Asterix, Obelix, Idefix, Miraculix und dem Zaubertrank im Schlepptau ins antike Hellas, um sich mit den Besten der Besten zu messen. Dabei hat er aber weder mit Brutus' fiesen Intrigenspielen noch mit den verschärften "Käfer"-Dopingkontrollen gerechnet.

Bei der Langemann/Forestier-Version steht Action über Authentizität und Aufwand über Amüsement - da versetzen etwa riesige Armeen in (biologischer) Schildkrötenformation das Publikum in Staunen, während auf der anderen Seite die Größenverhältnisse auf den Kopf gestellt werden. Denn Franko-Komiker Clovis Cornillac, der gegen den auch physiognomisch besser passenden Christian Clavier ausgetauscht wurde, ist als Asterix nur ein paar Zentimeter kleiner als Koloss Depardieu. Wer sich auf Wildschweinjagd und Hinkelstein-Transport gefreut hat, wird ebenfalls enttäuscht. Als Entschädigung gibt es einen herrlich homosexuellen, exorbitant eitlen und sich mit Alain-Delon-Filmtiteln schmückenden Caesar, einen unterforderten, weil zur bloßen Mimik und zu staunendem Stammeln verdammten Michael Bully Herbig und einen Benoît Poelvoorde als Brutus, der immerhin im Arnold-Schwarzenegger-Kostüm punkten kann. Des Weiteren nährt sich der Spaßfaktor weniger durch die lose aneinandergereihten Sketche als durch diverse Cameos wie Michael Schumacher als roter Rennwagenlenker oder Ex-Fußball-Star und Kopfstoßsünder Zinedine Zidane. Fazit: traditionalistische Asterix-Fans werden olympisch reagieren und hier der Jugend gern den Vortritt lassen. lasso.

Darsteller:  Clovis Cornillac   als Astérix
  Gérard Depardieu   als Obélix
  Alain Delon   als Jules Cesar
  Benoît Poelvoorde   als Brutus
  Stéphane Rousseau   als Romantix
  Vanessa Hessler   als Prinzessin Irina
  Jean-Pierre Cassel   als Miraculix
  Franck Dubosc   als Troubadix
  José Garcia   als Vielverdrus
  Michael Bully Herbig   als Redkeinstus
  Santiago Segura   als Doktormabus
  Bouli Lanners   als König Aderlas
  Sim   als Methusalix
 
Regie:  Frédéric Forestier  
  Thomas Langmann  
Buch:  Alexandre Charlot  
  Olivier Dazat  
  Thomas Langmann  
  Franck Magnier  
Musik:  Frédéric Talgorn  
Kamera:  Thierry Arbogast  
 

Asterix bei den Olympischen Spielen in der Fotoshow

 

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