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Auf Anfang [:reprise]

Gelungene Dramödie über zwei Freunde, die unterschiedliche Erfolge und Niederlagen als Schriftsteller und im Privaten durchleben.


Auf Anfang [:reprise]

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Erhältlich seit:
20.05.2009

Originaltitel: Reprise

Drama/ Komödie

Norwegen 2006
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Espen Klouman Høiner
Anders Danielsen Lie
Viktoria Winge

Regie: Joachim Trier
MFA+ Film Distribution

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Gelungene Dramödie über zwei Freunde, die unterschiedliche Erfolge und Niederlagen als Schriftsteller und im Privaten durchleben.

Erik und Phillip machen alles gemeinsam (Foto: MFA (24 Bilder)) Großansicht

Erik und Phillip machen alles gemeinsam (Foto: MFA (24 Bilder))

Die beiden Mittzwanziger Erik (Espen Klouman Høiner) und Phillip (Anders Danielsen Lie) wollen beide Schriftsteller werden und landen gleich mit ihren Debüts zeitgleich einen Riesenerfolg in der Literaturszene. Leider stellt sich dieses Szenario schnell als Traum heraus.

In der Realität schlägt nur Phillips Werk ein wie eine Bombe, wohingegen Eriks Buch grob verrissen wird. Doch auch im Privatleben läuft bei beiden nicht immer alles nach Plan. Schon bald erlebt Phillip den psychischen Zusammenbruch, während sich für Erik doch noch die ein oder andere Tür zum Erfolg öffnet.

Der unterschiedliche Erfolg sorgt für Diskussionsstoff (Foto: MFA (24 Bilder)) Großansicht

Der unterschiedliche Erfolg sorgt für Diskussionsstoff (Foto: MFA (24 Bilder))

Das Glück im Leben

Joachim Trier ist mit dieser Dramödie ein hintersinniger und humorvoller Film über die Suche nach dem kleinen und großen Glück im Leben gelungen. Auch dass dabei das Drehbuch stellenweise etwas überambitioniert erscheint, schaden dem positiven Gesamteindruck nicht. Zumal Kameramann Jakob Ihre die Geschichte in eine beeindruckende Optik zu kleiden weiß.

Auf Anfang [:reprise]

Der Norweger Joachim Trier debütiert mit einer erfrischend originellen Dramödie über hochfliegende Träume und böses Erwachen.

Eine gelungene Was-wäre-wenn-Montage setzt alles in Gang: Erik und Phillip, beide Mitte Zwanzig, sind beste Freunde. Sie wohnen in Oslo, suchen den literarischen Erfolg. Zeitgleich senden sie Manuskripte an Verlage, zeitgleich avancieren ihre Romane zu Kult-Klassikern. Die Welt steht ihnen offen. Im Zeitraffer läuft der augenzwinkernde Spaß ab: Nur ein Traum, nur virtuoser Vorspann. Denn dann geht alles wieder "Auf Anfang". "Reprise" (so der Originaltitel), Wiederaufnahme, ist angesagt beim Spielfilmdebüt des Norwegers Joachim Trier, der seinem berühmten Nachnamen Ehre macht und bereits durch prämierte Kurzfilme überzeugte. An der britischen National Film and Television School hat er studiert, dort wohl seinen Blick für die Realität geschärft und sein Herz für den zeitgenössischen europäischen Film entdeckt. Wobei der gesellschaftspolitische Alltag, der "ganz normale Wahnsinn" bei ihm nicht erdenschwer daherkommt, sondern luftig und leicht, verspielt wie einst bei Francois Truffauts "Jules und Jim".

Außerhalb des Traums schlägt Phillips Werk in der norwegischen Literaturszene ein wie eine Bombe. Eriks Text wird hingegen abgelehnt. Ersterer erleidet einen schweren Zusammenbruch, letzterer überarbeitet sein Buch. Phillip landet in der Nervenheilanstalt, Erik mit seinem zwischenzeitlich erschienenen Roman "Prosopopeia" in einer populären Talkshow. Die Kritik schimpft: "Sprachfantasien ohne Zusammenhang". Dazwischen wird getrunken und gefeiert, geredet, gelacht und geweint. Beziehungsstress kommt auf, Alt-Punker hauen lustvoll in die Saiten, Freundschaften und Allianzen wechseln. Verschachtelt erzählen Trier und Co-Autor Eskil Vogt ihre Geschichte, verweisen so auf Unwägbarkeiten und Überraschungen des Lebens.

Obwohl humorvoll, hintersinnig und verspielt inszeniert, wirkt das Drehbuch ob der Fülle angeschnittener (philosophischer) Themen streckenweise überambitioniert. Dafür entschädigt aber die Optik. Gekonnt weiß Jakob Ihre seine Kamera zu handhaben. Mal sind seine farbentleerten, realitätsnahen Bilder clippig, mal ruhig, jedoch immer nah dran an den gut ausgesuchten Darstellern, einem Mix aus Laien und hierzulande unbekannten Gesichtern. Sie sind mit viel Spaß bei der Sache, während der Soundtrack vorzüglich den (jugendlichen) Zeitgeist widerspiegelt. Eine Dramödie über Kreativität und Schaffenskrise, über Lust und Leid, über ehrgeizige Ziele und den harten Aufschlag in der Realität. Was zur Folge hat, dass man am Ende wieder am Anfang angekommen ist. geh.

Darsteller:  Espen Klouman Høiner   als Erik
  Anders Danielsen Lie   als Phillip
  Viktoria Winge   als Kari
  Christian Rubeck   als Lars
  Odd Magnus Williamson   als Morten
  Pal Stokka   als Geir
  Henrik Elvestad   als Henning
  Rebekka Karijord   als Johanne
  Sigmund Sæverud   als Sten Egil Dahl
  Silje Hagen   als Lillian
 
Regie:  Joachim Trier  
Buch:  Joachim Trier  
  Eskil Vogt  
Musik:  Ola Fløttum  
  Knut Schreiner  
Kamera:  Jakob Ihre  
Produzent:  Karin Julsrud  
 

Auf Anfang [:reprise] in der Fotoshow

 

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