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Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz!

Skurrile, liebenswert-schrägen Hommage an die Fußball-Legende Günter Netzer um einen Tippkickspieler und seine zum Leben erwachte Figur.


Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz!

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.06.2006

Originaltitel: Aus der Tiefe des Raumes

Komödie/ Fantasy

Deutschland 2004
Laufzeit: 84 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Arndt Schwering-Sohnrey
Eckhard Preuß
Mira Bartuschek

Regie: Gil Mehmert
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Skurrile Hommage an die Fußball-Legende Günter Netzer um einen Tipp-Kick-Spieler und seine zum Leben erwachte Figur.

Hans-Günter ist ein Meister im Tipp-Kicken (Foto: timebandits films) Großansicht

Hans-Günter ist ein Meister im Tipp-Kicken (Foto: timebandits films)

In einer verschlafenen rheinischen Provinzstadt der 60er Jahre erlebt der schüchterne Hans-Günter (Arndt Schwering-Sohnrey) an einem Abend gleich zwei Triumphe. Er qualifiziert sich für die deutsche Tipp-Kick-Meisterschaft und landet im Schlafzimmer der hübschen Fotografin Marion (Mira Bartuschek).

Gleichzeitig passiert das Unfassbare: Sein mit Liebe präpariertes Tipp-Kick-Männchen mit der Rückennummer 10 fällt in die Badewanne und verwandelt sich dank Marions Foto-Chemikalien-Mix über Nacht in eine lebende Person! Günter (Eckhard Preuß), so nennt ihn sein Ziehvater, reift zu einem stattlichen jungen Herren heran, der im örtlichen Fußballteam großes Talent beweist.

Günter zeigt auf dem Platz, was er alles kann (Foto: timebandits films) Großansicht

Günter zeigt auf dem Platz, was er alles kann (Foto: timebandits films)

Hoch lebe der Fußballgott

Schon bald wird klar, dass der blondgescheitelte Günter zu Höherem geboren ist und auf dem Rasen noch Großes vorhat.

Mit der skurrilen, liebenswert-schrägen Hommage an die Fußball-Legende Günter Netzer präsentiert Theaterregisseur Gil Mehmert sein gelungenes Kinodebüt. Dabei überzeugt Arndt Schwering-Sohnrey als schüchterner Nobody, während sein fleischgewordenes Tipp-Kick-Männchen Eckhard Preuß durch seinen einprägsamen Look im Gedächtnis bleibt.

Aus der Tiefe des Raumes ... mitten ins Netz!

Mit der skurrilen, liebenswert-schrägen Hommage an die Fußball-Legende Günter Netzer präsentiert Theaterregisseur Gil Mehmert sein gelungenes Kinodebüt. Dabei überzeugt Arndt Schwering-Sohnrey als schüchterner Nobody, während sein fleischgewordenes Tipp-Kick-Männchen Eckhard Preuß durch seinen einprägsamen Look im Gedächtnis bleibt. Wer Kino abseits des Mainstreams liebt und sich gerne einmal auf einen wirklich fantastischen Plot einlässt, der liegt bei diesem gutgelaunten Erwachsenenmärchen goldrichtig.

Ob als "Rasendirigent" oder "Schnellblubberwaffe", "Standfußballer" oder Fernseh-Philosoph, Günter Netzer gehört unbestreitbar seit über 40 Jahren zu den schillerndsten Figuren der oft drögen Fußballwelt. 1974 postulierte der Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Bohrer, der Mann mit der Schuhgröße 47 käme "Aus der Tiefe des Raumes" und verwandele mit seinem genialen Spiel "Geometrie in Energie". Derart eklatanter Sprachwahnsinn muss geradezu für die Nachwelt erhalten werden, und so betitelte Gil Mehmert folgerichtig sein Langfilm-Debüt mit diesen weisen Worten. Dabei wählt der versierte, international tätige Bühnenregisseur, der hier auch fürs Drehbuch verantwortlich zeichnet, einen ziemlich ungewöhnlichen Plot, um dem fußballernden Frisurenwunder seinen Tribut zu zollen: In einer verschlafenen rheinischen Provinzstadt der 60er Jahre erlebt der schüchterne Hans Günter an einem Abend gleich zwei Triumphe. Er qualifiziert sich zunächst für die deutsche Tipp-Kick-Meisterschaft und landet anschließend im Schlafzimmer der hübschen Fotografin Marion. Gleichzeitig passiert das Unfassbare: Sein mit Liebe präpariertes Tipp-Kick-Männchen mit der Rückennummer 10 fällt in die Badewanne und verwandelt sich dank Marions Foto-Chemikalien-Mix über Nacht in eine lebende Person! Günter, so nennt ihn sein Ziehvater, reift zu einem stattlichen jungen Herren heran, der im örtlichen Fußballteam reüssiert. Schon bald wird klar, dass der blondgescheitelte Günter zu Höherem geboren ist und auf dem Rasen noch Großes vorhat.

Mit "Aus der Tiefe des Raumes" gelingt Mehmert ein witziges, eigentümliches, völlig überraschendes Erwachsenenmärchen, das so manche Filmfans vor den Kopf stoßen, andere aber begeistern wird. Schließlich spricht beispielsweise Günter-Darsteller - Mehmerts Bühnen-Weggefährte Eckhard Preuß - über weite Strecken kein Wort und sieht zunächst aus wie eine Mischung aus den Kraftwerk-Jungs und der Countertenor-Kunstfigur Klaus Nomi, später dann, mit blonder Langhaarperücke, wie ein kräftiger Dieter Thomas Kuhn. Ihm gegenüber funktioniert Arndt Schwering-Sohnrey ("Good Bye, Lenin!") als tollpatschiger Tipp-Kick-Verrückter, der doch mit dem schönsten Mädchen, der süßen Mira Bartuschek aus "Ganz und gar", vom Platz geht, ganz vorzüglich. Die sympathische, entspannte Liebeserklärung an alle Underdogs packt "Baader"-Kamerafrau Bella Halben in stimmungsvoll-stimmige Bilder, die dem Werk zusammen mit dem Sixties-Soundtrack und der authentischen Ausstattung das richtige Kleinstadt-Feeling jener Jahre verleihen. Ein schönes Langfilm-Debüt der Münchner Produzenten Philipp Budweg und Johannes Schmid, deren Firma mit dem originellen Namen "schlicht und ergreifend" die Philosophie "Mit wenig viel und intensiv erzählen" vertritt. Genau - und weiter so! geh.

Darsteller:  Arndt Schwering-Sohnrey   als Hans-Günter
  Eckhard Preuß   als Kicker
  Mira Bartuschek   als Marion
  Sandra S. Leonhard   als Hannelore
  Christoph Maria Herbst   als Trainer
  Karl Korte   als Hans Günter (alt)
  Meike Schlüter   als Nachtschwester
  Tobias Beyer   als Pfleger
  Daniel Berger   als Tipp-Kick-Kamerad
  Michael Sideris   als Titelverteidiger
  André Meyer   als Turnierleiter Joachim
  Felix Vörtler   als Meister
  Thorsten Krohn   als Pantomime
  Jost Grix   als Maskenbildner
  Tana Schanzara   als Spielzeugverkäuferin
  Lucas Gregorowicz   als Protokollant
  Klaas Schramm   als Turnierleiter
  Jürgen Sarkiss   als Betreuer
  Rolf Krieg   als Hans-Hubert
  Valerij Kossoi   als Hausmeister
  Markus Kiepe   als Schiedsrichter
  Matthias Grundig   als Linienrichter
 
Regie:  Gil Mehmert  
Buch:  Gil Mehmert  
Musik:  Alex Haas  
  Stefan Noelle  
Kamera:  Bella Halben  
Produzent:  Philipp Budweg  
  Johannes Schmid  
 

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