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Ausnahmezustand

Politischer, ein wenig konstruiert wirkender Actionthriller. Mit Denzel Washington und Bruce Willis hochkarätig besetzt.


Ausnahmezustand

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Erhältlich seit:
20.07.2009

Originaltitel: The Siege

Action/ Thriller

USA 1998
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 16

Denzel Washington
Annette Bening
Bruce Willis

Regie: Edward Zwick
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Bild 1 von 16

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Ausnahmezustand

Eine Reihe von Bomben-Attentaten erschüttert New York. Ziel der arabischen Terroristen ist die Freilassung eines fundamentalistischen Scheichs. FBI-Agent Anthony Hubbard überführt den Arabistik-Dozenten Samir Nazhde der Zusammenarbeit mit den Verbrechern, doch der wird vom CIA gedeckt. Wenige Tage später sprengt ein arabisches Selbstmord-Kommando das FBI-Gebäude in die Luft. 600 Menschen sterben. Der US-Präsident verhängt das Kriegsrecht über die Stadt und General William Devereaux errichtet eine Militärdiktatur...

Verpackt in eine spannende Geschichte um Machtgier, Nationalismus und Menschenverachtung, spektakulär illustriert mit den Mitteln des Actionfilms, zeigt dieser von Regisseur Ed Zwick souverän in Szene gesetzte Terrorismus-Thriller die Grenzen westlicher Demokratien auf. Ein ebenso unterhaltsamer wie zum Nachdenken animierender Polit-Krimi, unterstützt von einem bemerkenswerten Star-Trio: Oscar-Preisträger Denzel Washington als loyaler FBI-Agent, "Bugsy"-Star Annette Bening als zwielichtige CIA-Agentin und Bruce Willis als machtgieriger General.

Ausnahmezustand

Auf dünnes Eis begibt sich Edward Zwick mit seinem politischen Actionthriller "Ausnahmezustand" mit Denzel Washington und Bruce Willis, nachdem Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Afrika und die darauffolgenden Vergeltungsangriffe des amerikanischen Militärs auf mutmaßliche arabische Terroristenstützpunkte die Welt in Aufregung versetzten und seinem brisanten Horrorszenario terroristischer Übergriffe auf New York einen mulmigen Cinema-verité-Effekt verliehen. Entsprechend konnte sich das routinierte und fast peinlich auf politische Korrektheit bedachte Spannungsstück mit einem Startwochenendeinspiel von 13,9 Mio. Dollar den zweiten Platz der US-Charts erobern.

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung war es zu Protesten von arabischen Organisationen gekommen, die, ohne den Film gesehen zu haben, die negative Porträtierung ihrer Volksgruppe kritisierten. Die Aufregungen waren umsonst: Peinlichst bemüht waren die Filmemacher, etwaige kontroverse Generalisierungen und Stereotypen von Arabern per se zu umgehen und den schwarzen Peter stattdessen Fanatiker beider Seiten zuzuweisen. Auf der einen Seite sind es palästinensische Terroristen extremer Splittergruppen, am anderen Ende des selben Spektrums befindet sich ein sadistischer und machtgieriger General der US Army (Bruce Willis, der nach "Der Schakal" offensichtlich Gefallen an Bad Guys gefunden hat). Zwick ("Glory", "Mut zur Wahrheit") nimmt die politische Explosivität seines Thrillers, um sich hier erneut seiner uramerikanischen Lieblingsthemen Patriotismus, Freiheit in Gefahr und Zivilrechte anzunehmen, die hier gleich von zwei Feinden unter Beschuß genommen werden. Diese doppelte, extrem konstruiert wirkende Handlungsgrundlage ist aber auch einer der Gründe, weshalb der Film trotz ansehnlich geschnürten Pakets nur bedingt funktionieren will, zumal die Motivationen der Terroristen fadenscheinig mit religiösem Fanatismus und Entrüstung über die Entführung eines ihrer Führer erklärt wird und ein Großteil der verwickelten Figuren enttäuschend eindimensional bleibt.

Als ruhender Pol und charismatische Identifikationsfigur dient einmal mehr Denzel Washington als Frank Hubbard, Leiter des Antiterroristen- Sonderkommandos des FBI und des NYPD. New York City wird von Terroristenzellen angegriffen, die die Freilassung eines von General Deveraux - und ohne das Wissen der Regierung! - geheim inhaftierten Scheichs fordern. Ein Bus mit zwei Dutzend Passagieren wird effektvoll in Zeitlupe in die Luft gejagt, ein Theater gesprengt und unschuldige Schulkinder werden bedroht. Da Hubbard und sein multikulturelles Team (sein bester Mann ist ein von Tony Shalhoub dargestellter Libanese) die Situation nicht schnell genug in den Griff bekommen können, wird der Ausnahmezustand ausgerufen, und die Armee unter dem Kommando von Deveraux übernimmt die Kontrolle und läßt effekthascherisch Panzer über die Brooklyn Bridge rollen. Tausende von Arabern landen im Internierungslager, ein Häftling wird vom teuflischen General gar höchstpersönlich zu Tode gefoltert. Als weitere zentrale Figur kommt Annette Bening ins Spiel, die eine lachhaft undurchsichtige CIA-Agentin spielt: Als Nahost-Spezialistin unterhält sie mit einem ihrer Informanten mehr als ein professionelles Verhältnis, ein Umstand, der beim Showdown eine entscheidende Rolle spielt.

Zwar streut Zwick historische Referenzen an die Bombenanschläge auf das World Trade Center und Oklahoma sowie Nachrichtenmaterial von Präsident Clinton ein, um die realistische Komponente hervorzuarbeiten, doch letztlich ist es die bemühte Entpolitisierung eines politischen Stoffes, die den Film seiner Glaubhaftigkeit und damit verbundenen dramatischen Spannung beraubt. Über Erfolg oder Mißerfolg des Films an den Kinokassen dürfte somit ausschließlich die Popularität der beteiligten Darsteller entscheiden. ara.

Ausnahmezustand

Terroranschläge erschüttern New York. Doch trotz größter Anstrengungen, die Hintermänner zu ermitteln, tappen FBI-Agent Anthony Hubbard (Denzel Washington) und sein Partner Frank Haddad (Tony Shalhoub) völlig im Dunkeln. Auch die mysteriöse CIA-Agentin Elise Kraft (Annette Bening), die regelmäßig an den Tatorten auftaucht, will nicht kooperieren. Erst als Hubbards Männer den Arabistik-Dozenten Samir Nazhde (Sami Bouajila) zweifelsfrei als Mitwisser der Anschläge überführen, lenkt Elise ein: Samir sei ein verdeckter CIA-Ermittler, zusammen seien sie vier terroristischen Untergrundorganisationen auf der Spur, die einen fundamentalistischen Scheich aus dem Gewahrsam der US-Army freipressen wollen. General William Devereaux (Bruce Willis) bezichtigt Elise jedoch der Lüge und behauptet, sie sei eine Sympathisantin des palästinensischen Befreiungskampfes und als solche unglaubwürdig. Und dann geschieht das Unfassbare: Ein arabisches Selbstmord-Kommando sprengt das FBI-Gebäude in die Luft. 600 Menschen sterben, die Bevölkerung wird von Panik erfasst und der US-Präsident verhängt das Kriegsrecht über ganz New York City. Devereaux läuft zur Höchstform auf, alle demokratischen Grundsätze sind außer Kraft gesetzt...

Quelle: Fox

" Audiokommentar von Produzent/Regisseur Edward Zwick und geschäftsführenden Produzenten Peter Schindler
" Im Kopf eines Selbstmordattentäters
" Ausnahmezustand: Die Belagerung von New York
" Ausnahmezustand: Freiheit war gestern
" Das Making-of "Der Ausnahmezustand"
" Original Kinotrailer 1
" Original Kinotrailer 2

Quelle: Fox

Darsteller:  Denzel Washington   als Anthony Hubbard
  Annette Bening   als Elise Kraft/Sharon Bridger
  Bruce Willis   als Gen. William Devereaux
  Tony Shalhoub   als Frank Haddad
  Sami Bouajila   als Samir Nazhde
  David Proval   als Danny Sussman
  Lance Reddick   als Floyd Rose
  Mark Valley   als Mike Johanssen
  Lianna Pai   als Tina Osu
  Jack Gwaltney   als Fred Darius
  Chip Zien   als Chef
  Victor Slezak   als Col. Hardwick
  Will Lyman   als FBI Director
  Dakin Matthews   als Sen. Wright
  John Rothman   als Kongreßabgeordneter Marshall
  E. Katherine Kerr   als Staatsanwältin
  Jimmie Ray Weeks   als General
  Amro Salama   als Tariq Husseini
 
Regie:  Edward Zwick  
Buch:  Lawrence Wright  
  Menno Meyjes  
  Edward Zwick  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Lynda Obst  
  Edward Zwick  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Denzel Washington

Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...

 

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Annette Bening

Unruhig, neurotisch, frustriert und am Rande des Nervenzusammenbruchs, dabei kühl sondierend und als abgefeimte Intrigantin auf der Höhe...