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Auszeit

Sozialkritisches Drama über einen Familienvater, der versucht, seine Arbeitslosigkeit vor seiner Frau zu vertuschen.


Auszeit

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Erhältlich seit:
19.06.2009

Originaltitel: L' emploi du temps

Drama

Frankreich 2001
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12

Aurélien Recoing
Karin Viard
Serge Livrozet

Regie: Laurent Cantet
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Auszeit

Nach seinem preisgekrönten Debütfilm "Ressources humaines" überrascht Laurent Cantet mit einem fulminanten zweiten Werk, der dramatischen Geschichte um einen Geschäftsmann, der seiner Familie die Arbeitslosigkeit verschweigt und sich dabei sukzessive in ein Lügennetz verstrickt. "Auszeit" zählte zu den Highlights des Internationalen Filmfestivals Venedig 2001.

Im Jahre 1993 tötete ein Arzt der WHO seine Frau und seine zwei Kinder, erschoss seine Eltern und versuchte sich selbst umzubringen. Es kam heraus, dass der später zu lebenslänglich Verurteilte nie bei der WHO gearbeitet und 18 Jahre seiner Familie etwas vorgespielt hatte. An dieser wahren Geschichte orientiert sich Laurent Cantet nur lose. Dabei legt er vor allem Wert auf die innere Welt des Protagonisten. Als der seinen Job verliert, verliert er gleichzeitig den Boden unter den Füßen. Denn in seinem sozialen Umfeld ist "man" nicht arbeitslos, sondern erfolgreich. Wie sich dieser Vincent durch die Wirklichkeit laviert, das schildert Cantet als ganz persönliches Drama eines Menschen, der von einer Notlüge in die andere stolpert, permanent an neuen Legenden stricken muss. Tagsüber fährt er ziellos durch die Gegend, schwadroniert seiner skeptischen Frau etwas von Dienstreisen vor und versucht krampfhaft die bürgerliche Fassade aufrechtzuerhalten, ein spendabler Ehemann und Vater zu sein und Geld aufzutreiben, indem er Freunde ihr Erspartes für dubiose Anlagen abluchst. Natürlich kracht das sorgfältig austarierte Lügengebäude irgendwann zusammen. Mit fast analytischer Präzision wird hier das Porträt eines Mannes entworfen, der diffuse Details zu einem Mosaik des falschen Lebens aufbaut - Anrufe vom Handy zu seiner Frau, Gespräche über Meetings und Kunden, die Zeit beanspruchen, neue Projekte, Geschenke für die Lieben daheim. Dabei fährt er meistens ziellos mit dem Auto in der unwirtlichen Gegend an der französisch-schweizerischen Grenze herum. Da beschlagen in der Kälte die Fenster des Wagens, durch die er die Realität draußen, gegen die er sich wehrt, nur verschwommen wahrnimmt. Cantet bleibt sich treu. Wie in seinem ersten Film geht es um Arbeit bzw. Nicht-Arbeit, um die moderne, mobile Gesellschaft und ihre Forderungen an das Individuum, um einen schwelenden Vater-Sohn-Konflikt. Vincent - bestens verkörpert durch den traurig dreinblickenden Aurélien Recoing - steht als Symbol für diejenigen, die im Kampf um Erfolg nicht mithalten können, erst verzweifeln und sich dann einfach ausklinken aus dem Run auf Karriere. Und ist gleichzeitig auch ein Beispiel dafür, wie leicht es eigentlich heute ist, ein Doppelleben zu führen, zu täuschen, um nicht zu enttäuschen. Die innere Emigration, die leise Verweigerung erschreckt. Die Tragödie eines bürgerlichen Mannes - ein subtiles, aber auch erschreckendes Meisterwerk, dass mit über 130 Minuten zwar etwas lang, aber nie langweilig geraten ist. mk.

Auszeit

Als der Geschäftsmann Vincent seinen Job verliert, verheimlicht er das vor seiner Frau und den Kindern. Um den Schein der Arbeitstätigkeit zu wahren und Geld für seine Familie zu beschaffen, verstrickt er sich mehr und mehr in Ausreden und gerät immer tiefer in bodenlose Abgründe. Zunächst sieht es danach aus, dass er eine Lösung gefunden hat, aber die Lebenslüge, die er sich mit viel Mühe und ungeheuerlichem Selbstbetrug zurechtbastelte, holt ihn ein. "ganz leise und mit größter Spannung" Cinema / "brilliant", "spannend bis zum bitteren Ende" Münsterland Zeitung / "ein bedeutender Film" FAZ / "Ein Meisterwerk" "100%" tz / "faszinierend" In München / "Ein kleines großes Drama, das man so schnell nicht vergessen wird." Kölner Express / "Ein Meisterwerk" Libération / "Ein komplexer und faszinierender Film." La Stampa

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Aurélien Recoing   als Vincent
  Karin Viard   als Muriel
  Serge Livrozet   als Jean-Michel
  Jean-Pierre Mangeot   als Vater
  Monique Mangeot   als Mutter
  Nicolas Kalsch   als Julien
  Marie Cantet  
  Felix Cantet  
  Maxime Sassier  
  Elizabeth Joinet  
  Nigel Palmer  
  Christophe Charles  
  Didier Perez  
 
Regie:  Laurent Cantet  
Buch:  Laurent Cantet  
  Robin Campillo  
Musik:  Jocelyn Pook  
Kamera:  Pierre Milon  
Produzent:  Caroline Benjo  
 

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