DVD

Aviator

Episches Porträt des Flugpioniers und Filmmoguls Howard Hughes, das erneut Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio zusammenführt.


Aviator
Start: 09.06.2005

Originaltitel: The Aviator

Drama

USA 2004
Laufzeit: 163 Min.
FSK: ab 12

Leonardo DiCaprio
Cate Blanchett
John C. Reilly

Regie: Martin Scorsese
Walt Disney Studios

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Er nahm das Leben und die Liebe im Sturzflug: Leonardo DiCaprio spielt die Legende Hughes (Foto: Buena Vista) Großansicht

Er nahm das Leben und die Liebe im Sturzflug: Leonardo DiCaprio spielt die Legende Hughes (Foto: Buena Vista)

Genies pendeln immer zwischen Niederlage, Triumph und Wahnsinn. Das galt besonders für Howard Hughes, eine der schillerndsten Gestalten des 20. Jahrhunderts: Er schrieb Schlagzeilen als größenwahnsinniger Flugzeugbauer, exzentrischer Regisseur und legendärer Frauenheld, der Affären mit einigen der schönsten Frauen Hollywoods hatte.

Das gilt nicht weniger für Regisseur Martin Scorsese, auf dessen Konto Kinomythen wie "Taxi Driver" oder "GoodFellas" gehen. Den Star aus seinem letzten Film, "Gangs of New York", holte er jetzt wieder vor seine Kamera, und es zeigt sich einmal mehr: DiCaprio und Scorsese sind ein unschlagbares Team.

Actionstar Errol Flynn flirtet mit Katharine (Foto: Buena Vista) Großansicht

Actionstar Errol Flynn flirtet mit Katharine (Foto: Buena Vista)

Überwältigende Höhepunkte

DiCaprio ist Howard Hughes mit Haut und Haaren, und "Aviator" einer der glanzvollsten Höhepunkte in der Karriere seines Regisseurs. Von der ersten Sekunde an betört er mit ausgeklügelten, atemberaubend aufwändigen Bildkompositionen (Kamera: Robert Richardson).

Und er entfesselt eine Dynamik, die den Zuschauer bis zur letzten Sekunde in Atem hält. So gelingt seinem Film (nach einem Drehbuch von "Gladiator"-Autor John Logan) das eigentlich Unmögliche: aus einem überwältigenden Leben ein überwältigendes Stück Kino zu machen.

Hollywood-Affäre: Filmpremiere mit Jean Harlow (Foto: Buena Vista) Großansicht

Hollywood-Affäre: Filmpremiere mit Jean Harlow (Foto: Buena Vista)

Grandioser Favorit

Explosive Flugszenen, erotische Skandale, politische Intrigen - es kracht an allen Enden, und doch verbindet "Aviator" elegant viele Elemente, die allein schon für einen Film reichen würden. So wird das Biopic zum Aufregendsten, das Hollywood seit langem zu bieten hat.

In seinem Zentrum lotet Leonardo DiCaprio die Grenzen von Genie und Wahnsinn aus und lässt sein "Titanic"-Image weit hinter sich.

Dass Scorsese ihn mit einem Reigen prominenter Kollegen umgibt, von Cate Blanchett bis Jude Law, sorgt für die letzte besondere Note. So konnte "Aviator" 3 Golden Globes und sogar 5 Oscars einheimsen.

Aviator

Regie:  Martin Scorsese  
Buch:  John Logan  
Musik:  Howard Shore  
Kamera:  Robert Richardson  
Produzent:  Michael Mann  
  Sandy Climan  
  Graham King  
  Charles Evans jr.  
 
Darsteller:  Leonardo DiCaprio   als Howard Hughes
  Cate Blanchett   als Katharine Hepburn
  John C. Reilly   als Noah Dietrich
  Alec Baldwin   als Juan Trippe
  Kate Beckinsale   als Ava Gardner
  Jude Law   als Errol Flynn
  Matt Ross   als Glenn Odekirk
  Adam Scott   als Johnny Meyer
  Gwen Stefani   als Jean Harlow
  Sir Ian Holm   als Professor Fitz
  Danny Huston   als Jack Frye
  Alan Alda   als Sen. Ralph Owen Brewster
  Kelli Garner   als Faith Domergue
  Frances Conroy   als Mrs. Hepburn
  Brent Spiner   als Robert Gross
  Stanley DeSantis   als Louis B. Mayer
  Edward Herrmann   als Joseph Breen
  Willem Dafoe   als Roland Sweet
  Kenneth Walsh   als Dr. Hepburn
  J.C. MacKenzie   als Ludlow

Oscar-Team Steve Martin & Alec Baldwin

Zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren Oscar-Geschichte gibt es wieder mehrere Moderatoren: "Vater der Braut" Steve Martin und Ausnahme-Mime Alec Baldwin führen gemeinsam durch die Nacht der Nächte.

Freuen sich im Duett auf die Oscar-Nacht: Die Moderatoren Steve Martin und Alec Baldwin (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Freuen sich im Duett auf die Oscar-Nacht: Die Moderatoren Steve Martin und Alec Baldwin (Foto: Kurt Krieger)

Die Oscar-Macher verpassen der wichtigsten Nacht des Jahres offenbar eine Generalüberholung. Zuerst erhöhten sie die Anzahl der Nominierten in der Königskategorie Bester Film von fünf auf zehn und nun haben sie auch bei den Moderatoren aufgedoppelt: Steve Martin ("Der rosarote Panther") und Alec Baldwin ("Aviator") werden im Duett durch die Oscar-Nacht führen.

"Ich bin so glücklich, dass ich mit meinem Erzfeind Alec Baldwin die Oscars moderieren darf", sagt Steve Martin und macht gleich deutlich, dass er für die Abteilung Comedy zuständig sein wird. Doch auch der als schwierig geltende Top-Schauspieler Alec Baldwin zeigt sich schlagfertig: "Ich spiele zwar nicht gleich vor Freude Banjo, aber ich bin begeistert, dass ich Oscar-Gastgeber sein darf. Das ist eine Chance, die einem das Leben nicht oft gibt!"

Zuletzt hatten 1987 mit Chevy Chase, Goldie Hawn und Paul "Crocodile Dundee" Hogan mehrere Gastgeber die Verleihung der Goldjungs moderiert. Auch in den 50ern und 70ern kam es mehrmals vor.

Familienclown Steve Martin und Edelmime Alec Baldwin als Oscar-Dreamteam

Offenbar versprechen sich die Macher in den Reihen der Academy davon ein breiteres TV-Publikum. Denn zuletzt hatten die Übertragungen schwache Quoten gehabt, bis Superstar Hugh Jackman in diesem Jahr mit einer turbulenten, musical-inspirierten Show eine Trendwende einläuten konnte. Doch der Wunschkandidat für 2010 hat vor einigen Tagen einen erneuten Auftritt abgesagt. Nun soll der weltweit beliebte Altkomiker Steve Martin wohl die Familien mobilisieren. Dazu ist Alec Baldwin durch seinen TV-Hit "30 Rock", für den er einen Emmy nach dem anderen einheimst, in den USA ein absoluter Superstar. Steve Martin ist darüberhinaus durch seine Oscar-Moderationen 2001 und 2003 schon ein alter Hase.

"Wir glauben, dass Steve und Alec das perfekte Team sind", meint denn auch der Regisseur der TV-Übertragung Adam Shankman. Der Filmemacher hat zuletzt mit dem Adam-Sandler-Hit "Bedtime Stories" und dem Musical "Hairspray" große Publikumserfolge gefeiert. Außerdem hat er mit Steve Martin schon bei Im Dutzend billiger 2 zusammengearbeitet.

Die Weichen sind also gestellt für eine unterhaltsame Show in der Nacht auf den 8. März 2010, wenn es wieder heißt: "And the Oscar goes to ..."

 

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