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Ayla

Spannendes Drama um eine junge Türkin, die unabhängig leben will und auf die Probe gestellt wird. Pegah Ferydoni aus der Serie "Türkisch für Anfänger" gibt in der Titelrolle ihr gelungenes Kinodebüt.


Ayla

Kaufvideo

Erhältlich seit:
11.03.2011

Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Pegah Ferydoni
Mehdi Moinzadeh
Saskia Vester

Regie: Su Turhan
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Ayla

Eine junge Türkin auf der schwierigen Gratwanderung zwischen familiärer Tradition und der Freiheit westlicher Werte.

Wenn es um Ehre geht, verstehen traditionelle Moslems keinen Spaß. Töchter oder Schwestern, die den strengen Sitten nicht gehorchen, sind nicht selten vom Tode bedroht. Nach Feo Aladags "Die Fremde" greift der türkischstämmige Su Turhan das heikle Thema auf. Seine Protagonistin ist eine moderne, junge Frau, die sich die Unabhängigkeit nicht nehmen lässt, weder vom strengen Vater noch von der Harmonie süchtigen Schwester. Und lästige Typen setzt sie mit einem Karateschlag außer Gefecht. Dass sie als Prostituierte gilt, nur weil sie mit Perücke und sexy Outfit an der Garderobe eines Clubs arbeitet, verletzt sie zwar, aber aufgeben will sie den Job nicht. Tagsüber arbeitet sie als Kindergärtnerin und trifft auf eine andere Türkin, die sich von ihrem Mann scheiden lassen will und mit ihrem Sohn Unterschlupf bei ihr sucht. Dass ausgerechnet der Fotograf, den Ayla liebt, als Bruder diese Frau mit allen Mitteln von ihrem Vorhaben abbringen soll, kompliziert nicht nur das Gefühlsleben.

Die Konstellation zwischen Gut und Böse ist von Anfang an klar, dadurch fallen notwendige Grautöne weg, auch wenn der sonst so zärtliche und aufgeschlossene Liebhaber mit der Pistole herumfuchtelt. Trotz eindeutiger Figurenzeichnung trägt der Spannungsbogen, lauert im Hintergrund doch immer noch der religiöse jüngere Bruder, der den älteren aufstachelt und dessen Unberechenbarkeit einen Unsicherheitsfaktor bildet. Zwischen Lovestory und Blick auf die Parallelgesellschaft findet der Debütregisseur eine akzeptable Balance, die Kraft des Films liegt in der Hauptdarstellerin Pegah Ferydoni (Durchbruch mit der Serie "Türkisch für Anfänger"). Sie verkörpert den Zwiespalt glaubwürdig und ohne Übertreibung, auch wenn Unheil sich schon vielsagend ankündigt durch die knallrote Farbe ihrer riesigen Handtasche oder den blutigen Schnitt beim Epilieren. Auch die Versöhnung mit dem Vater am Krankenbett nimmt man ihr ab. Turhan gibt sich aufgeklärt und traut leider seiner Geschichte nicht so ganz, zeigt immer wieder Symbole wie die im Nirgendwo endenden Straßenbahnschienen, um den schwierigen und verschlungenen Weg der Protagonistin zur Identität zu unterstreichen. Weniger wäre mehr gewesen. Aber es ist schon ein Gewinn, das ernste Sujet unterhaltsam und mit Thrill auf die Leinwand zu bringen. mk.

Darsteller:  Pegah Ferydoni   als Ayla
  Mehdi Moinzadeh   als Ayhan
  Saskia Vester   als Iris
  Timur Isik   als Mehmet
  Türkiz Talay   als Hülya
  Sesede Terziyan   als Hatice
  Mehtap Yurtseven   als Elif
  Baris Sezer   als Aylas Vater
  Yavuz Asanatucu   als Ayhans Vater
  Ercan Karacayli   als Ismail
  Benedikt Hösl   als Timo
  Thomas Honsberg   als Heiko
  Thomas Stang   als Mark
 
Regie:  Su Turhan  
Buch:  Su Turhan  
  Beatrice Dossi  
Kamera:  Florian Schilling  
Produzent:  Andreas Bareiss  
  Sven Burgemeister  
  Gloria Burkert  
 

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