DVD Leihvideo

Baby

Eine 15-Jährige verführt einen Freund ihres Vaters, wird schwanger - und ihr Vater zum Mörder.


Baby

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.12.2004

Drama

Deutschland/Niederlande 2002
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Alice Dwyer
Lars Rudolph
Filip Peeters

Regie: Philipp Stölzl
epiX Media AG

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Eine 15-Jährige verführt den Freund ihres Vaters, wird schwanger - und ihr Vater zum Mörder.

Frank und Paul sind gute Freunde (Foto: Kinostar) Großansicht

Frank und Paul sind gute Freunde (Foto: Kinostar)

Zwei Freunde, Frank (Filip Peeters) und Paul (Lars Rudolph), verlieren zeitgleich ihre Ehefrauen durch einen Unfall. Franks Tochter Lilli (Alice Dwyer) wächst daraufhin in den tristen asozialen und verarmten Verhältnissen der zwei kleinkriminellen Männer auf.

13 Jahre später: Lilli entpuppt sich als durchtriebene Lolita, manipulativ und rücksichtslos, hat ihre ersten Liebeleien, mit denen der jähzornige Vater schwer zurechtkommt.

Dann ist der frühreife Teenager schwanger, offensichtlich, nachdem sie ihren Zweitvater Paul verführt hat! Der ahnungslose Frank hält einen jungen Freund der Tochter für den "Verursacher", erschlägt diesen und landet im Knast.

Das heile Familienleben hat bald ein Ende (Foto: Kinostar) Großansicht

Das heile Familienleben hat bald ein Ende (Foto: Kinostar)

Herr der Videoclips

Der für seine Musikvideos für Madonna oder Marius Müller-Westernhagen bekannte Philipp Stölzl hat mit "Baby" seinen ersten Langspielfilm realisiert, der mit seinem lakonischen Grundton, wunderbaren Darstellern und brillanten Dialogen überzeugt.

Stölzl ignoriert auf radikale Art und Weise eine klassische Plotstruktur und macht seine hochproblematischen Themen mit trockenem Humor zugänglich.

Baby

Unter den kleinen, deutschen Independent-Produktionen, die dieser Tage das Licht der Leinwand erblicken, darf man auf das Kinodebüt von Philipp Stölzl besonders gespannt sein. Hat sich Stölzl doch als Produzent von Clips für Westernhagen, Die Ärzte und sogar Madonna in der Musikbranche einen angesehenen Namen gemacht. Sein "Baby" lässt auf visueller Ebene die Dramatik seiner Arbeiten für Rammstein oder Evanescene erkennen und reiht sich mit seiner düsteren, hochproblematischen Geschichte in den aktuellen Trend, kein noch so tragisches Schicksal von der Leinwand fernzuhalten. Dabei dürfte Stölzls verblüffend leichtfertiger, lakonischer Umgang mit diesen Schicksalsschlägen sein Publikum in erster Linie polarisieren.

Zwei Freunde, Frank (der Belgier Filip Peeters, "Der Felsen") und Paul (Lars Rudolph), verlieren zeitgleich ihre Ehefrauen durch einen Unfall. Franks Tochter Lilli (beeindruckend: Alice Dwyer aus "Lichter") wächst daraufhin in den tristen asozialen und verarmten Verhältnissen der zwei kleinkriminellen Männer auf. 13 Jahre später: Lilli entpuppt sich als durchtriebene Lolita, manipulativ und rücksichtslos, hat ihre ersten Liebeleien, mit denen der jähzornige Vater schwer zurechtkommt. Dann ist der frühreife Teenager schwanger, offensichtlich, nachdem sie ihren Zweitvater Paul verführt hat! Frank, ahnungslos, hält einen jungen Freund der Tochter für den "Verursacher", erschlägt diesen und landet im Knast. Als denkbar undenkbares Liebespaar reisen Lilli und Paul nach Holland, ursprünglich um eine Abtreibung vorzunehmen. Frank gelingt der Ausruch aus dem Gefängnis, er verfolgt das Paar, für das eine ziellose Odyssee ohne Perspektive beginnt.

Harter Tobak. Seine "White Trash"-Charaktere allerdings lässt Stölzl diesen mit einer erstaunlichen Fassung und Leichtigkeit ertragen, die er ihrem lebenslangen Dasein am Rande des Abgrunds und sogar einer 15-Jährigen zuschreibt. Die Verbrüderung von Tragik und Humor war schon immer eine Spezialität von Schauspieler Lars Rudolph, hier in der Rolle des Zweitvaters, der den Film einmal mehr mit seiner bisweilen nervenden Skurrilität dominiert. Gleichzeitig beeindruckt Stölzls Umgang mit den visuellen Mitteln, mit denen er jegliche Konventionen umgeht. Der Regisseur findet düstere, seelenlose und atmosphärische Cinemascope-Bilder von rauher Naturgewalt und ästhetischer Stringenz, lässt diese unsanft mit den Gesichtern seiner Figuren aneinanderprallen, ebenso wie die Genres, zwischen denen er sich bewegt. Roadmovie, Krimi oder Komödie, schwerste menschliche Schicksale und nicht weniger Elend, als das Kino von Lars von Trier oder Ken Loach ertragen könnte - vielleicht ein bisschen zu viel, was Stölzl seinem "Baby" hier aufbürdet. cm.

Darsteller:  Alice Dwyer   als Lilli
  Lars Rudolph   als Paul
  Filip Peeters   als Frank
  Christian Grashof   als Stiefel
  Hamid Bundu   als Tommy
  Irina Platon   als Lana
  Micha Hulshof   als Johann
  Fedja van Huêt   als Polizist
  Marisa van Eyle   als Besitzer Torenrestaurant
  Catherine Flemming   als Julia
  Barbara Philipp   als Elisabeth
 
Regie:  Philipp Stölzl  
Buch:  Wolfgang Kohlhaase  
  David Hamblyn  
Musik:  Ingo Ludwig Frenzel  
Kamera:  Michael Mieke  
Produzent:  Frank Kaminski  
  Ulrich Stiehm  
 

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