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Babylon A. D.

Endzeit-Action um einen taffen Einzelgänger, der ein Mädchen und damit die Welt retten soll.


Babylon A. D.

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.04.2009

Science Fiction/ Thriller

USA/Frankreich 2008
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Vin Diesel
Mélanie Thierry
Michelle Yeoh

Regie: Mathieu Kassovitz
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Mathieu Kassovitz schickt Vin Diesel als düsteren Helden zur Rettung der Welt: Starpower in einem bildgewaltigen Sci-Fi-Actioner voller Gefühl.

Toorop beschützt die mysteriöse Aurora (Foto: Concorde) Großansicht

Toorop beschützt die mysteriöse Aurora (Foto: Concorde)

Wenn die Welt zusammenbricht, dann schlägt die Stunde der Einzelkämpfer. Das Kino hat das schon mit eindrucksvollen Actionikonen demonstriert - ob Snake Plissken oder Mad Max. Und mit "Babylon A.D." reiht sich nun Toorop alias Vin Diesel in diese Galerie der düsteren Helden ein.

Aus einem von Bürger- und Bandenkriegen verwüsteten Europa soll er ein mysteriöses Mädchen in die vom Rest der Welt abgeschotteten USA überführen. Eine Mission, die ihn nicht nur mit allen erdenklichen physischen Gefahren konfrontiert, sondern auch in ein Komplott von planetaren Dimensionen verstrickt. Denn die schöne Aurora ist zugleich der Schlüssel für eine bessere Welt, den sich verschiedenste Parteien zunutze machen möchten.

Feuer und Eis - eine explosive Mischung (Foto: Concorde) Großansicht

Feuer und Eis - eine explosive Mischung (Foto: Concorde)

Actionkino aus Frankreich

Nach der Romanvorlage von Maurice G. Dantec verknüpft Regisseur Mathieu Kassovitz ("Gothika") dabei hochkarätiges Actionkino mit klassischer Pop-Mythologie. Und anders als in manch stilisierter Hollywood-Aufbereitung wirkt das Endzeitszenario des französischen Filmemachers bedrückend realistisch, das in Deutschland ungekürzt zu sehen ist.

Die Welt des desillusionierten Söldners ist konzipiert und designt nach dem Vorbild der Kriegsödnis des modernen Zentral- und Osteuropa. Kassovitz und sein kreatives Team finden hier immer wieder faszinierende Details - ob bei einer Flucht über eine Eiswüste oder einem bizarren Auto-Hubschrauber-Transport. "Babylon A.D." ist ein Beweis für die Vitalität des europäischen Genrekinos. Davon möchte man in Zukunft mehr sehen.

Babylon A. D.

Der Actionfilm der Achtzigerjahre feiert eine verdiente und längst überfällige Renaissance. Nach "Doomsday" ist "Babylon A. D." nach dem Roman "Babylon Babies" von Maurice G. Dantec ein weiterer grimmiger Ritt durch die Endzeit, wie er einst eine Spezialität von Arnold Schwarzenegger war.

Unter der Regie von Mathieu Kassovitz, der dem Kunstkino in seinem ersten Film seit seinem Hollywood-Ausflug "Gothika" vor fünf Jahren endgültig den Rücken gekehrt hat, darf die Welt - oder was von ihr übrig ist - hier nicht von einem Otto Normalverbraucher oder pickligen Schreibtischtäter gerettet werden, sondern von einem echten Kerl aus Schrot und Korn. Vin Diesel erweist sich als goldrichtige Wahl: Sein vernarbter Endzeitsöldner Toroop, der mit einem ebenso coolen wie bedingungslosen Auftritt in einem kriegszerrütteten Oststaat als Mann der Tat jenseits alberner Späßchen eingeführt wird, ist eine konsequente Fortführung des Xander Cage aus "xXx - Triple X": des Kämpfens müde, ohne Idealismus und Glauben, aber alert und zupackend, wenn nötig. In "Babylon A. D." ist das schnell nötig, denn Toroop erhält den Auftrag, ein junges Mädchen und deren Aufpasserin, gespielt von Michelle Yeoh, aus einem Kloster in den Bergen nach New York zu bringen. Schnell wird klar, dass Kassovitz hier mit großem Materialaufwand die Weihnachtsgeschichte noch einmal erzählt - eine muskelbepackte Variation von "Children of Men", an den man immer wieder denken muss, wenn der Film sein Tempo drosselt. Und auch die von Milla Jovovich gespielte Leeloo aus Luc Bessons "Das fünfte Element" fällt einem immer wieder ein, wenn sich Diesel, voll und ganz in seiner Beschützerrolle aufgehend, der ihm Anvertrauten nähert, obwohl er doch kühl bleiben und Abstand wahren wollte.

"Babylon A. D." hat großartige Sets, spektakuläre Setpieces und einen dreckigen Look, der eine Welt am Rand des Abgrunds glaubhaft rüberbringt. Überhaupt ist es ein Film, in dem man sich schnell wohlfühlt und dessen Handlung man bis zum grotesken Showdown gern folgt.Was nicht heißen soll, dass die Erlösergeschichte frei wäre von Schwächen: Nicht alle Anschlüsse wollen funktionieren, ein Schnitt aus einem U-Boot hin zu Schneemobilen, die durch die Eiswüste von Alaska rasen, will keinen rechten Sinn ergeben, und gerade die Action ist nicht immer so prickelnd punktgenau, wie man sie sich wünschen würde von diesem aufrechten und legitimen Erben von Preziosen wie "Predator" und "Aliens". Mit seiner Entschlossenheit und dem besten Aussehen, das man sich für 60 Mio. Euro kaufen kann, macht der Film das aber wett. ts.

Darsteller:  Vin Diesel   als Toorop
  Mélanie Thierry   als Aurora
  Michelle Yeoh   als Rebecca
  Lambert Wilson   als Darquandier
  Mark Strong   als Finn
  Jérôme Le Banner   als Killa
  Gérard Depardieu   als Gorsky
  Charlotte Rampling   als Hohepriesterin
  Joel Kirby   als Dr. Newton
  Souleymane Dicko   als Jamal
  David Belle   als Junger Hacker
  Radek Bruna   als Karl
 
Regie:  Mathieu Kassovitz  
Buch:  Mathieu Kassovitz  
  Eric Besnard  
Musik:  Atli Örvarsson  
Kamera:  Thierry Arbogast  
Produzent:  Christophe Rossignon  
  Alain Goldman  
  Mathieu Kassovitz  
 

Babylon A. D. in der Fotoshow

 

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