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Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.04.2009
USA/Frankreich 2008
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 16
Vin Diesel
Mélanie Thierry
Michelle Yeoh
Regie: Mathieu Kassovitz
Concorde Home Entertainment

Der Actionfilm der Achtzigerjahre feiert eine verdiente und längst überfällige Renaissance. Nach "Doomsday" ist "Babylon A. D." nach dem Roman "Babylon Babies" von Maurice G. Dantec ein weiterer grimmiger Ritt durch die Endzeit, wie er einst eine Spezialität von Arnold Schwarzenegger war.
Unter der Regie von Mathieu Kassovitz, der dem Kunstkino in seinem ersten Film seit seinem Hollywood-Ausflug "Gothika" vor fünf Jahren endgültig den Rücken gekehrt hat, darf die Welt - oder was von ihr übrig ist - hier nicht von einem Otto Normalverbraucher oder pickligen Schreibtischtäter gerettet werden, sondern von einem echten Kerl aus Schrot und Korn. Vin Diesel erweist sich als goldrichtige Wahl: Sein vernarbter Endzeitsöldner Toroop, der mit einem ebenso coolen wie bedingungslosen Auftritt in einem kriegszerrütteten Oststaat als Mann der Tat jenseits alberner Späßchen eingeführt wird, ist eine konsequente Fortführung des Xander Cage aus "xXx - Triple X": des Kämpfens müde, ohne Idealismus und Glauben, aber alert und zupackend, wenn nötig. In "Babylon A. D." ist das schnell nötig, denn Toroop erhält den Auftrag, ein junges Mädchen und deren Aufpasserin, gespielt von Michelle Yeoh, aus einem Kloster in den Bergen nach New York zu bringen. Schnell wird klar, dass Kassovitz hier mit großem Materialaufwand die Weihnachtsgeschichte noch einmal erzählt - eine muskelbepackte Variation von "Children of Men", an den man immer wieder denken muss, wenn der Film sein Tempo drosselt. Und auch die von Milla Jovovich gespielte Leeloo aus Luc Bessons "Das fünfte Element" fällt einem immer wieder ein, wenn sich Diesel, voll und ganz in seiner Beschützerrolle aufgehend, der ihm Anvertrauten nähert, obwohl er doch kühl bleiben und Abstand wahren wollte.
"Babylon A. D." hat großartige Sets, spektakuläre Setpieces und einen dreckigen Look, der eine Welt am Rand des Abgrunds glaubhaft rüberbringt. Überhaupt ist es ein Film, in dem man sich schnell wohlfühlt und dessen Handlung man bis zum grotesken Showdown gern folgt.Was nicht heißen soll, dass die Erlösergeschichte frei wäre von Schwächen: Nicht alle Anschlüsse wollen funktionieren, ein Schnitt aus einem U-Boot hin zu Schneemobilen, die durch die Eiswüste von Alaska rasen, will keinen rechten Sinn ergeben, und gerade die Action ist nicht immer so prickelnd punktgenau, wie man sie sich wünschen würde von diesem aufrechten und legitimen Erben von Preziosen wie "Predator" und "Aliens". Mit seiner Entschlossenheit und dem besten Aussehen, das man sich für 60 Mio. Euro kaufen kann, macht der Film das aber wett. ts.
Irgendwo in Osteuropa, irgendwann in naher Zukunft. Einfach nur ein paar Lebensmittel besorgen und dabei um sein Leben fürchten müssen - für den Söldner Toorop ist das eine ganz normale Erfahrung. Denn auf den schmutzigen, düsteren Straßen der osteuropäischen Metropole, in der er zu Hause ist, sind Gewalt und Blutvergießen an der Tagesordnung, Waffen sind leichter zu bekommen, als ein einfaches Essen. Doch der muskelbepackte, schweigsame Hüne hat in all den Kriegen und Konflikten, die die Welt des frühen 21. Jahrhunderts an den Rand des Chaos gebracht haben, bereits zu viele gut bezahlte Kämpfe ausgetragen und tödliche Situationen überstanden, um sich von dem tobenden Mob und dem explosiven Elend, das ihn umgibt, bange machen zu lassen.
Seine Wohnung in einem heruntergekommenen Wohnblock hat er zum Hochsicherheitstrakt ausgebaut, doch dieses Mal bietet selbst die keinen Schutz. Der übermächtige Mafiaboss Gorsky, für den Toorop in der Vergangenheit bereits einige Aufträge erledigt hat, hat ein Überfallkommando geschickt. Er weiß, dass Toorop sich nicht freiwillig zu einer Unterredung mit ihm treffen würde. Gorskys Anliegen klingt zunächst nach einer Tätigkeit, die keine allzu große Herausforderung darstellt: Eine junge Frau namens Aurora soll über sämtliche Grenzen bis nach New York geschmuggelt werden. Sie sei, wird Toorop versichert, eine überaus kostbare Fracht, die unbedingt unversehrt ankommen müsse, sie werde in Amerika bereits von der Präsidentin einer einflussreichen religiösen Organisation ungeduldig erwartet. Wie üblich, ist es auch diesmal nicht Toorops Art, den Auftrag zu hinterfragen oder moralische Bedenken anzumelden. Für ihn muss nur die Höhe des Honorars stimmen. Was Gorsky ihm anbietet, ist ihm sogar noch mehr wert als jeder noch so üppige Sold: Ein neues Leben in Amerika, eine Existenz, mit der er seine dunkle Vergangenheit endgültig hinter sich lassen kann.
Doch die erste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten. Als er Aurora, wie vereinbart, aus einem abgelegenen Kloster abholt, lernt er eine ängstlich wirkende junge Frau kennen, die offenbar ihre ersten Schritte hinaus in die Welt wagt. Diese wird von der selbstbewussten Nonne Rebecca begleitet, die Toorop unmissverständlich klar macht, dass sie keinen Schritt von der Seite ihres Schützlings weichen wird und er, Toorop, die Frauen weder mit Fragen noch Kommentaren belästigen darf. Da Toorop ohnedies kein Interesse an seinen Schutzbefohlenen hat, fällt es ihm nicht schwer, dies zu akzeptieren.
Aber als das Trio in einer vor Menschen wimmelnden Stadt einen Zug besteigen will, warnt Aurora ihre Begleiter in letzter Sekunde vor einer gewaltigen Bombenexplosion. Kann die junge Frau die Zukunft vorhersehen? Warum versteht sie die Welt, obwohl sie sich zum ersten Mal außerhalb der Klostermauern bewegt? Warum wird das Trio von undurchsichtigen Gestalten beschattet und verfolgt, die nichts unversucht lassen, um Aurora in ihre Gewalt zu bringen? Wer hatte ein Interesse daran, das Kloster kurz nach Auroras Abreise zu zerstören? Und welcher Part fällt Rebecca in diesem undurchsichtigen Spiel zu? Per U-Boot und Schneemobil, zu Wasser, zu Lande und in der Luft fliehen Toorop, Aurora und Rebecca vor der unbekannten, tödlichen Gefahr und kommen ihrem Ziel immer näher. Doch die atemlose Flucht war bedeutungslos gegen das, was die drei Fremden, die inzwischen zur verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen sind, in New York erwartet: Aurora wird zum Streitobjekt rücksichtsloser, zu allem entschlossener Kontrahenten. Toorop, der sich emotional bislang stets aus allem raushielt, ergreift erstmals Partei für eine Seite - eine lebensgefährliche Entscheidung ...
Quelle: Concorde
| Darsteller: | Vin Diesel | als Toorop | |
|---|---|---|---|
| Mélanie Thierry | als Aurora | ||
| Michelle Yeoh | als Rebecca | ||
| Lambert Wilson | als Darquandier | ||
| Mark Strong | als Finn | ||
| Jérôme Le Banner | als Killa | ||
| Gérard Depardieu | als Gorsky | ||
| Charlotte Rampling | als Hohepriesterin | ||
| Joel Kirby | als Dr. Newton | ||
| Souleymane Dicko | als Jamal | ||
| David Belle | als Junger Hacker | ||
| Radek Bruna | als Karl | ||
| Regie: | Mathieu Kassovitz | ||
| Buch: | Mathieu Kassovitz | ||
| Eric Besnard | |||
| Musik: | Atli Örvarsson | ||
| Kamera: | Thierry Arbogast | ||
| Produzent: | Christophe Rossignon | ||
| Alain Goldman | |||
| Mathieu Kassovitz | |||
Babylon A. D. (Uncut Version) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts 5.1, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
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