Eine Zufallsbekanntschaft entwickelt sich für die scheue Krankenschwester Maria zum höllischen Trip in die Schattenwelt einer offenen Zweierbeziehung. Denn bei der orgiastischen Liebesnacht mit dem weder adretten noch sympathischen, dafür aber faszinierend-potenten Lothar kommt es zum Fauxpas. Das Kondom, das dem Augenblick höchster sexueller Erregung nicht mehr standhalten kann, zerplatzt und beschert eine ungewollte Schwangerschaft. Von schrecklichen Visionen und widernatürlichen Bauchkrämpfen gepeinigt, erkennt Maria zu spät, daß Lothars Samen die Inkarnation des Bösen transportiert. Doch als der Irrsinn sie endgültig zu übermannen droht, erwacht sie schweißgebadet aus ihrem Alptraum.
Der Absolvent der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen Ralf Huettner blieb nach "Der Fluch" dem Horror-Genre treu und fügte seinem Folgewerk eine erotische Komponente hinzu. Doch weder die harmlosen Sex-Szenen, die teuflische Perversionen ausdrücken sollen, noch die - selbst für eine Low-Budget-Produktion - unausgereiften Spezialeffekte können überzeugen. Die wirre, sprunghafte Geschichte läßt den Betrachter bis zum Ende im Ungewissen, präsentiert keine Lösungen. Auch der pomadig agierende Dominic Raake und die hölzern durchs Bild lahmende Natja Brunckhorst ("Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") trugen dazu bei, daß dieses deutsche Underground-Werk kein Videorenner wurde.