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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.11.2005
USA 2003
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16
Billy Bob Thornton
Tony Cox
Lauren Graham
Regie: Terry Zwigoff
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Wem nach hartgesottenen Kontrastprogramm zur traditionellen Weihnachtsunterhaltung zu Mute ist, der liegt mit der pechschwarz-profanen Satire von Kultregisseur Terry Zwigoff ("Crumb", "Ghost World") richtig. Billy Bob Thornton mimt einen alljährlich anderswo tätigen Kaufhaus-Weihnachtsmann, der dies in Zusammenarbeit mit seinem kleinwüchsigen Elfen-Partner als Tarnung benutzt, um so ungehindert die Geldschränke seiner Arbeitgeber leer zu räumen. Einer dieser Manager wird vom unlängst verstorbenen John Ritter verkörpert, dem der Film auch gewidmet ist.
Bereits innerhalb der ersten fünf Minuten vollbringt es Thorntons Figur Willie, im Off-Kommentar sein von Kindheit an verkorkstes Leben zu skizzieren, sich im Suff zu übergeben, sich vollzupinkeln und eine ganze Litanei von nicht allzu jugendfreien Schimpftiraden vom Stapel zu lassen. So ist es ein Wunder, dass es der dauerzugedröhnte und übellaunige Alkoholiker anschließend schafft, den vorgesehenen Safe zu knacken. Der Handlungsfaden wird ein Jahr später aufgegriffen, als sein ständig meckernder und zur Vernunft ratender Partner Marcus (die schwarze Ausgabe von Mini-Me: Tony Cox aus "Friday") ihn nach Phoenix beordert. Willie ist noch tiefer abgesackt und raucht, säuft und flucht, was das Zeug hält. Rücksichtslos pöbelt er kleine Kinder an, die ihm in seiner Funktion als Weihnachtsmann ihre Geschenkwünsche anvertrauen, und ruft mit seinem zügellosen Verhalten, das gelegentlichen Analsex mit Kundinnen in den Umkleidekabinen umfasst, das Misstrauen des puritanischen Kaufhausmanagers (Ritter in seiner letzten Filmrolle) hervor. Er beauftragt den Kaufhausdetektiv (Komiker Bernie Mac zieht seine gewohnte großartige Kulleraugen-Masche durch) ein Auge auf den Bad Santa zu werfen. Weitere Figuren umfassen eine junge Kneipenbedienung, die mit Willie ihren Santa-Sex-Fetisch mehrfach auslebt, und einen bis zur Schmerzgrenze naiven, übergewichtigen Achtjährigen , in dessen Haus sich Willie kurzerhand einnistet. Die senile Großmutter des Jungen hat dagegen nichts einzuwenden, womit man an dieser Stelle noch ein paar Alzheimer-Witze reißen kann. Zunächst nutzt Willie den Jungen brutal aus, doch letztlich - wohl um die gnadenlose Breitseite aus exzessiver Vulgarität mit einem positiven Aspekt zu entschärfen - bahnt sich zwischen ihm und dem ebenso bemitleidenswerten wie enervierenden Kid (der Verdacht drängt sich auf, dass Zwickoff hier persönliche Erfahrungen verarbeitet) eine Freundschaft an. Doch beim geplanten Coup kommt es zu unerwarteten Komplikationen.
Interessant ist die Soundtrack-Zusammenstellung dieses bereits im Vorfeld hieß diskutierten Films (angeblich zeigte sich Mutterfirma Disney nicht allzu begeistert von der Miramax-Produktion), die klassische Musik und bewährte Weihnachtslieder mischt und somit ein akkustisches Gegengewicht zum starken Tobak der von den "Cats & Dogs"-Drehbuchautoren verfassten Story bildet. Thornton erweist sich als Perfektbesetzung für den missmutigen Misanthropen, wie es sich die ausführenden Produzenten Joel und Ethan Coen wohl nicht besser hätten wünschen können. Dank der aggressiven Exzessivität wird sich allemal eine Kultnische für diese tabulose "Weihnachtskomödie" finden. ara.
Das hat Weihnachten nicht verdient: Willie T. Stokes (Billy Bob Thornton) ist der verdorbenste Weihnachtsmann, den man sich vorstellen kann. Dieser Santa säuft, flucht, kommt regelmäßig zu spät und beschimpft die Kinder, die sich auf seinen Schoß setzen. Doch damit nicht genug: Obendrein nutzt Willie seine alljährliche Anstellung als Kaufhaus-Weihnachtsmann zur Tarnung, um mit seinem Kompagnon Marcus (Tony Cox) am Heiligen Abend nach getaner Arbeit den Safe des Kaufhauses zu knacken. Böser Santa! Doch in diesem Jahr wird sich alles ändern - denn diesmal haben es die beiden nicht nur mit einem argwöhnischen Einkaufszentrum-Manager (John Ritter) und einem verschlagenen Kaufhausdetektiv (Bernie Mac) zu tun, sondern auch mit dem sexy Santa-Fan Sue (Lauren Graham) und einem unschuldigen Jungen (Brett Kelly), der einfach nicht aufhören will, an den Weihnachtsmann zu glauben. Mal sehen, vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder ...
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Billy Bob Thornton | als Willie T. Stokes | |
|---|---|---|---|
| Tony Cox | als Marcus | ||
| Lauren Graham | als Sue | ||
| Brett Kelly | als Das Kind | ||
| Lauren Tom | als Lois | ||
| Bernie Mac | als Gin | ||
| John Ritter | als Bob Chipeska | ||
| Ajay Naidu | als Inder | ||
| Alex Borstein | als Mutter mit Foto | ||
| Tom McGowan | als Harrison | ||
| Cloris Leachman | als Großmutter | ||
| Regie: | Terry Zwigoff | ||
| Buch: | Glenn Ficarra | ||
| John Requa | |||
| Musik: | David Kitay | ||
| Kamera: | Jamie Anderson | ||
| Produzent: | John Cameron | ||
| Sarah Aubrey | |||
| Bob Weinstein | |||
Bad Santa (Extended Version) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch
Tonformat: HiFi Stereo
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Arabisch, Hindi, Mandarin
Bildformat: 1:1,85/16:9
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