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Banksy - Exit Through the Gift Shop

Innovatives Regiedebüt des mysteriösen Graffitikünstlers Banksy, der den Spieß umdreht, als ein Mann auszieht, um einen Film über ihn zu drehen.


Banksy - Exit Through the Gift Shop

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Erhältlich seit:
25.02.2011

Originaltitel: Exit Through the Gift Shop

Dokumentarfilm/ Kunst

USA/Großbritannien 2010
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 6

Banksy

Regie: Banksy
Alamode Film

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Banksy - Exit Through the Gift Shop

Der Franzose Thierry Guetta betreibt einen Second-Hand-Laden. Seine ganze Freizeit verbringt er damit, den bedeutsamsten Streetart-Künstlern bei der Arbeit zuzusehen und sie auf seiner Videokamera aufzuzeichnen. Sein Ziel: ein Film über die Streetart-Szene. Schließlich nimmt er Kontakt mit dem geheimnisvollen Banksy auf, der schnell feststellt, dass Thierry das Zeug zum Filmemacher fehlt. Banksy selbst will den Film nun schneiden - und schlägt Thierry vor, es in der Zwischenzeit selbst als Künstler - Mr. Brainwash - zu versuchen.

Die vermeintliche Dokumentation über den britischen Streetart-Künstler Banksy ist ein hinreißend genussvolles Spiel mit Realität und Fiktion - ein Film voller wunderbarer Aufnahmen aus der Streetart-Szene, dann aber auch ein bitterböser Kommentar über den Kunstbetrieb. Und immer hat Banksy selbst die Nase vorn: Als Zuschauer ist man Komplize - und wird gleichzeitig vorgeführt, weil sich die Macher nie in die Karten schauen lassen, aber immer das richtige Trumpfass ziehen.

Banksy - Exit Through the Gift Shop

Heute Nacht gehören die Straßen uns: Streetart-Meister Banksy wendet sich mit seiner Form des subversiven Agitprop dem Medium Film zu - ein "F wie Fälschung" für die Generation Punk.

Ein vermummter Demonstrant nimmt Anlauf und wirft... einen Blumenstrauß. Ein schwer bewaffneter Militärpolizist muss sich mit dem Gesicht an eine Wand stellen... und wird von einem kleinen Mädchen abgetastet. Eine Friedenstaube erhebt sich in die Lüfte... und trägt eine kugelsichere Kevlarweste. Die Stencils des 1975 geborenen Streetart-Künstlers Banksy aus Bristol, eine durch die Graffitikultur gefilterte Weiterentwicklung der wütenden Punkgrafiken aus dem Umfeld der Band Crass, betrachten die einen als "Kunstterrorismus" ("Evening Standard"), andere wiederum finden die hochpolitischen Arbeiten des Mannes, der Gesicht und Identität penibel geheim hält und lieber Taten von London bis zur Westbank sprechen lässt, "witzig, subversiv und überaus produktiv". Damit lässt sich auch der erste Ausflug Banksys in die Welt des Films vortrefflich beschreiben, eine Dokumentation über die Welt der Sreetart, die so viele kunstvolle Pirouetten um sich selbst dreht, dass man schon während des Betrachtens nicht mehr weiß, was man nun glauben soll und was nicht. Banksy selbst beschrieb seinen Film "über einen Mann, der versucht hat, einen Film über mich zu drehen" (Pressetext) in einem Einspieler vor der Pressevorführung auf der Berlinale als "guten Film - wenn man niedrige Erwartungen hat" und verwies darauf, dass man ohne Skript und Plan gearbeitet habe, zumal erst zur Hälfte der Arbeit daran festgestellt wurde, dass man überhaupt einen Film mache. Gerade das (vermeintlich) Spontane, das Unerwartete verleiht "Exit Through the Gift Shop" seine ganz spezifische Qualität.

Anhand der Geschichte des Franzosen Thierry Guetta, der in Los Angeles einen erfolgreichen Second-Hand-Laden betreibt und über Jahre hinweg mit seiner allgegenwärtigen Videokamera den Größen der Streetart bei der Arbeit zusieht, wird die Geschichte einer verdeckt arbeitenden Subkultur aufgerollt, bis Guetta sich Banksy zuwendet. Als der ihn drängt, aus dem angesammelten Material einen Film mit dem Titel "Remote Control Life" zu schneiden, kommt der entscheidende Wendepunkt: Guettas Film ist unanschaubar, weshalb Banksy selbst sich der Aufgabe annimmt, während er Guetta losschickt, selbst eine Ausstellung in Los Angeles auf die Beine zu stellen. Die erweist sich trotz der erkennbaren Talentlosigkeit Guettas als Bombenerfolg, weil er zwar als schaffender Künstler wenig auf dem Kasten hat, dafür die Kunst der Promotion beherrscht wie kein Zweiter. Ein ätzender Kommentar zur Beliebigkeit des Kunstbetriebs. Und zugleich ein raffiniertes Ablenkungsmanöver, denn tatsächlich ist das Ergebnis eben nur an der Oberfläche ein Film über Guetta, sondern eben genau Banksys Statement zu Streetart, ihre Bedeutung, ihre Funktion, ihre Lust auf Revolution und Subversion. In einer frühen der vielen auf Video festgehalten Nachtszenen der Straßenkünstler bei der Arbeit sieht man, wie die Polizei einen Sprayer in flagranti überrascht, er aber doch in letzter Sekunde entwischen kann, weil er eben auch ein ausgezeichneter Traceur ist und wieselflink senkrechte wände hochklettern kann. Später gelingt es Banksy, mitten in Disneyland eine aufblasbare Puppe im Outfit eines Guantanamo-Häftlings aufzustellen und zu entwischen, bevor der Vergnügungspark mit Sicherheitsleuten wimmelt. Message understood: Die Kunst besteht eben darin, sich nicht erwischen zu lassen. Und dazu spielt Richard Hawleys "Tonight the Streets Are Ours". Schön. ts.

Banksy - Exit Through the Gift Shop

Banksy ist ein Phantom. Obwohl, (-oder gerade weil-), seine Kunst Fassaden und Mauern auf der ganzen Welt ziert, weiß niemand, wer hinter dem gefeierten Street Art Künstler eigentlich steckt. Bis sich ein verrückter Franzose und selbsternannter Dokumentarfilmer namens Thierry Guetta zum Ziel gesetzt hat, Banksy aufzuspüren. Was ihm durch gute Kontakte und ein bisschen Zufall sogar gelingt. Aber dann kommt alles anders als geplant: Banksy dreht den Spieß um und richtet die Kamera auf Guetta selbst. Der wiederum startet nun selbst eine überraschende Karriere als Künstler. Eine zündende, wahre (?) Geschichte über Kleinkriminalität, Freundschaft und Inkompetenz.

Quelle: Alamode

- LIFE REMOTE CONTROL - Der Film
- Deleted Scenes
- B-Movie - ein Film über Banksy
- A Star Is Born - MBW at Cans Festival

Quelle: Alamode

Darsteller:  Banksy  
 
Regie:  Banksy  
Musik:  Geoff Barrow  
Kamera:  Thierry Guetta  
  Eric Coleman  
  Jaimie D’Cruz  
  Jerry Henry  
  Karolyn Holbon  
  Melody Howse  
  Romain Lefebure  
  Todd Mazer  
  Andy Phipps  
Produzent:  Jaimie D’Cruz  

"Banksy"-Film auf DVD und Blu-ray

Neben der regulären DVD erscheint auch eine limitierte Sammleredition mit exklusiven Beilagen.

Die Limited Edition von "Exit Through The Gift Shop" kommt mit exklusiven Beilagen Großansicht

Die Limited Edition von "Exit Through The Gift Shop" kommt mit exklusiven Beilagen

Am 25. Februar, vier Monate nach Kinostart, bringt Alamode Film den gefeierten Dokumentarfilm "Banksy - Exit Through the Gift Shop" auf DVD und Blu-ray in den Handel. Neben der regulären DVD erscheint auch eine limitierte Sammleredition mit exklusiven Beilagen. Das innovative Regiedebüt des mysteriösen Street-Art-Künstlers aus Bristol gehört zu den 15 Titeln der Vorauswahl für die Oscar-Nominierungen in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.

"Exit Through the Gift Shop" erzählt die Geschichte des selbsternannten Dokumentarfilmers Thierry Guetta, der auszieht, um einen Film über Banksy zu drehen. Als dieser sich als unansehbar entpuppt, dreht die Street-Art-Ikone den Spieß um, und filmt den Mann, der ihn filmen wollte. Guetta startet derweil als "Mr. Brainwash" (MBW) seinerseits eine Künstler-Karriere - angesichts seiner offensichtlichen Talentlosigkeit mit überraschendem Erfolg.

Schon die DVD und Blu-ray stattet Alamode mit umfangreichen Extras aus. So ist "Life Remote Control - Der Film" und "B-Movie - Ein Film über Banksy" zu sehen. Deleted Scenes und das Feature "A Star is Born: MBW in Cannes" runden das Bonusmaterial ab. Die auf 5.000 Stück limitierte, nummerierte DVD-Sammleredition im Digipak enthält zusätzlich ein Booklet, Postkarten und Sticker.

 

Banksy - Exit Through the Gift Shop in der Fotoshow

 

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