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Batman Begins

Wiederbelebung des Fledermaus-Franchise mit Christopher Nolans eindrucksvollem Neustart.


Batman Begins

Leihvideo

Erhältlich seit:
14.10.2005

Action/ Abenteuer

USA 2005
Laufzeit: 134 Min.
FSK: ab 12

Christian Bale
Sir Michael Caine
Liam Neeson

Regie: Christopher Nolan
Warner Home Video Germany

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"Memento"-Regisseur Christopher Nolan hat ein namhaftes Star-Ensemble für sein spektakuläres Comic-Prequel verpflichtet.

Die süße Rachel - ein Fall für Batman (Foto: Warner) Großansicht

Die süße Rachel - ein Fall für Batman (Foto: Warner)

Mehr als 60 Jahre hat der maskierte Fledermausmann bereits auf dem Buckel und zeigt doch keine Alterserscheinungen. Jetzt verordnet "Memento"-Regisseur Christopher Nolan dem geflügelten Mythos für "Batman Begins" eine weitere Frischzellenkur und steckt Christian Bale ins Gummi-Outfit. Bale durchlebte zuletzt als "Der Maschinist" den ultimativen Gothik-Alptraum, ist deshalb bestens gerüstet für sein neuestes Kino-Abenteuer.

Der Industriellensohn Bruce Wayne muss nämlich die Ermordung seiner Eltern mit ansehen und geht daraufhin in Asien auf Sinn- und Mördersuche. Bei der Rückkehr in den Moloch Gotham enthüllt Wayne sein Alter Ego Batman, den furchtlosen Beschützer der Gequälten, Geknechteten und Ausgebeuteten...

Bruce Wayne verwandelt sich in den berühmten Fledermausmann (Foto: Warner) Großansicht

Bruce Wayne verwandelt sich in den berühmten Fledermausmann (Foto: Warner)

Treffen der Super-Stars

Nolan präsentiert einen beeindruckenden Blick zurück auf die Anfänge des Fledermaus-Retters, in dem sich neben Bale Hochkaräter wie Morgan Freeman ("Million Dollar Baby"), Liam Neeson ("Königreich der Himmel"), Michael Caine ("The Statement") und Jungstar Katie Holmes ("Nicht auflegen!") tummeln.

Sie fügen der ruhmreichen Geschichte des Superhelden ein weiteres, sensationelles und finales (?) Kapitel hinzu. Fantasy-Action, nicht nur für Comic-Fans.

Batman Begins

Endlich ist wieder Nacht. Acht Jahre nach der letzten Vorstellung von Joel Schumachers überproduziertem Actionzirkus ist der Schwarze Mann mit der gequälten Seele wieder zurück, um in Gotham City den Dreck von den Straßen zu fegen. Nicht alles ist wirklich neu in "Revenge Reloaded", aber dramatisch erzählt, eindrucksvoll visualisiert und mit der richtigen Dosis von Psychologie und Action ohne die Monotonie vergleichbarer Blockbuster inszeniert. Damit ist der Grundstein gelegt, dass die bisher verhaltene Resonanz deutscher Kinogänger (Tim Burtons Franchise-Ouvertüre ist mit 1,8 Millionen Zuschauern Champion), von neuer Euphorie abgelöst wird.

Mit "Batman Begins" vollendet Christopher Nolan seinen Aufstieg vom Indie-Geheimtipp ("Memento") zum Studioregisseur ("Insomnia - Schlaflos") und Big-Budget-Impressario, dem man auch die Wiederbelebung einer zu Grunde gerichteten Eventreihe anvertrauen kann. Auch wenn Nolan in den letzten Akten das Actionorchester voll besetzt und laut spielen lässt, korrigiert er viele der zuletzt begangenen Franchise-Fehler. Der Ton ist dramatisch, nie exzentrisch oder cartoonesk, die Bat-Bad-Guys sind wichtige Räder im Plotgetriebe, nicht aber Motoren, der Zwang zu absurden Onelinern ist ausgetrieben und von oft knackiger Rhetorik ersetzt, die visuelle Problemlösung ist häufig pragmatisch, womit digitale Ruckeloptik in den Bewegungen von Figuren oder Vehikeln kaum beobachtet wird. Darstellerische Souveränität garantiert die VIP-Veteranenbesetzung um Michael Caine (Butler Alfred), Morgan Freeman (Batmans Toymaker und Neo-Q) und Gary Oldman (Detective Gordon). Hinzu kommen Liam Neeson in einer seiner vielen Mentorrollen, eine engagierte Katie Holmes ("Dawsons' Creek") als Bruce Waynes zur Staatsanwältin gereifte Jugendfreundin sowie das irische Blauauge Cillian Murphy als dämonischer Psychiater Dr. Crane. Über all dieser Prominenz thront Christian Bale als Fürst der Finsternis - lässig als Partylöwe, intensiv als zornigster und damit bester Batman in der Fledermausgeschichte.

Das Drehbuch nimmt sich 50 Minuten Zeit, um eine Tour in Waynes Biografie und Seele zu unternehmen. Als Kind stürzt er in einen Brunnen, wird von Tausenden Fledermäusen, vor allem aber von der Ermordung seiner Eltern traumatisiert. Jahre später hat er das Verbrechen aus der Täterperspektive studiert, erregt im Knast in Bhutan das Interesse von Henri Ducard, wird von ihm zu einer furchtlosen Waffe geschmiedet, bis er sich gegen Ducards Boss und dessen Organisation wendet, die die Metropolen der Erde in Schutt und Asche legen will, um eine bessere, vom Schmutz befreite Welt zu errichten.

Nach dieser langen Exposition und einigen kurzen Kampfszenen kehrt Wayne nach Gotham zurück, taucht als Batman mit Blitz-Bewegungen spukartig auf, diszipliniert das Böse ökonomisch und effektiv. Nolan bleibt in den Fights immer nah am Mann, zieht selten das Bild auf, hat aber ein Auge für heroisches Posing, wie es zu diesem Comic unbedingt gehört. Katzenhaft kauert Bales Batman auf Balken, thront in einem von mehreren grandiosen Moneyshots vor der Silhouette Gothams. Wenig in Nolans Inszenierung ist opernhaft, sichtbar realitätsverhaftet ist sein Ansatz. So entstammen Batmans Outfit, sein Heldenspielzeug und sein panzerartiges Batmobil, das aussieht, als hätte der Mond-Buggy der NASA mit dem Stealth-Bomber der Air Force eine Liaison gehabt, der militärischen Forschung. Nolans Gotham ist ein Blick in die nahe Zukunft, in der die Kluft zwischen Armut und Reichtum noch größer wird und sich auch im Städtebild noch stärker manifestiert. Die zweite Hälfte des Films ist mit einer Autoverfolgungsjagd und der finalen Konfrontation auf einer Magnetbahn deutlich actionorientierter als die erste - was sich auch im Soundtrack spiegelt, den zunächst die Subtilität James Newton Howards, schließlich die Überwältigungsakustik von Hans Zimmer dominiert. Am Ende wird die Saat für die nächste Folge gesät, auf die man sich nach diesem Einstand freuen darf. Hier wird sich die Zukunft des Franchise zeigen, wenn man ohne das Fundament einer dramatischen Einführung und ohne den Actionbombast der Vergangenheit die Vollbeschäftigung Batmans erreichen muss. kob.

Darsteller:  Christian Bale   als Bruce Wayne/Batman
  Sir Michael Caine   als Alfred
  Liam Neeson   als Henri Ducard
  Katie Holmes   als Rachel Dawes
  Gary Oldman   als Jim Gordon
  Cillian Murphy   als Dr. Jonathan Crane
  Tom Wilkinson   als Carmine Falcone
  Rutger Hauer   als Mr. Earle
  Ken Watanabe   als Ra's Al Ghul
  Mark Boone jr.   als Flass
  Linus Roache   als Thomas Wayne
  Morgan Freeman   als Lucius Fox
  Larry Holden   als Finch
  Gerard Murphy   als Judge Faden
  Colin McFarlane   als Loeb
  Sara Stewart   als Martha Wayne
  Gus Lewis   als Bruce Wayne (age 8)
  Richard Brake   als Joe Chill
  Rade Serbedzija   als Obdachloser
  Emma Lockhart   als Rachel Dawes (age 8)
  Christine Adams   als Jessica
  Catherine Porter   als Blonde Reporterin
  John Nolan   als Fredericks
  Karen David   als Gerichtsreporterin
  Jonathan D. Ellis   als Gerichtsreporter
  Tamer Hassan   als Fadens Chauffeur
 
Regie:  Christopher Nolan  
Buch:  David S. Goyer  
  Christopher Nolan  
Musik:  Hans Zimmer  
  James Newton Howard  
Kamera:  Wally Pfister  
Produzent:  Emma Thomas  
  Charles Roven  
  Larry Franco  

Harrison Ford plant "Blade Runner"-Rückkehr

Ohne Original-Deckard macht die Replikantenhatz nur halb so viel Spaß…

Kehrt Harrison Ford doch als Rick Deckard im neuen "Blade Runner" zurück? (Foto: Warner) Großansicht

Kehrt Harrison Ford doch als Rick Deckard im neuen "Blade Runner" zurück? (Foto: Warner)

Harrison Ford IST "Der Blade Runner": Wie er den grübelnden Replikantenjäger Rick Deckard im genial designten Moloch von Los Angeles spielte, war eine schauspielerische Glanzleistung, die viel zum Kultstatus von Ridley Scotts dystopischem SciFi-Epos von 1982 beitrug.

Seit nun Filmriese Warner einen neuen "Blade Runner"-Film unter der Ägide von Orginal-Regisseur Scott angekündigt hat, gibt es daher ein großes Hin und Her um den beliebten Ex-Hauptdarsteller. Produzent Andrew Kosove hatte zuletzt noch verkündet:

"Ich kann zwar nicht für den Regisseur Ridley Scott sprechen, aber wenn sie mich fragen, ob der neue Film irgendetwas mit Harrison Ford zu tun haben wird, dann lautet die Antwort 'Nein!'. Es wird eine komplette Neufassung und das heißt, dass alles neu eingestielt wird, inklusive der Schauspieler."

Fortsetzung statt Remake

Doch nun will die Website "Twitch" erfahren haben, dass Harrison Ford Verhandlungen für den neuen "Blade Runner" aufgenommen hat. Interessanterweise ist dabei aber nicht mehr von einem Reboot im Stil von "Batman Begins" die Rede, sondern von einer direkten Fortsetzung, also "Blade Runner 2". Dementsprechend heißt es: "Wir haben es hier nicht mit einer Neuverfilmung zu tun, sondern mit einem Film, der direkt an das Original anknüpft."

Das recht offene Ende des ersten Films ließe jedenfalls zahllose Möglichkeiten für ein Weiterspinnen der Handlungsfäden zu, insbesondere die Fassung des Director's Cut: Gerade die Frage nach der Identität der Replikanten ergäbe bei einer Rückkehr von Harrison Ford eine spannende Fortsetzung - was die meisten Fans vermutlich eher begeistern könnte, als ein Update mit jungen Darstellern eines Films, an dem eigentlich nichts zu verbessern ist…

UPDATE:Andrew Kosove hat die Meldung dementiert: "Es ist schlicht falsch, dass es zur Debatte steht, ob Harrison Ford in "Blade Runner" mitspielt. Was wir im Moment mit Ridley Scott versuchen, ist den mühsamen Prozess durchzuziehen, an dessen Ende eine grobe Storyline steht, dann herauszufinden, in welche Richtung der Film zielen soll und schließlich einen Drehbuchautor zu finden, der das umsetzt."

Heißt im Klartext: Wir planen nicht mit Harrison Ford, weil es momentan schlicht noch viel zu früh dafür wäre, da wir selbst nocht nicht wissen, wohin die Reise genau geht.

Ganz raus ist Harrison Ford daher nicht - zumindest jetzt noch nicht...

 

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