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Batman Forever

Im dritten und bis dato effektvollsten Abenteuer der Fledermaus-Saga nimmt Neu-"Batman" Val Kilmer unter Regie von Joel Schumacher ("Falling Down") den Kampf gegen den Riddler (Jim Carrey) und Two-Face (Tommy Lee Jones) auf.


Batman Forever

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Erhältlich seit:
03.07.2009

Fantasy/ Action

USA 1995
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Val Kilmer
Tommy Lee Jones
Jim Carrey

Regie: Joel Schumacher
Warner Home Video Germany

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Batman Forever

Der Rächer im Fledermaus-Cape sieht sich in seinem jüngsten Leinwandabenteuer gleich zwei übermächtigen Gegner gegenüber: dem schizophrenen Harvey Two-Face und dem sardonischen Riddler. Das Duo will die Weltherrschaft erlangen - und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Aber Batman alias Multimillionär Bruce Wayne kämpft nicht allein gegen die Mächte des Bösen: Diesmal wird er vom hitzköpfigen Robin und der verführerischen Psychologin Dr. Meridian unterstützt.

Joel Schumacher ist das Kunststück gelungen, mit der dritten Version des Batman-Stoffes beide Vorgänger zu übertreffen. Ging es Burton ("Ed Wood") in seinen "Batman"-Filmen noch um eine opernhafte Inszenierung, eindrucksvolle Schauwerte und eine psychologische Vertiefung der Comic-Charaktere, so ist Schumachers "Batman" farbenprächtiges, aufregendes und verblüffendes Hollywood-Kino der besten Art. Eine zweistündige Action-tour de force, die wie eine Bombe einschlagen wird.

Batman Forever

Obwohl Tim Burton mit "Batman" und "Batmans Rückkehr" kommerziell sehr erfolgreich war, wollte Warner Bros. nicht ein weiteres Mal auf die bizarren, düster-sinistren Off-Beat- Fantasien des Ausnahmeregisseurs vertrauen. Für die Verwirklichung des neuen Mainstream- Konzepts von "Batman Forever" holte das Studio Joel Schumacher an Bord, dessen Filmpalette stilistisch wie thematisch breit gefächert ist. Der Regisseur von "Der Klient", "Flatliners" und "Falling Down" hat die wenig neidenswerte Herausforderung bemerkenswert gut gemeistert. Seine "Batman"-Version ist tatsächlich für das breite Publikum angelegt. Das ist legitim. Denn seit Bob Kane den "Dark Knight" 1939 erfunden hat, war er immer ein Objekt für Variationen und Interpretationen. Die psychologischen Merkmale von Schumachers Batman sind der von Burton allerdings sehr ähnlich. Er wird immer noch bestimmt durch seine Einsamkeit, seinen aggressiven Gerechtigkeitssinn und seine maskenhafte Dualität. Neu ist vor allem der Darsteller: Nicht mehr Michael Keaton sondern Val Kilmer ("The Doors") sorgt diesmal in Gotham für Recht und Ordnung. Neu sind das Dekor und die Accessoires: das Fledermaus- Outfit, das Batmobil, sogar die Bat-Höhle - alles ist modischer und dynamischer gestylt. Neu ist, daß Batman diesmal gleich zwei gleichwertige Gegenspieler hat: die Cartoon-Ausgabe von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde", Two-Face (Tommy Lee Jones), und den Riddler (Jim Carrey), einen genialen, aber völlig durchgeknallten Wissenschaftler. Neu ist auch, daß (endlich) Robin (Chris O'Donnell) eingeführt wird und zum Finale an Batmans Seite kämpfen darf. Als erotischer Sidekick fungiert diesmal die Kriminalpsychologin Dr. Meridian Chase (Nicole Kidman). Die Einführung dieser Figuren nimmt viel Zeit in Anspruch, ohne daß sich dabei eine Handlungsstruktur herauskristallisieren würde, was dem Film allerdings eher zu Gute kommt: Denn genau diese virtuos montierten Auftritte eskalieren schnell zu einer visuellen Achterbahnfahrt mit phänomenaler Sogwirkung. Farben, Sound, Perspektiven, Bildschnitt, alles fügt sich nach dem Motto "Mehr ist mehr" zu einer furiosen Comic-Pop-Oper zusammen. Neben den Stars - von denen Jim Carrey der große Abräumer ist und selbst Batman auf die Plätze verweist - ist der raffinierte Look die eigentliche Attraktion des Films. Produktionsdesignerin Barbara Ling ("Falling Down") hat dafür über 60 Sets gestaltet. Ihr Gotham City ist eine exzentrische Mischung aus Art Deco, russischem Konstruktivismus und europäischem Postmodernismus. Gedreht wurde außerdem an Originalschauplätzen in New York und Los Angeles. Und so kann es sein, daß in einer Szene das Batmobil die Wall Street hinunterdonnert, um auf Wolkenkratzer-Niveau über eine computergesteuerte Brücke zurückzukehren. Schumacher ist es perfekt gelungen, Realfilmsequenzen und Tricktechnik miteinander zu verschmelzen. John Dykstra ("Krieg der Sterne") steuerte dafür über 200 Spezialeffekte bei. "Batman Forever" ist ein lupenreines High-Tech-Fantasy-Märchen des MTV-Zeitalters geworden. Trotz aller Stilisierung vergißt Schumacher aber nicht, der Batman-Mythologie gerecht zu werden, so daß die Comic-Fans voll auf ihre Kosten kommen. Die Chancen stehen gut, daß "Batman Forever" durch seinen zeitgemäßen Zuschnitt und nicht zuletzt auch wegen Superstar Jim Carrey hierzulande der erfolgreichste "Batman"-Film werden könnte. ull.

Darsteller:  Val Kilmer  
  Tommy Lee Jones  
  Jim Carrey  
  Nicole Kidman  
  Chris O'Donnell  
  Michael Gough  
  Pat Hingle  
  Drew Barrymore  
  Debi Mazar  
  Ed Begley Jr.  
 
Regie:  Joel Schumacher  
Buch:  Lee Batchler  
  Janet Scott Batchler  
  Akiva Goldsman  
Musik:  Elliot Goldenthal  
Kamera:  Stephen Goldblatt  
Produzent:  Tim Burton  
  Peter MacGregor-Scott  

"Batman 3" ist fix und startet am 20.7.2012

Während die Fans schon über mögliche neue Gegner für Batman und deren Darsteller spekulierten, dachte der Regisseur ans Aufhören.

Was Christian Bale alias Batman im dritten Film erlebt, weiß zwar noch keiner - dafür aber zumindest das Wann! (Foto: Warner) Großansicht

Was Christian Bale alias Batman im dritten Film erlebt, weiß zwar noch keiner - dafür aber zumindest das Wann! (Foto: Warner)

Was Christopher Nolan mit dem Comic-Helden Batman im Kino anstellte, ist einzigartig: Nach den viel gescholtenen beiden letzten Filmen von Joel Schumacher legte er mit "Batman Begins" und "The Dark Knight" einen sensationellen Neustart hin, voll genial inszenierter Action aber vor allem mit realistischen, glaubwürdigen Figuren und großen dramatischen Qualitäten.

Klar, dass sich die Fans auf eine ganze Reihe neuer Filme um den Dunklen Rächer freuten. Doch nach dem Tod von Joker-Darsteller Heath Ledger war Christopher Nolan so geschockt, dass er sich außerstande sah, den nächsten Batman-Dreh in Angriff zu nehmen. Daher meinte Sir Michael Caine alias Butler Alfred kürzlich auch noch: "Ich glaube nicht, dass es einen weiteren Batman-Film geben wird. Falls doch, werde ich dabei sein, aber das wird nicht in der näheren Zukunft geschehen!"

Johnny Depp als Riddler neuer Batman-Gegner?

Zumindest mit Ersterem lag Caine aber daneben: Filmriese Warner hat soeben verkündet, dass "Batman 3" am 20. Juli 2012 ins Kino kommt, als "normale" und als IMAX-Fassung. Recht hatte der Alfred-Darsteller aber offensichtlich damit, dass bei den Fans Geduld gefragt ist.

Grund für die Ankündigung dürfte Christopher Nolans SciFi-Thriller "Inception" sein. Das Projekt, mit dem sich der Regisseur erstmal von Thema Batman ablenken wollte, kommt am 29. Juli ins Kino und Nolan will in den nächsten Wochen ordentlich die Werbetrommel dafür rühren. Dass er bei Interviews und PR-Auftritten natürlich nach "Batman 3" gefragt werden wird, ist allen Beteiligten klar. Nun hat Nolan zumindest schon mal eine Antwort auf die Frage parat, ob es denn überhaupt weiter geht mit dem Dunklen Rächer.

Völlig im Dunkeln liegt jedoch die Story des dritten Batman-Films. Die meisten Spekulationen gibt es um ein Auftreten des Riddlers in Gestalt von Johnny Depp. Doch obwohl der Superstar sogar schon öffentlich Interesse an der Rolle signalisiert hat, ist das Ganze lediglich ein Gerücht, das vor allem auf den Vorlieben der Fans für diesen Batman-Gegner basiert. Aber auch Mr. Freeze, der Pinguin oder gar Catwoman sollen als Highlights von "Batman 3" im Gespräch sein.

Mit der offiziellen Ankündigung des Kinostarts von "Batman 3" ist nun zumindest klar, wann das Rätselraten spätestens ein Ende hat ...

 

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