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Batman & Robin

Im vierten "Batman"-Abenteuer erhält "E.R."-Arzt George Clooney das Cape und Arnold Schwarzenegger zum Gegner.


Batman & Robin

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Erhältlich seit:
03.07.2009

Fantasy/ Action

USA 1997
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12

Arnold Schwarzenegger
George Clooney
Chris O'Donnell

Regie: Joel Schumacher
Warner Home Video Germany

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Batman & Robin

Turbulenzen in Gotham City und im Hause Wayne. Zwei neue Superverbrecher, der rachsüchtige Wissenschaftler Mr. Freeze und die giftige Ökoamazone Poison Ivy, haben den Ring betreten. Außerdem macht sich Nachwuchs in der Batcave breit: Barbara Wilson, Alfreds liebe Nichte, begehrt mit Vehemenz Einlaß und ihre umgehende Beförderung zum Batgirl. Als Mr. Freeze auf Anraten von Ivy damit beginnt, die komplette Stadt einzufrieren, sind Eile und Teamwork geboten.

Alle Jahre wieder kommt passend mit dem Winter auch der neue Batman ins Regal. Zum zweiten Mal führt Joel Schumacher ("Falling Down") das Regiezepter und entledigt den Helden weiter unverdrossen aller Burtonschen Schwermütigkeit. George Clooney macht im Cape eine ebenso gute Figur wie Alicia Silverstone als Batgirl, und mit Arnolds Verpflichtung als Bösewicht war man gut beraten, wie die diesmal auch hierzulande respektablen Besucherzahlen beweisen. Hochglanzaction mit Megastars.

Batman & Robin

Time to kick some ice: Das vierte "Batman"-Filmabenteuer "Batman & Robin" schließt nahtlos an den Vorgänger "Batman Forever" an. Abermals von Joel Schumacher auf stromlinienförmigen Comic-Hochglanz poliert, präsentiert sich dieses kakophonische 85-Mio.-Dollar-Spektakel als farbenfroher und in seiner Atemlosigkeit doch auch seelenloser Blockbuster-Lolli, dessen marktgerechte Konzeption mehr Anlaß zur Bewunderung gibt als der eigentliche Film. Der ist sichtlich damit zufrieden, dem neuen "Batman" George Clooney als vergnügliche Aneinanderreihung von Onelinern eine poppige Kulisse für dessen entspanntes Auftreten zu bieten und mit Arnold Schwarzenegger einen Bösewicht vorzustellen, mit dem endlich auch der europäische Markt zu knacken sein sollte.

Tatsächlich könnte sich dieser Mr. Freeze als Schlüssel zum weltweiten Erfolg von "Batman & Robin" erweisen. Denn obwohl das 180-Mio.-Dollar-US-Einspiel von "Batman Forever" (mit dem damals besten Wochenendeinspiel aller Zeiten) vor zwei Jahren als hervorragende Referenz diente, fanden sich beim Kinoeinsatz in Deutschland gerade einmal 1,3 Mio. Fans ein, um der Wandlung des damals von Val Kilmer gespielten Caped Crusaders vom gequälten Helden der ersten Tim-Burton-Filme zur Mainstream-tauglichen Hero-Fledermaus beizuwohnen. Arnold Schwarzenegger fällt als Parade-Bösewicht-Nachfolger von Jim Carrey die mit 25 Mio. Dollar großzügig entlohnte Aufgabe zu, Warners Multimillionen-Franchise in Übersee auf den rechten Kurs zu bringen.

Gewandet im protzigen Weltraumanzug und angetan mit silbern angesprühter Glatze schleudert die Grazer Eiche als Gefrierfach-Terrorist gewinnbringend gleichermaßen eisige Bonmots ("That's cool!") und Kältestrahlen um sich, die Gotham City auf die selbe Temperatur bringen sollen wie sein gebrochenes Herz. Ein Fall für Batman, den Schumacher zudem mit Sorgen über den Gesundheitszustand seines Butlers Alfred, die wahren Absichten von dessen Nichte Barbara (Alicia Silverstone darf als Babyspeck-Batgirl die Herzen der Jugendlichen höher schlagen lassen), Rivalität mit dem flüggen Robin und dem Liebesdrängen seiner Freundin (Supermodel Elle Macpherson in einer undankbaren Nebenrolle) derart überbeschäftigt, daß ihm gar keine Zeit mehr bleibt, die gewohnten düsteren Gedanken vor sich herzuschieben. George Clooney widmet sich der Starrolle mit einem selbstironischen Augenzwinkern: So lässig wachte noch keine Film-Feldermaus über die Geschicke von Gotham City. Am nachdrücklichsten drückt allerdings Uma Thurman "Batman & Robin" ihren Stempel auf: Ihre herrlich trashige Öko-Aktivistin Poison Ivy ist eine wunderbar laszive Kreation. Wenn sie im Akkord tödliche Küsse verteilt, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß in dieser durch und durch artifiziellen Filmmaschine doch ein Funke Leben existiert - genug jedenfalls, um Batman, Robin und womöglich auch die Altersfreigabe ab sechs Jahren in Gefahr zu bringen.

Waberte noch ein letzter Hauch des perversen Genies von Tim Burton durch "Batman Forever", so ist es Joel Schumacher jetzt gelungen, alle Erinnerungen an dessen abartige Visionen und psychologische Ticks zu tilgen. Diese gigantomanisch überlebensgroße Dayglo-Vorstellung von "Batman" steht dem albernen B-Movie-Klamauk des Camp-Klassikers "Batman hält die Welt in Atem" arg nahe. Wie immer ist eine Handlung im eigentlichen Sinn nicht auszumachen. Daß dies aber erstmals schmerzhaft auffällt, können weder die irgendwo zwischen russischem Konstruktivismus und Art Deco in buntem Kuddelmuddel angesiedelten Dekors, noch die ins Groteske übersteigerte Action - Motorradrennen, Eishockey-Matches und endlose Explosionskaskaden - wirklich übertünchen. Letztlich spielt das keine Rolle: Dieses Paket ist so appetitanregend geschnürt, daß es egal ist, was drinnen steckt. "Batman & Robin" ist ein großer Schritt für die Verpackung, aber nur ein kleiner für den Filmfreund - also gerade richtig für einen Triumph an den Kinokassen. ts.

Darsteller:  Arnold Schwarzenegger   als Dr. Victor Fries / Mr. Freeze
  George Clooney   als Bruce Wayne / Batman
  Chris O'Donnell   als Dick Grayson / Robin
  Uma Thurman   als Dr. Pamela Isley / Poison Ivy
  Alicia Silverstone   als Barbara Wilson / Batgirl
  Michael Gough   als Alfred Pennyworth
  Pat Hingle   als Commissioner Gordon
  John Glover   als Dr. Jason Woods
  Elle MacPherson   als Julie Madison
  Vivica A. Fox   als Ms. B. Haven
  Vendela K. Thommessen   als Nora Fries
  Elizabeth Sanders   als Gossip Gerty
  Jeep Swenson   als Bane
 
Regie:  Joel Schumacher  
Buch:  Akiva Goldsman  
Musik:  Elliot Goldenthal  
Kamera:  Stephen Goldblatt  
Produzent:  Peter MacGregor-Scott  

"Batman 3" ist fix und startet am 20.7.2012

Während die Fans schon über mögliche neue Gegner für Batman und deren Darsteller spekulierten, dachte der Regisseur ans Aufhören.

Was Christian Bale alias Batman im dritten Film erlebt, weiß zwar noch keiner - dafür aber zumindest das Wann! (Foto: Warner) Großansicht

Was Christian Bale alias Batman im dritten Film erlebt, weiß zwar noch keiner - dafür aber zumindest das Wann! (Foto: Warner)

Was Christopher Nolan mit dem Comic-Helden Batman im Kino anstellte, ist einzigartig: Nach den viel gescholtenen beiden letzten Filmen von Joel Schumacher legte er mit "Batman Begins" und "The Dark Knight" einen sensationellen Neustart hin, voll genial inszenierter Action aber vor allem mit realistischen, glaubwürdigen Figuren und großen dramatischen Qualitäten.

Klar, dass sich die Fans auf eine ganze Reihe neuer Filme um den Dunklen Rächer freuten. Doch nach dem Tod von Joker-Darsteller Heath Ledger war Christopher Nolan so geschockt, dass er sich außerstande sah, den nächsten Batman-Dreh in Angriff zu nehmen. Daher meinte Sir Michael Caine alias Butler Alfred kürzlich auch noch: "Ich glaube nicht, dass es einen weiteren Batman-Film geben wird. Falls doch, werde ich dabei sein, aber das wird nicht in der näheren Zukunft geschehen!"

Johnny Depp als Riddler neuer Batman-Gegner?

Zumindest mit Ersterem lag Caine aber daneben: Filmriese Warner hat soeben verkündet, dass "Batman 3" am 20. Juli 2012 ins Kino kommt, als "normale" und als IMAX-Fassung. Recht hatte der Alfred-Darsteller aber offensichtlich damit, dass bei den Fans Geduld gefragt ist.

Grund für die Ankündigung dürfte Christopher Nolans SciFi-Thriller "Inception" sein. Das Projekt, mit dem sich der Regisseur erstmal von Thema Batman ablenken wollte, kommt am 29. Juli ins Kino und Nolan will in den nächsten Wochen ordentlich die Werbetrommel dafür rühren. Dass er bei Interviews und PR-Auftritten natürlich nach "Batman 3" gefragt werden wird, ist allen Beteiligten klar. Nun hat Nolan zumindest schon mal eine Antwort auf die Frage parat, ob es denn überhaupt weiter geht mit dem Dunklen Rächer.

Völlig im Dunkeln liegt jedoch die Story des dritten Batman-Films. Die meisten Spekulationen gibt es um ein Auftreten des Riddlers in Gestalt von Johnny Depp. Doch obwohl der Superstar sogar schon öffentlich Interesse an der Rolle signalisiert hat, ist das Ganze lediglich ein Gerücht, das vor allem auf den Vorlieben der Fans für diesen Batman-Gegner basiert. Aber auch Mr. Freeze, der Pinguin oder gar Catwoman sollen als Highlights von "Batman 3" im Gespräch sein.

Mit der offiziellen Ankündigung des Kinostarts von "Batman 3" ist nun zumindest klar, wann das Rätselraten spätestens ein Ende hat ...

 

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