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Beate Uhse - Das Recht auf Liebe

TV-Biopic über die legendäre Erotikunternehmerin.


Beate Uhse - Das Recht auf Liebe

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Erhältlich seit:
10.10.2011

Drama/ Biographie

Deutschland 2011
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12

Franka Potente
Ray Fearon
Hans-Werner Meyer

Regie: Hansjörg Thurn
Ascot Elite Home Entertainment

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Beate Uhse - Das Recht auf Liebe

Das ZDF setzt Beate Uhse ein vor allem darstellerisch sehenswertes filmisches Denkmal und zeigt die Erotika-Händlerin von einer ganz anderen Seite.

Mit dem Namen Beate Uhse verbinden die Deutschen zweierlei: Sex und Geld. Dank ihres untrüglichen Geschäftssinns erkannte die Witwe und passionierte Pilotin nach dem Krieg, dass vor allem Frauen großen Nachholbedarf in Sachen Aufklärung hatten. Ihre entsprechende Broschüre "Schrift X" wurde ein Bestseller. Innerhalb weniger Jahre baute sie eine florierende Firma auf.

Der 111 Minuten lange Film "Beate Uhse", der Titelzusatz "Das Recht auf Liebe" deutet es an, stellt seine Heldin in etwas anderem Licht dar: Im Drehbuch von Timo Berndt wird die clevere Kauffrau zur Streiterin für die Wonnen der körperlichen Liebe. Das war Uhse sicher auch, doch Berndt unterstellt ihr darüber hinaus einen fast missionarischen Eifer. Für die kaufmännische Seite steht vor allem ihr Mann (Hans-Werner Meyer), der Uhse später mit dem Kindermädchen (Rike Schmid) betrügt. Dass die ehrgeizige Unternehmerin auch Pornografie produziert hat, wird kurzerhand unterschlagen. Immerhin verhindert die bodenständige Verkörperung durch Franka Potente, dass die Erotika-Händlerin vollends zur Mutter Teresa des Ehebetts wird.

Zweites Manko ist das Misstrauen in die Stärke des Stoffs: Die Hauptfigur erzählt ihr Leben in mehreren Rückblenden. Auf diese Weise wirkt die Handlung zwar weniger sprunghaft, weil der Film zwischendurch immer wieder in die "Gegenwart" der frühen Siebziger zurückkehrt; daher ist diese Struktur auch legitim. Aber dann hätten die Rückblenden harmonischer in die Rahmenhandlung integriert sein müssen; oder umgekehrt (Regie: Hansjörg Thurn). Unglücklich ist zudem die Wahl des Zuhörers: Der Brite Ray Fearon bleibt als Uhses späterer Ehemann völlig farblos.

Trotzdem ist der Film fesselnd, weil er natürlich viel über das prüde Klima der jungen Bundesrepublik erzählt. Und weil neben Potente zwei Großmeister der Schauspielkunst am Werk sind: hier Sylvester Groth als Staatsanwalt, ein Kämpfer für Anstand und Moral, der Uhse ein ums andere mit dem Unzuchtparagrafen 184 das Leben schwer macht; dort Henry Hübchen als mit allen Wassern gewaschener Justitiar der Firma, der immer wieder Auswege findet. Wäre "Beate Uhse" ein Kinofilm, die beiden allein wären das Eintrittsgeld wert. Dass dem Staatsanwalt ein Sexproblem angedichtet wird, weshalb er umso gnadenloser gegen die Fleischeslust zu Felde zieht, ist zwar ein etwas billiger dramaturgischer Kniff, aber erfahrungsgemäß nicht aus der Luft gegriffen. tpg.

Darsteller:  Franka Potente   als Beate Uhse verh. Rotermund
  Ray Fearon   als Jeff
  Hans-Werner Meyer   als Ewe Rotermund
  Henry Hübchen   als Georg Tauber
  Sylvester Groth   als Martin Volke
  Josefine Preuß   als Susanne Teufer
  Rike Schmid   als Helga
  Bert Tischendorf   als Dr. Rath
  Miguel Herz-Kestranek   als Wilhelm Teufer
  Mariella Ahrens   als Viola Volke
  Siegfried Rauch   als Richter Hartmann
  Luka Andres   als Klaus
 
Regie:  Hansjörg Thurn  
Buch:  Timo Berndt  
Musik:  Ulrich Reuter  
Kamera:  Markus Hausen  
Produzent:  Ica Souvignier  
  Michael Souvignier  
 

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