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Befreite Zone

Bissige Satire auf den Aufschwung Ost am Beispiel des chaotischen Beziehungslebens der Bürger einer brandenburgischen Kleinstadt.


Befreite Zone

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.01.2006

Komödie/ Satire

Deutschland 2003
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Johanna Klante
Florian Lukas
Annett Renneberg

Regie: Norbert Baumgarten
epiX Media AG

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Bissige Satire über den Aufschwung Ost am Beispiel des chaotischen Beziehungslebens der Bürger einer brandenburgischen Kleinstadt.

Fußball ist sein Leben (Foto: Salzgeber) Großansicht

Fußball ist sein Leben (Foto: Salzgeber)

Die Bürger der brandenburgischen Kleinstadt Sässlen erleben auf ihre Art den Aufschwung Ost: Das Paar Micha (Florian Lukas) und Sylvia (Johanna Klante) träumt von Kindern, Auto und dem eigenen Heim.

Trotzdem haben beide Affären. Sylvias Lover Ade (Michael Ojake) ist schwarz und Star des lokalen Fußballvereins, für den Sylvias Vater Fanartikel verkauft. Dessen Frau wiederum schläft mit dem Direktor der Schule.

Und dann wäre da noch Michas Vater, Präsident des Fußballvereins, den seine eigenen Vorstellungen vom wirtschaftlichen Aufschwung vor Gericht bringen.

Micha hat Probleme mit den Frauen (Foto: Salzgeber) Großansicht

Micha hat Probleme mit den Frauen (Foto: Salzgeber)

Vorsicht: Bissiger Film!

Autor und Regisseur Norbert Baumgarten legt mit "Befreite Zone" im Rahmen der Initiative "Ostwind" von ORB und ZDF seinen Abschlussfilm an der Filmhochschule Konrad Wolf vor:

Eine bissige Satire über den Aufschwung Ost, die Mitte der 90er Jahre in einer Kleinstadt östlich der Elbe spielt und vom Filmemacher selbst als "Liebesfilm mit Zonenfußball und Happyend" angekündigt wird. "Befreite Zone" wurde in der Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale 2004 präsentiert.

Befreite Zone

Was "Wir Wunderkinder" für die 50er Jahre, ist "Befreite Zone" für die 90er: eine mit ironischen Seitenhieben, bissigen Beobachtungen und originellen Einfällen gespickte Wirtschaftswunder-Satire. Die Goldgräberstimmung in den neuen Bundesländern wird glänzend karikiert, provinzielle Träume, die alle eine Nummer zu groß sind, verkehren sich in amoralisches Treiben, die Kungeleien rund um den Fußballverein des ostdeutschen Städtchens Sässlen und den DFB-Pokal sind pure Realsatire tatsächlichen Fußballwahns mit kreativer Buchführung. Norbert Baumgarten legt in seinem Spielfilmdebüt ein erzählerisches Tempo vor, das gut zum Hype um den Aufschwung des Städtchens passt und überall in deutschen Landen spielen könnte.

"Blondi" ist der Held von Sässlen, dabei ist der triumphal aufspielende Fußballstar des örtlichen SV gar nicht blond, sondern der schwarze Stürmer aus Nigeria, der quasi im Alleingang sein Team von einem Sieg zum Nächsten im DFB-Pokal gekickt hat. Der schwarze Bomber hat eine Affäre mit Sylvia (Johanna Klante), die eigentlich mit Mischa (Florian Lukas, "Good Bye Lenin!") liiert ist, Sohn des Bauunternehmers Otto, der als Präsident des SV Kohle und Knalltore glücklich balanciert und bilanziert. Mischa lernt schnell vom Gehabe des Vaters, betrügt Sylvia mit ihrer besten Freundin Kerstin (Annett Reneberg, "Devot"), die bald mit seinem Freund Sven anbändelt. Als Sylvias Vater (Axel Prahl, "Halbe Treppe"), erfolgloser Staubsaugervertreter, den SV mit dem Verkauf von Fanartikeln sanieren will und das Endspiel gegen einen legendären Verein (gemeint ist Bayern München) ansteht, überschlagen sich die Verwicklungen. Da kehrt Blondis Frau Heidi aus dem Westen zurück, das Gerücht kursiert, der "Verräter" habe beim Gegner unterschrieben. Am großen Tag platzen gleich mehrere Bälle.

Bis in die Nebenhandlungen um sexuelle Strafstöße und süßes Sehnen nach Spitzenwohnungen auf dem Immobilienmarkt hinein gelingt es Baumgarten, all das, was ein eh Kopf stehendes Städtchen ins Taumeln bringen kann, zu vermengen. Rasant und ohne Fehlpass dribbelt sich die Handlung von einer zielsicheren Flanke zur nächsten und bindet sprücheklopfende Grillchampions ebenso ein wie beim vietnamesischen Schmuggler gepresste Zigaretten. Für Freunde satirischer Doppelpässe ein Genuss, der sich durch die bis in die Nebenrollen mit prominenten Namen besetzten Typen steigert, die durch ihre Präsenz bestechen. Ein schönes Wagnis, das angesichts realer Vorgänge um Vereine, Unternehmer und größenwahnsinnige Lokalpolitiker sein Publikum finden sollte. ger.

Darsteller:  Johanna Klante   als Sylvia Kubicek
  Florian Lukas   als Micha Resser
  Annett Renneberg   als Kerstin
  Michael Ojake   als Ade Banjo
  Jacob Matschenz   als Benny Kubicek
  Daniela Hoffmann   als Bärbel Kubicek
  Axel Prahl   als Rolf Kubicek
  Hilmar Eichhorn   als Otto Resser
  Marie Gruber   als Inge Resser
  Florian Riedel   als Timo
  Franz Viehmann   als Herr Krabowsky
  Katrin Klein   als Frau Krabowsky
  Klaus-Dieter Klebsch   als Herr Walter
  Susanne Lüning   als Frau Walter
  Jana Radau   als Ines Müller
  René Schubert   als Jochen Müller
  Uli von Lenski   als Heidi Banjo
  Anton Naikingar   als Kevin
  Norbert Baumgarten   als Frank
  Roman Weltzien   als Sven
  Lilli Parthum   als Victoria
  Theresa Scholze   als Katja
  Matthias Ziesing   als Ronny
  Steffen Mensching   als Peter Kruger
  Wesselin Georgiew   als Wassilie Bachtin
 
Regie:  Norbert Baumgarten  
Buch:  Norbert Baumgarten  
Musik:  Jürgen Ehle  
Kamera:  Christine A. Maier  
Produzent:  Frank Löprich  
  Katrin Schlösser  
 

Befreite Zone in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Florian Lukas

Deutscher Schauspieler. Als Mann für tragende Nebenrollen und quirlige Typen, liebenswerte Loser, lakonische Frauenversteher und beste...

 

Star

Annett Renneberg

Annett Renneberg weiß in jeder ihrer Rollen zu überzeugen - egal ob als Ophelia in Peter Zadeks "Hamlet"-Inszenierung oder als...