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Begegnung des Schicksals

Bedächtig-besinnliche Beziehungschronik über die Romanze zwischen einem Polizisten und einer Politikerin, deren gemeinsam verunglückte Ehepartner eine Affäre hatten.


Begegnung des Schicksals

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Erhältlich seit:
29.08.2000

Originaltitel: Random Hearts

Drama/ Thriller

USA 1999
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 6

Harrison Ford
Kristin Scott Thomas
Charles S. Dutton

Regie: Sydney Pollack
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Begegnung des Schicksals

Dutch lebt in dem Glauben, eine glückliche Ehe zu führen. Umso überraschter ist er, als er nach dem tödlichen Flugzeugabsturz seiner Frau feststellt, dass sie eine Affäre hatte. Bei ihrem ebenfalls verunglückten Liebhaber handelte es sich um den Mann der Kongressabgeordneten Kay. Bald versuchen die Betrogenen gemeinsam, Licht ins Ehebrecherdunkel zu bringen. Von ihrer Verzweiflung zusammengeschmiedet, mündet ihre gegenseitige Attraktion in eine Affäre.

Bittersüße Romanze, meisterhaft von Regie-Veteran Sydney Pollack ("Die Firma") inszeniert. Dabei verblüffen vor allem die exzellente Kameraarbeit von Philippe Rousselot, das exquisite Produktionsdesign und der melancholische, jazzige Piano-Soundtrack. Ebenso großartig die darstellerischen Leistungen von Harrison Ford und Kristin Scott Thomas ("Der Pferdeflüsterer"). Auch wenn die Chronik einer Beziehung zuweilen ein wenig bedächtig daherkommt, wird sich vor allem das weibliche Pubklikum für diese besinnliche "Begegnung des Schicksals" interessieren.

Begegnung des Schicksals

Nachdem Regieveteran und Schauspieler Sydney Pollack ("Die Firma") zuletzt in der tiefenpsychologischen Eheanalyse "Eyes Wide Shut" seines verstorbenen Freundes Stanley Kubrick auftrat, nimmt er sich mit seinem neuen Film "Begegnung des Schicksals" ebenfalls einer bedächtig-besinnlichen Beziehungschronik an. Seine Protagonisten reiferen Alters sind Harrison Ford, mit dem er bereits beim "Sabrina"-Remake zusammenarbeitete und Kristin Scott Thomas ("Der Pferdeflüsterer"), deren durch eine Tragödie ausgelöste Zufallsbekanntschaft in einer bittersüßen Romanze mündet.

Sgt. Dutch Van Den Broeck (Ford) glaubt eine glückliche Ehe zu führen. Um so überraschter ist er, als er nach dem tödlichen Flugzeugabsturz seiner Frau feststellen muß, daß sie eine Affäre hatte. Bei ihrem ebenfalls verunglückten Liebhaber handelte es sich um den Mann der Kongreßabgeordneten Kay Chandler (Scott Thomas). Dutch versteigt sich obsessiv in eine angestrengte Wahrheitssuche, durch die er hofft eine Erklärung für die Untreue der Gattin zu erhalten. Dabei stößt er auf Kay und nach ihrer anfänglichen Ablehnung versuchen sie, gemeinsam Licht ins Ehebrecherdunkel zu bringen. Von ihrer Verzweiflung zusammengeschmiedet, mündet die immer stärker werdende Attraktion der beiden füreinander in einer abrupt mit einer amourösen Attacke eingeläuteten Affäre. Die Geister der Vergangenheit lassen sich jedoch nicht so ohne weiteres abschütteln.

Pollack nimmt sich für seine detaillierte Storyentwicklung und Figurenzeichnung viel Zeit und läßt ca. 45 Minuten vergehen, bevor sich die beiden Hauptdarsteller erstmals begegnen, nachdem der Zuschauer bereits in den ersten Minuten mit spannungsraubendem Effekt in die Affäre der untreuen Ehepartner eingeweiht wurde. Da der Ehebruch als einziger Aufhänger heutzutage kaum dramatische Tragweite aufweist, werden zwecks erhoffter Spannungsgenerierung noch zwei Subplots eingebaut. So befürchtet die mit ihrer Wiederwahlkampagne beschäftigte republikanische Politikerin Kay einen karrieregefährdenden Medienskandal (Pollack tritt als ihr Berater auf), würde die Untreue ihres Mannes bekannt werden. Und der für Interne Affären zuständige Polizist Dutch ist korrupten Cops auf der Spur. Doch beide Storystränge wirken als wenig mehr als gutgemeinte Nachgedanken denn nahtlos in den Plot integriert. Bleibt die eigentliche Attraktion - das gefühlvolle Agieren zweier Filmstars miteinander. Gerade weil ihre Romanze mehr wie eine zwangsläufige, unterkühlte Zweckgemeinschaft wirkt, erhöht Pollack die tragische Fallhöhe seines Filmes erheblich: Er will kein großes Kino der Gefühle à la "Der englische Patient" schaffen, sondern eine stille, erwachsene Tragödie. So ist es zwangsläufig, daß weder Ford noch Scott Thomas kaum ein Lächeln über die Lippen kommt. Er gleicht bei seiner verbissenen Indiziensuche einem schmerzverzerrten Spürhund, während sie eine verstockte Erfolgsfrau porträtiert, die alles für ihre Karriere opfert. Selbst das große Finale am Flughafen bleibt auf diese Weise kühl. Erwartungsgemäß exzellent sind die technischen Credits wie Kameraführung und Produktionsdesign ausgefallen, wobei vor allem der melancholische jazzige Piano-Score mit seiner repetitiven Melodie auffällt. Eindeutig auf ein reiferes weibliches Publikum zugeschnitten, konnten in den USA bislang 29,5 Mio. Dollar eingespielt werden. ara.

Darsteller:  Harrison Ford   als Dutch Van Den Broeck
  Kristin Scott Thomas   als Kay Chandler
  Charles S. Dutton   als Alcee
  Bonnie Hunt   als Wendy Judd
  Dennis Haysbert   als Detektiv George Beaufort
  Sydney Pollack   als Carl Broman
  Richard Jenkins   als Truman Trainer
  Paul Guilfoyle   als Dick Montoya
  Susanna Thompson   als Peyton Van Den Broeck
  Peter Coyote   als Cullen Chandler
  Dylan Baker   als Richard Judd
  Lynne Thigpen   als Phyllis Bonaparte
  Kate Mara   als Jessica Chandler
  Ariana Thomas   als Shyla Mumford
  Bill Cobbs   als Marvin
  Susan Floyd   als Molly Roll
  Edie Falco   als Janice
 
Regie:  Sydney Pollack  
Buch:  Kurt Luedtke  
Musik:  Dave Grusin  
Kamera:  Philippe Rousselot  
Produzent:  Sydney Pollack  
  Marykay Powell  
 

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