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Beim Leben meiner Schwester

Berührendes Drama über den Widerstand einer Elfjährigen, die mit ihrem Körper das Überleben ihrer krebskranken Schwester sichern muss.


Beim Leben meiner Schwester

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.02.2010

Originaltitel: My Sister's Keeper

Drama

USA 2009
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12

Cameron Diaz
Abigail Breslin
Alec Baldwin

Regie: Nick Cassavetes
Warner Home Video Germany

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Beim Leben meiner Schwester

Von Geburt an war Anna die Lebensversicherung für ihre krebskranke Schwester Kate. Doch als sie nach Blut, Zellen und Rückenmark auch eine Niere spenden soll, zieht das Mädchen vor Gericht, um Selbstbestimmung für ihren Körper einzuklagen. Damit rüttelt sie ihre ganze Familie auf, der bewusst wird, wie sehr sich Rollen, Bindungen und Gefühle durch die Konzentration auf Kate veränderten. Nur Mutter Sara lässt jedes Verständnis für Annas Widerstand vermissen. Sie ahnt nicht, was wirklich hinter ihrer Weigerung steckt.

Ein paar sensitive Songs zu viel, wenige falsche Töne in den Gerichtssequenzen, trotzdem gelingt Nick Cassavetes nach "Wie ein einziger Tag" auch mit dieser Bestselleradaption ein Weepie mit Niveau. Sein Drama zeigt die Schrecken von Krebs und die Auswirkungen auf eine Familie, die seit Jahren mit dem Tod lebt. Emotionen ohne Kitsch und ein Ensemble mit starken Jungdarstellern und Komödianten wie Cameron Diaz und Joan Cusack in ernsten Rollen garantieren einen Film, der die Tränen, die er fließen lässt, auch verdient.

Beim Leben meiner Schwester

Starke Darsteller und Distanz zu Rührseligkeitskitsch sind überzeugende Argumente für Nick Cassavetes' Drama über ein krebskrankes Mädchen und seine Familie.

Wie schon Cassavetes' Bestselleradaption "Wie ein einziger Tag" ist auch seine Verfilmung von Jodi Picoults Roman keine billige Schnulze, sondern ein Weepie mit Niveau. Die Thematik mag Fluchtinstinkte auslösen, doch letztlich erwartet den Zuschauer eine ausgewogene Mischung aus Verzweiflung und Freude, Verfall und Erneuerung - über den Blick auf eine Familie, die seit Jahren ein Leben mit dem Tod führt.

Ein leises, berührendes Pianothema leitet zu Anna (Abigail Breslin) über, die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde, um exakte genetische Übereinstimmung mit ihrer älteren Schwester Kate (Sofia Vassilieva) zu sichern. Seit ihrer Geburt ist Anna durch Blut-, Zell- und Rückenmarkspenden eine mobile Organbank für die leukämiekranke Kate. Als sie aber auch eine Niere opfern soll, sucht sich Anna einen Anwalt, um Selbstbestimmung über ihren Körper zu erstreiten. Diese etwas reißerische Prämisse gibt Anlass zu schlimmen Befürchtungen, doch der große dramatische Hollywoodprozess bleibt bis auf wenige Sequenzen aus, in denen sich prompt auch falsche Töne einschleichen. Es bleiben die einzigen in einem Film, der die Begleiterscheinungen von Krebs und Chemotherapie deutlich zeigt, ohne jedoch den Zuschauer zu überfordern, der aber vor allem eines sichtbar machen will: die dramatischen Auswirkungen auf die ganze Familie.

Durch die Konzentration der Aufmerksamkeit auf eine Person werden andere vernachlässigt, verändern sich Rollen, Strukturen, Gefühle. In Rückblenden, mit wechselnden Erzählern, blickt der Film, der den finalen Twist des Buchs, eine gottesgleiche Schicksalsfügung, zum Glück nicht übernimmt, auf wichtige Stationen in Kates Lebens- und Leidensgeschichte zurück - von der Diagnosestellung bis hin zur ersten Liebe zu einem krebskranken Jungen. In diesen und anderen Sequenzen ist "Beim Leben meiner Schwester" dezent, zurückhaltend, berührend und hätte die vielen sensitiven Songs im Soundtrack nicht nötig, die Überreizung provozieren. Denn Breslin und Vassilieva garantieren, dass man den ursprünglichen besetzten Schwestern Elle und Dakota Fanning keine Träne nachweint, unterstützt von Cameron Diaz in der Mutter- und einer ebenso bemerkenswerten Joan Cusack in der Richterin-Rolle. Ensemble und Emotionen sind die Trumpfkarten dieses Dramas, das die Tränen, die es fließen lässt, auch verdient. kob.

Darsteller:  Cameron Diaz   als Sara Fitzgerald
  Abigail Breslin   als Andromeda 'Anna' Fitzgerald
  Alec Baldwin   als Campbell Alexander
  Jason Patric   als Brian Fitzgerald
  Sofia Vassilieva   als Kate Fitzgerald
  Heather Wahlquist   als Tante Kelly
  Joan Cusack   als Richterin De Salvo
  Thomas Dekker   als Taylor Ambrose
  Evan Ellingson   als Jesse Fitzgerald
  David Thornton   als Dr. Chance
 
Regie:  Nick Cassavetes  
Buch:  Nick Cassavetes  
  Jeremy Leven  
Musik:  Aaron Zigman  
Kamera:  Caleb Deschanel  
Produzent:  Mark Johnson  
  Chuck Pacheco  
  Scott Goldman  
 

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