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Being John Malkovich

Hinreißend skurrile Komödie, in der sich im Kopf von Hollywoodstar John Malkovich neugierige Touristen tummeln.


Being John Malkovich

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Erhältlich seit:
04.10.2007

Komödie

Großbritannien/USA 1999
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

John Cusack
Cameron Diaz
Catherine Keener

Regie: Spike Jonze
Universal Pictures Germany

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Being John Malkovich

Der geniale Puppenspieler Craig Schwartz ist beruflich, privat und finanziell am Ende. Um sich seiner Geld- und Beziehungssorgen zu entledigen, nimmt Craig einen Aktenjob in der kuriosen 7 1/2. Etage eines Wolkenkratzers an. Dort verliebt er sich nicht nur in die unterkühlte Maxine sondern entdeckt obendrein eine geheime Pforte, die ihm einen Kurzbesuch im Körper des Hollywood-Stars John Malkovich ermöglicht. Craig weiht Maxine in seine Entdeckung ein, mit deren Hilfe der Kurztrip zum Kassenschlager wird - und zur Obsession für alle Beteiligten.

Mit drei Oscar-Nominierungen, darunter für die beiden Kino-Debütanten Charlie Kaufman (Drehbuch) und Spike Jonze (Regie), wurde diese skurrile, kafkaesk anmutende Fantasy-Komödie über Starkult, Manipulation und den Wunsch, einmal in einer anderen Haut zu stecken, honoriert. Genial gegen den Strich besetzt, brillieren John Cusack und Cameron Diaz, die als Ehepaar Schwartz Mut zur Hässlichkeit beweisen. Ein ungewöhnliches Werk, das aufgrund der abgedrehten Story auch ein anspruchsvolleres Publikum interessieren wird.

Being John Malkovich

Zwei Debütanten auf kreativ verantwortungsvollsten Positionen stehen hinter einer der originellsten Komödien der letzten Jahre, deren einzigartige Prämisse das Gehirn von Schauspieler John Malkovich zu einer Art Vergnügungspark macht, in dem man für 15 Minuten das Leben eines Hollywoodstars erfahren und sogar beeinflussen kann. Drei Oscarnominierungen für Autor Charlie Kaufman, Regisseur Spike Jonze und Darstellerin Catherine Keener honorieren die Qualitäten dieser Fantasy-Komödie angemessen, die ein anspruchsvolleres Publikum sucht und dieses hoffentlich auch finden wird.

Die brillante Prämisse von Charlie Kaufman garantiert Szenen amüsanter Situationskomik, aber auch intelligente ironische Reflexionen über Veränderung, den Starkult und den Wunsch, jemand anderes sein zu wollen. Manipulation ist ein weiteres zentrales Thema, und der Beruf des Protagonisten dafür ideal gewählt. John Cusack ist Puppenspieler und ein armer Hund. Die Öffentlichkeit ignoriert ihn, seine Frau (Cameron Diaz im unglamourösen Tarnlook) ist ein reizarmes Neutrum, das ihren Mann wie eines der vielen Haustiere behandelt, und Cusacks künstlerische Berufung fruchtlos. Sein neuer Akten-Job im hinreißend komischen kafkaesken Stockwerk 7 1/2 eines Geschäftshauses bedeutet nüchterne Demütigung, gäbe es nicht mit Kollegin Maxine (sexy, aber ein kalter Brocken: Keener) eine verführerische, ihres gelangweilten Desinteresses wegen aber illusionäre amouröse Offerte und natürlich das geheimnisvolle Portal hinter einem Aktenschrank, das den direkten Zugang zum Kopf von John Malkovich ermöglicht. Voyeurismus und der trendige Wunsch nach dem Erleben von (virtuellen) Sekundärerfahrungen begegnen sich in dieser Prämisse höchst vergnüglich und ermöglichen den Hauptfiguren die Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Diaz kann endlich Mann sein, Keener die Zärtlichkeit einer Frau mit dem Körper eines Mannes fühlen, Cusack mit Keener schlafen und durch das prominente Medium zum Star-Puppenspieler werden. Malkovich ist eine komische selbstironische Offenbarung in diesem Film, der die lästigen Begleiterscheinungen des Starkults genauso thematisiert wie die Selbstverliebtheit der VIPs, die dank optischer Tricks in einer superben Sequenz in einer reinen Malkovich-Welt gespiegelt wird. Spike Jonze, einer der gefragtesten Regisseure der Musikclipbranche und zuletzt als Darsteller in "Three Kings" tätig, passt sich mit stilistischer Zurückhaltung den Erfordernissen der Story an, zeigt aber im letzten Drittel, bei der Reise in Malkovichs Unterbewusstsein, sein ganzes Potential. Der exzentrische Newcomer und Schwiegersohn Francis Ford Coppolas ist der ideale Steuermann für diese unorthodoxe, respektlose und absurde Komödie, die ganz nebenbei auch noch das Trauma gefangener Affen oder die Unsterblichkeit von Charlie Sheen anspricht, der sich mutig über sein Image lustig macht, wenn er sich nicht mit Liebesdienerinnen, sondern einem Rubik's Cube anregt. Ein Spaß, der jedes Ausrufezeichen verdient hat. kob.

Darsteller:  John Cusack   als Craig Schwartz
  Cameron Diaz   als Lotte Schwartz
  Catherine Keener   als Maxine
  Orson Bean   als Dr. Lester
  Mary Kay Place   als Florís
  John Malkovich   als John Horatio Malkovich
  Charlie Sheen   als Charlie
 
Regie:  Spike Jonze  
Buch:  Charlie Kaufman  
Musik:  Carter Burwell  
Kamera:  Lance Acord  
Produzent:  Michael Stipe  
  Sandy Stern  
  Steve Golin  
  Vincent Landay  

Moulders Bestes Stück

Freizügig: Frauenschwarm <br />David Duchovny

Freizügig: Frauenschwarm <br />David Duchovny

Für viele ist er das männliche Sex-Symbol der Neunziger: David Duchovny. In seinem neuen Film "Full Frontal" zeigt der ehemalige Akte-X-Star fast alles: Eine umstrittene Aufnahme in Steven Soderberghs Drama präsentiert David im Zustand höchster Erregung - im Wortsinne, wohlgemerkt.

Die Szene spielt sich allerdings unter einer Decke ab, und Duchovnys exponiertes Körperteil ist nur ein Filmrequisit. Trotzdem sollte die Sequenz in den USA zensiert werden. Steven Soderbergh wehrte sich jedoch heftig dagegen und setzte seinen Willen schließlich durch.

Duchovny spielt in der inoffiziellen Fortsetzung von Soderberghs Klassiker "Sex, Lügen und Video" einen Schauspieler, der von Julia Roberts interviewt wird. Ein Kamerteam zeichnet das Ganze für einen Kinofilm auf.

Ebnenfalls mit dabei: Blair Underwood ("Rules") und Catherine Keener, die in "Being John Malkovich" als sexy Kollegin von John Cusack bestach. Brad Pitt und Regie-Ass David Fincher sind in kurzen Cameo-Auftritten zu sehen.

 

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