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Bella Martha

Melancholische Komödie, die Appetit macht aufs Essen, auf die Liebe, auf das Leben.


Bella Martha

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Erhältlich seit:
25.11.2011

Komödie/ Drama

Deutschland 2001
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Martina Gedeck
Sergio Castellitto
Maxime Foerste

Regie: Sandra Nettelbeck
Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

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Eine Komödie, die Lust macht auf das Essen, auf die Liebe, auf das Leben. Leidenschaftlich kocht sich Martina Gedeck durch eine appetitanregende Bilderwelt und erlebt, dass die alte Lebensweisheit immer noch gilt: Liebe geht durch den Magen.

So kocht man italienisch! Martina Gedeck und Sergio Castellito

So kocht man italienisch! Martina Gedeck und Sergio Castellito

Martha (Martina Gedeck) liebt das Leben und vor allem das Kochen. Doch so kreativ sie in der Küche ist, so hilflos ist sie in Liebesdingen. Männer, die gerne mit ihr schlafen würden, bekocht sie lieber. Außerdem hat sie für amouröse Abenteuer auch gar keine Zeit: Als Chefköchin arbeitet sie sechs Tage in der Woche am Herd des französischen Restaurants "Lido".

Dort hat sie nicht nur die Schürze sondern auch die Hosen an. Wenn einem Gast etwa der Garzustand seines "Foie Gras" nicht passt, gibt's im noblen Speisetempel eine Standpauke von der Köchin.

Chefin Frida (Sibylle Canonica) ist allerdings vom übergroßen Selbstbewusstsein ihrer Köchin alles andere als begeistert und droht regelmäßig mit Entlassung. Das beeindruckt Martha jedoch wenig, denn sie weiß, dass ihre Kreationen wahre Kunstwerke sind. Zurückgezogen lebt sie in ihrer eigenen Welt voller feiner Gewürze und duftender Kräuter.

Bei Lina bleiben Marthas Kochkünste fruchtlos

Bei Lina bleiben Marthas Kochkünste fruchtlos

Als Ersatzmutter planlos

Doch dann tritt urplötzlich Marthas kleine Nichte Lina (Maxime Foerste) in ihr Leben: Marthas Schwester ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und Martha muss ihrer Nichte die tragische Nachricht vom Tod der Mutter überbringen. Lina leidet sehr, will vor Kummer nichts essen und von Martha nichts wissen.

Martha bemüht sich verzweifelt um ihre kleine Nichte, doch mit ihren Kochkünsten kommt sie diesmal nicht weit. Schließlich versucht sie Linas in Italien vermuteten Vater aufzuspüren.

Italienische Versuchung

Italienische Versuchung

Mit dem Kochlöffel als Zauberstab

Die Besitzerin des "Lido" stellt inzwischen kurzerhand einen zweiten Chefkoch ein - den lebensfrohen Italiener Mario (Sergio Castellitto). Mit seinem unbezwingbaren Charme und seinem feinen Händchen für meditterrane Leckereien begeistert Mario schon bald das gesamte Restaurant.

Martha wittert Konkurrenz und schikaniert Mario nach Kräften. Bald muss sie aber erkennen, dass ihr der charmante Italiener nicht nur in Sachen Pastaspezialitäten etwas voraus hat. Mario schafft, was Martha absolut unmöglich war: Es gelingt ihm, Linas verlorengegangenen Appetit wieder zu wecken.

Die kleine Lina als Küchenhilfe

Die kleine Lina als Küchenhilfe

Sinnenfreude in der Küche

Fortan turnt Lina in der Küche des Lido umher, eingekeilt zwischen den Kochbestecken von Martha und Mario. Und plötzlich entdeckt die küchenfixierte Martha, dass Mario nicht nur ein verdammt guter Koch ist. Ganz allmählich erobern sowohl Lina als auch Mario mehr und mehr Marthas Herz.

Aber dann steht eines Tages Linas Vater vor der Tür - Martha muss eine Entscheidung treffen...

Die erste Berührung

Die erste Berührung

Die Kunst zu lieben

Regisseurin und Autorin Sandra Nettelbeck erzählt eine Geschichte von Leidenschaften: Davon, wie sie blind machen können, und wie sie den Blick für das wahre Leben öffnen können. "Gut zu kochen zu können ist Kunst - genießen zu können ist Liebe", charakterisiert sie den Film.

So bewegt sich "Bella Martha" virtuos zwischen der Melancholie persönlichen Scheiterns und der unbeschwerten Leichtigkeit des Seins. Martina Gedeck, bekannt aus "Rossini" zeigt das im Wortsinne kochende Temperament ihrer Figur - ebenso überzeugend spielt sie in leisen Tönen ihre Verunsicherung in der Liebe und als Mutter.

Gelage nach Dienstschluss

Gelage nach Dienstschluss

Bon Appétit

Sergio Castellitto, der schon in Luc Bessons Kultfilm "Im Rausch der Tiefe - The Big Blue" zu sehen war, brilliert als lebensfroher Charmeur, wie es in dieser Art wohl nur ein Italiener kann. Er sprach seine Rolle auch bei den Dreharbeiten in seiner Muttersprache.

Was am Ende der melancholischen Komödie bleibt, ist der Zauber großer Sinnenfreude - und die Lust, mal wieder so richtig fein essen zu gehen.

Bella Martha

Eine melancholische Komödie, die Appetit macht aufs Essen, auf die Liebe, auf das Leben. Sandra Nettelbeck setzt in ihrem ersten Kinofilm ganz auf Sinnlichkeit und auf ihre charismatische Hauptdartstellerin Martina Gedeck, die sich mit Bravour durch den Film kocht. An dieser neuen Variante der alten Lebensweisheit von der Liebe, die durch den Magen geht, findet sicher ein unterhaltungsfreudiges Publikum sein Vergnügen.

Wenn ein Mensch in seinem Beruf aufgeht und zu nichts anderem mehr Lust hat, ist er bald vereinsamt sich selbst überlassen. Komisch wird das allerdings, und da hat die Drehbuchautorin und Regisseurin Nettelbeck richtig angesetzt, wenn der Beruf ausgerechnet direkt mit Menschen zu tun hat. Martha ist Chefköchin in einem kleinen, feinen Restaurant, schaltet und waltet dort in der Küche liebevoll mit Töpfen und Pfannen und streng mit ihren Mitarbeitern. Und wenn ein Gast mal was auszusetzen hat, muss er sich auf eine gnadenlose Standpauke mitten im voll besetzten Lokal gefasst machen. Borniertheit kann Martha nicht ertragen, weil sie genau weiß, wie perfekt sie ist. Im Kochen. Im sonstigen Leben ist sie eher unbeholfen und einfallslos. Selbst die Sitzungen bei ihrem Therapeuten funktioniert sie zum Kochkurs um. Wie Martina Gedeck für diese Obsession immer wieder in jeder Koch- und Essenszene ein etwas anderes Flackern im Blick kriegt, zwischen nervös und hochprofessionell aktiv eine ganze Palette von flirrig bis angespannt spielt, ist virtuos und tragikomisch witzig. Klar natürlich, dass Martha kein Talent und keine Zeit hat, die große oder wenigstens eine kleine Liebe zu finden, weil sie am liebsten für einen Mann kocht, bevor sie auch nur irgendetwas mit ihm anfängt. Sandra Nettelbeck aber gönnt Martha rechtzeitig einen Wechsel ihres Lebensstils, selbstverständlich mit aller für eine Komödie gebotenen Heftigkeit. Weil Martha nach dem Unfalltod der Schwester deren kleine Tochter bei sich aufnimmt, ist sie plötzlich ganz anders gefordert. Gleichzeitig stellt ihre Chefin einen zweiten Chefkoch ein, einen sympathischen, lustigen Italiener (Sergio Castellitto), dessen Anwesenheit und Charme Martha schwer verunsichern. Ab sofort kocht spürbar amore mit, erst nur auf unsichtbarer Sparflamme, aber dann köchelts weiter bis zum Siedepunkt am Happyend. In der zweiten Hälfte bekommt der Film einen flockigen, stimmungsvollen Drive, der allerdings noch überzeugender ausgefallen wäre, hätte man den Italiener Castellitto nicht mit einer so glatten, korrekten deutschen Synchronstimmer ausgestattet. Ein Paolo Conte mit einem Song im Soundtrack reicht da nicht ganz für die Atmosphäre der Italianita. Trotzdem macht es Spaß, Martha-Martina Gedeck zuzusehen und mit ihr die Liebe zum Kochen und dann auch zum Leben zu erfahren. fh.

Bella Martha

In der Küche des Hamburger Edel-Restaurants Lido ist Martha der Chef. Kochen ist ihre Leidenschaft, die sie obsessiv betreibt. Wehe dem Gast, der es wagen sollte, eine ihrer Kreationen zu bemängeln! Martha steht fest im Leben - zumindest glaubt sie das. Und in diesem haben Freunde oder Männer keinen Platz. Letztere bekocht sie lieber, als mit ihnen auszugehen. Und auch auf der Couch des von der Restaurantbesitzerin verordneten Psychologen denkt Martha nur an eines: Kochen! Diese Routine wird gründlich aus dem Trott gebracht, als Marthas Schwester plötzlich bei einem Autounfall ums Leben kommt und Martha ihre verstörte achtjährige Nichte Lina bei sich aufnimmt. Von der neuen Aufgabe überfordert, versagen sogar Marthas Kochkünste - Lina verweigert vor Kummer jedes Essen. Martha beschließt, den Vater des Kindes ausfindig zu machen, der, von der Existenz seiner Tochter nichts ahnend, in Italien lebt. Währenddessen gibt es auch im Restaurant eine einschneidende Veränderung: Die Besitzerin des Lido stellt in Marthas Abwesenheit kurzerhand einen zweiten Chefkoch ein - den lebensfrohen Italiener Mario, ein Meister seines Fachs. Martha fühlt sich übergangen und will dem Nebenbuhler die Suppe gründlich versalzen. Doch dann kommt alles ganz anders.

Quelle: Pandora

- Trailer

Quelle: Pandora

Darsteller:  Martina Gedeck   als Martha Klein
  Sergio Castellitto   als Mario
  Maxime Foerste   als Lina
  Sibylle Canonica   als Frida
  Katja Studt   als Lea
  Idil Üner   als Bernadette
  Antonio Wannek   als Carlos
  Oliver Broumis   als Jan
  August Zirner   als Therapeut
  Ulrich Thomsen   als Sam Thalberg
  Gerhard Garbers   als Herr Steinberg
  Angela Schmidt   als Frau Steinberg
  Wolf-Dietrich Sprenger   als lärmender Gast
  Victoria Trauttmansdorff   als Begleitung
  Jêrome Ducournau   als Jean
  Dietrich Adam   als Doktor (Notaufnahme)
  Michael Wittenborn   als Lehrer
  Katrin Hansmeier   als Babysitter
  Gunnar Titzmann   als Polizist
  Jophi Ries   als arroganter Gast
  Diego Ribon   als Giuseppe Lorenzo
 
Regie:  Sandra Nettelbeck  
Buch:  Sandra Nettelbeck  
Musik:  Manfred Eicher  
  Keith Jarrett  
  Arvo Pärt  
  David Darling  
Kamera:  Michael Bertl  
Produzent:  Karl Baumgartner  
  Christoph Friedel  

Deutscher Filmpreis, die 52te

Auch das Publikum kann Preise vergeben: Die diesjährigen Kandidaten für den Deutschen Filmpreis.

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Minister Julian Nida-Rümelin, der aus seiner Vorliebe für die deutsche Kinokultur kein Hehl macht, gab am Freitag den 19. April im Berliner Hotel Adlon die Nominierungen bekannt. Durch den Abend führte die Leipziger Darstellerin Manon Straché.

Der kürzlich verstorbene Billy Wilder wurde von Journalist und Schriftsteller Hellmuth Karasek und von Regisseur Volker Schlöndorff mit einem persönlichen Nachruf bedacht.

Ganz heiß - der Publikumspreis: Am 26. April startet das Gewinnspiel um die beiden Auszeichnungen "Deutscher Kinofilm des Jahres" und "Schauspielerin bzw. Schauspieler des Jahres". Einsendeschluss ist der 1. Juni 2002, mitmachen kann man unter www.deutscherfilmpreis.de.

Die Nominierungen

Bester Spielfilm: "Bella Martha", "Halbe Treppe", "Heaven", "Nirgendwo in Afrika", "Das weiße Rauschen" und "Wie Feuer und Flamme".

Bester Dokumentarfilm: "Black Box BRD", "A woman and a half - Hildegard Knef"

Bester Kinder- und Jugendfilm: "Hilfe, ich bin ein Fisch", "Das Sams"

Beste Hauptdarstellerin: Karoline Eichhorn für "Der Felsen", Martina Gedeck für "Bella Martha", Juliane Köhler für "Nirgendwo in Afrika"

Bester Hauptdarsteller: Daniel Brühl für "Nichts bereuen", "Das weiße Rauschen" und "Vaya con dios". Ulrich Noethen für "Das Sams". Antonio Wannek für "Der Felsen" und "Wie Feuer und Flamme".

Beste Nebendarstellerin: Anabelle Lachatte für "Das weiße Rauschen", Eva Mattes für "Das Sams". Marie-Lou Sellem für "Mein Bruder, der Vampir", " Nichts bereuen" und "Hilfe, ich bin ein Junge!".

Bester Nebendarsteller: Martin Feifel für "Was tun, wenn's brennt?", Remo Girone für "Heaven" und Matthias Habich für "Nirgendwo in Afrika"

Beste Regie: Andreas Dresen für "Halbe Treppe", Dominik Graf für "Der Felsen" und Caroline Link für "Nirgendwo in Afrika".

2,815 Millionen Euro stehen gesamt als Prämien für die 16 Preise aus - 10.000 davon gehen sicher an Michael "Bully" Herbig für "Der Schuh des Manitu": Er wird für seinen Erfolg mit einem Sonderpreis der Jury geehrt, dem Filmpreis in Gold.

Die 52. Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 14. Juni 2002 im Berliner Tempodrom am Anhalter Bahnhof statt. Die Zusammenfassung der Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreises wird am 16. Juni 2002 von Sat.1 um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

 

Bella Martha in der Fotoshow

 

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Martina Gedeck

Schön und stolz, echt und erotisch, attraktiv und arbeitswütig, wandelbar und wunderbar, ein Chamäleon und furioses Vollweib. Martina...

 

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Katja Studt wurde dem deutschen Fernsehpublikum 1993 in der Titelrolle der ZDF-Weihnachtsserie "Clara" bekannt. Katja Studt wurde am 3. August...