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Bella Vita

TV-Komödie mit Andrea Sawatzki, die in Berlin-Kreuzberg einen Neuanfang wagt.


Bella Vita

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Erhältlich seit:
03.06.2011

Komödie

Deutschland 2010
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6

Andrea Sawatzki
Thomas Sarbacher
Lotte Flack

Regie: Thomas Berger
Universum Film

Bild 1 von 30

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Bella Vita

Basis jeder guten Komödie ist ein tragisches Ereignis. Aber wie viel Tragödie verträgt eine Komödie? "So viel wie möglich", findet Thomas Berger. Und deshalb inszeniert er die größtmögliche Fallhöhe für seine Heldin: Ausgerechnet bei der Überraschungsfeier zum runden Geburtstag ertappt Isabella Jung (Andrea Sawatzki) den Gatten beim Seitensprung mit einer Frau, die viel jünger und viel hübscher ist; und zu allem Überfluss nicht mal doof.

Kurzerhand schnappt sich Bella ihre Tochter und ein paar Habseligkeiten und sucht das Weite. Zu stolz, um ihrem Mann (Thomas Sarbacher) auf der Tasche zu liegen, muss sie sich nach der Decke strecken; und die findet sie in Kreuzberg, mitten im Kiez. Da passt sie zwar nicht hin, aber sie fühlt sich wohl.

"Bella Vita" erzählt die Geschichte einer Frau in den so genannten mittleren Jahren, die aus allen Wolken fällt, aber auf den Füßen landet: weil sie die Katastrophe ihres Lebens als Chance begreift; auch wenn das eine Weile dauert. Andrea Sawatzki verkörpert diese Rolle mit Haut und Haar. Wunderbar überzeugend und jederzeit glaubwürdig lebt sie das ganze Spektrum aus, das ein Mensch in dieser Phase durchmacht. Trotzig stemmt sich Bella gegen die Umstände, findet neue Freunde, probiert sich in verschiedenen Jobs aus, lernt einen neuen Mann kennen; und der ist sogar jünger als der eigene.

Thomas Berger ("Wir sind das Volk"), Schöpfer von "Kommissarin Lucas", inszeniert die Handlung mit viel Schwung und einem großartigen Gespür für die komischen Szenen. Andrea Sawatzki müsste nach den Dreharbeiten eigentlich mit blauen Flecken übersät gewesen sein, weil Bella ständig Missgeschicke unterlaufen. Trotzdem wird der Film nie zur Klamotte. Das liegt nicht zuletzt an einem Drehbuch (Georg Heinzen, Melanie Brügel), das geradezu verschwenderisch voller origineller Ideen ist. Derart viele komische Situationen und so geschliffene Dialoge gibt es sonst nur in Hollywood-Komödien oder Literaturverfilmungen.

Nicht minder großzügig ist die Besetzung. Für die vergleichsweise kleinen, aber wichtigen Rollen von Bellas Schwestern konnten Juliane Köhler und Lisa Martinek gewonnen werden. Die beiden Frauen repräsentieren gewissermaßen Bellas Gegenentwürfe: hier die lebenslustige Eva (Martinek), die froh ist, wenn ihr Mann unterwegs ist und sie in Ruhe sein Geld ausgeben kann; dort Stewardess Ines (Köhler), die der Meinung ist, ihr Gatte könne ruhig etwas mehr aus sich und dem Haus herausgehen. Quasi als Gast-Star zaubert der Film gegen Ende dann noch Thomas Heinze aus dem Hut: Er spielt Evas Mann, der sich zu ihrem großen Entsetzen plötzlich auf seine Rolle besinnt und viel mehr Zeit mit ihr verbringen will. Prägnante Auftritte haben auch Tobias Oertel als Polizist, der sich intensiver um Bella kümmert, als man von einem Beamten erwarten kann, und Pegah Ferydoni als junge Frau, die in Bellas Nachbarschaft eine Kneipe betreibt und ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Wunderbar geführt ist schließlich die junge Lotte Flack ("Dornröschen"), die als Bellas Tochter dafür sorgt, dass sich die Dinge immer noch eine Spur turbulenter entwickeln, als eigentlich nötig wäre. tpg.

Bella Vita

Ist das Leben nicht schön? Bella ist verleitet, diese Frage mit einem klaren "Nein!" zu beantworten, da sie von ihrem Mann betrogen wurde und sich mit ihrem Auszug aus dem trauten Heim ihr Leben schlagartig ändert - von der abgesicherten Ehe- und Hausfrau zur unabhängigen Alleinversogerin.

Isabella "Bella" Jung wird, auf der von ihr für ihren Mann Martin organisierten Geburtstagsparty, von ihrem Ehemann mit einer jüngeren Kollegin betrogen. Das ganze geschieht ausgerechnet auch noch vor den Augen der versammelten Freunde und Nachbarn. Bella zieht daraufhin zusammen mit ihrer Tochter Lena aus dem Familienheim aus und ziehen in eine kleine Wohnung in Kreuzberg ein. Um sich finanziell über Wasser zu halten, muss sich Bella auch um einen neuen Job kümmern. Da sie jahrelang nur Hausfrau war, erweist sich diese Aufgabe als äußerst schwierig. Doch sie lässt sich nicht von ersten Rückschlägen beirren und geht unverändert ihren eigenen neuen Weg. Unterstützung findet Bella dabei in ihren neuen Freunden, die sie schnell in Kreuzberg findet. Die Barbesitzerin Toni gibt ihr Tipps in Sachen Liebe, von Christina bekommt sie Einblicke in den Alltag einer Geliebten und der Polizist Sebastian kann sich mit Bellas Situation nur allzu gut identifizieren, da er selbst vor kurzem verlassen wurde. Bella entdeckt für sich die Leichtigkeit des Lebens neu und findet in ihrer extravagenten Schwester und der besten Freundin Ines eine neue "Familie", die immer hinter ihr steht.

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Andrea Sawatzki   als Bella Jung
  Thomas Sarbacher   als Martin Jung
  Lotte Flack   als Lena Jung
  Tobias Oertel   als Sebastian Berg
  Juliane Köhler   als Ines Wolf
  Matthias Brenner   als Olaf Wolf
  Lisa Martinek   als Eva Ackermann
  Pegah Ferydoni   als Toni
  Annalena Duken   als Valerie Westhoven
  Emil Reinke   als Mark
  Brigitte Zeh   als Christina
  Steffen Münster  
  Thomas Heinze   als Rainer
 
Regie:  Thomas Berger  
Buch:  Georg Heinzen  
  Melanie Brügel  
Musik:  Biber Gullatz  
Kamera:  Martin Kukula  
Produzent:  Kirsten Hager  
 

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