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Below - Da unten hört dich niemand schreien

Horrorthriller über ein US-U-Boot, das 1943 von feindlichen Zerstörern und unheimlichen Erscheinungen heimgesucht wird.


Below - Da unten hört dich niemand schreien

Leihvideo

Erhältlich seit:
21.08.2003

Originaltitel: Below

Horror

USA 2002
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Bruce Greenwood
Matthew Davis
Olivia Williams

Regie: David Twohy
Walt Disney Studios Home Entertainment

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U-Boot-Fahrer leben gefährlich. Kult-Regisseur David Twohy fügt dem Kriegs-Horror noch eine Dimension hinzu: das Böse ist gleich mit an Bord.

Unter Wasser lauert der Tod

Unter Wasser lauert der Tod

Die Enge, die Wasserbomben, der Psychoterror wochenlanger Feindfahrten. Wer Wolfgang Petersens großartigen Film "Das Boot" gesehen hat, weiß: selbst wenn U-Boot-Fahrer noch einmal in einen Hafen einlaufen, sind sie unterwegs tausend Tode gestorben.

Aber die Angst ist noch steigerungsfähig, wie uns David Twohy, Regisseur des Kult-Schockers "Pitch Black", mit diesem U-Boot-Film beweist. Neben der ganz gewöhnlichen Todesangst in einem Krieg gibt er der Besatzung noch eine Extra- Portion Horror mit auf den Weg in die Tiefe.

Der Atlantik, 1943. Nachdem die Besatzung der "Tiger Shark" drei Schiffbrüchige, darunter die Krankenschwester Paige (Olivia Williams), an Bord genommen hat, ereignen sich plötzlich seltsame Dinge. Ein Plattenspieler schaltet sich selbständig ein, ein toter Mann scheint zu flüstern, die Passagiere sehen beim Blick in den Spiegel grauenhafte Fratzen. Während draußen die Wasserbomben der deutschen Marine explodieren, weichen die seltsamen Vorgänge im Inneren der U-Boot-Röhre die Nerven des ersten Offiziers Brice (Bruce Greenwood) und seiner Besatzung auf...

Regisseur David Twohy hat das Rezept eines Suspense-Horrorfilms vom klassischen Spuk-Haus auf ein U-Boot übertragen. Mit allen genretypischen Elementen und der Frage: Spukt es hier wirklich oder ist der Horror nur in den Köpfen der Protagonisten? Die Antwort darauf lässt Twohy bis zum Schluss offen. Neben seinem perfekten Timing und dem effektiven Einsatz der Darsteller gewinnt er dem Genre neue Schock-Momente ab mit Einfällen, wie sie auch "Boot"-Vater Wolfgang Petersen nicht hätte wirkungsvoller inszenieren können.

Below - Da unten hört dich niemand schreien

Ein U-Boot-Thriller spiegelt adäquat den Karrierekurs von Drehbuchautor David Twohy mit seinen Höhen ("Auf der Flucht") und Tiefen ("Die Akte Jane"). Als Regisseur hatte Twohy nach einem interessanten Debüt ("Die Ankunft") und einem packenden, kommerziell unterbewerteten Nachfolger ("Pitch Black - Planet der Finsternis") eine positivere Bilanz. Seine dritte Regiearbeit über ein amerikanisches U-Boot, das 1943 von deutschen Bomben und übernatürlichen Erscheinungen heimgesucht wird, bedient sich atmosphärisch bei "Pitch Black", blieb aber beim US-Start hinter den Erwartungen zurück.

Idee und Originaldrehbuch zu "Below" gehen auf Darren Aronofsky zurück, der sich mit zwei eigenwilligen, qualitativ hochwertigen Independentfilmen ("Pi", "Requiem for A Dream") einen Namen machte, zuletzt aber nach der Desertion von Star Brad Pitt sein erstes Big-Budget-Projekt "The Fountain" abstürzen sah. Gerade auf einen frischen, originellen Ansatz des Branchenaufsteigers setzten Genrefans bei "Below" große Hoffnung.

Nach der Bearbeitung durch David Twohy überrascht das Skript aber vor allem durch seine Konventionalität und Berechenbarkeit. Twohy vermischt Versatzstücke aus Horrorfilm und U-Boot-Drama, hat in seinem klaustrophobischen, lichtarmen Schauplatz ideale Voraussetzungen für subtilen Grusel, lässt sich aber trotz gelungener Sequenzen sehr von Geisterbahneffekten verführen. Das Mysterium seiner Story ist letztlich kleiner, als es der Film seinen Zuschauern glauben lassen will.

Wer aber kein Highlight, sondern soliden Schrecken ohne innovative Ansprüche erwartet, kann schon abtauchen mit der Crew eines amerikanischen U-Boots, das 1943 drei Überlebende eines Hospitalschiffs aus dem Wasser fischt, das vermeintlich von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Die feindliche Präsenz scheint sich zu bestätigen, als ein deutscher Zerstörer Bomben zum Meeresgrund hinunterschickt und mit riesigen Stahlkrallen ein Leck in die Hülle des U-Boots reißt. Doch als Plattenspieler wie durch Geisterhand aktiv werden, eine Erscheinung in einer überfluteten Kammer wenig friedliche Absichten enthüllt und tödliche Unfälle an Bord das Personal reduzieren, füllt sich der enge Raum mit gewagten Theorien. Leidet die Mannschaft an Halluzinationen, betreibt ein Verräter Sabotage oder sucht ein ruheloses Wesen Vergeltung für einen Vorfall, der mit dem Untergang des Hospitalschiffs in Verbindung steht?

Twohy gelingen vor allem dann beunruhigende Momente, wenn nicht mit Tonschocks geschreckt, sondern der Angst des Zuschauers gespielt wird und etwa ein Spiegelbild ein verstörendes Eigenleben entwickelt. Im Unterschied zu "Pitch Black" wirkt aber der Gegner relativ harm- und der Umgang mit ihm recht planlos. So gruselt der Film zwischen routiniert und oberflächlich und lässt sein Potenzial ungenutzt, wirklich an die Substanz zu gehen. kob.

Darsteller:  Bruce Greenwood   als Lt. Brice
  Matthew Davis   als Ensign O'Dell
  Olivia Williams   als Claire Paige
  Holt McCallany   als Lt. Loomis
  Scott Foley   als Coors
  Zach Galifianakis   als Weird Wally
  Dexter Fletcher   als Kingsley
  Jason Flemyng   als Stumbo
  Nick Chinlund   als Chief
  Andrew Howard   als Hoag
  Christopher Fairbank   als Pappy
  Alexis Conran   als Steuermann
  David Crow   als Sonar
 
Regie:  David Twohy  
Buch:  Lucas Sussman  
  Darren Aronofsky  
  David Twohy  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Ian Wilson  
Produzent:  Sue Baden-Powell  
  Darren Aronofsky  
  Eric Watson  
 

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