DVD (OmU) Kaufvideo

Bent

Engagiertes, ergreifendes Drama um ein tragisches Liebespaar im KZ. Für Arthouse-Klientel.


Bent (OmU)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
15.07.2010

Drama

Großbritannien 1997
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 16

Clive Owen
Lothaire Bluteau
Brian Webber

Regie: Sean Mathias
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Bent (OmU)

Unter den neueren Filmen zur Verfolgung im Dritten Reich ist diese Adaption eines Stückes von Drehbuchautor Martin Sherman (1979 war Premiere in London) einer der gelungensten. Regisseur Sean Mathias kombiniert die Judenvernichtung mit der Jagd der Nazis auf Homosexuelle, von denen über eine halbe Million in den KZs umkamen und denen der Film ein Denkmal setzt. Sie mußten den rosa Winkel tragen, wie der gelbe Stern der Juden Zeichen des unabwendbaren Todes. Dank hervorragender Schauspieler bis in die Nebenrollen, einer ausgefeilten Kameraführung und Lichtästhetik sowie der packenden, unmittelbar wirkenden Geschichte ist dies kein Requiem und auch keine pathetische Trauerarbeit.

Das beginnt mit der Figur des Schwulen Max (Clive Owen), der ein ziemlich schäbiger Held ist, sich im Berlin der 30er Jahre mit Kokainhandel durchschlägt und sich von seinem Freund, dem blonden Tänzer Rudy (Brian Webber), aushalten läßt. Nach dem Röhm-Putsch werden beide verhaftet. Max tötet Rudy, um zu beweisen, daß er nicht dazugehört: alles für den gelben Stern, der im Lager Dachau eine etwas bessere Behandlung ermöglicht. Im Lager verliebt er sich in Horst (Lothaire Bluteau, "Black Robe", großartig als ausgemergelter Träumer). Ihre eingebildeten Liebesgeschichten während sinnlosen Steineschleppens hält sie am Leben, bis Horst von einem SS-Mann erschossen wird. Max begräbt ihn und sucht den Tod im Hochspannungsdraht.

Im ersten Teil eine Mischung aus "Cabaret" und Luchino Viscontis "Die Verdammten" samt einem brillanten Gastauftritt von Mick Jagger, der als Drag Queen die "Streets of Berlin" besingt und Max zynisch die zwei Seiten des Mitläufer-Bürgers zeigt, wird die Szenerie im KZ (aufgenommen in englischen Industrieanlagen) zum stilisierten und tragikomischen Alptraum, lächerlich und ergreifend wegen des Widerspruchs zwischen den erdachten Liebesszenen und den trostlosen Gestalten hinter Stacheldraht. Grandios die Kamera von Yorgo Arvanitis (alle Angelopoulos-Filme), die Musik von Philip Glass. Als so eindringlich wie Frank Beyers/Jurek Beckers "Jakob der Lügner" und Roberto Benignis "Das Leben ist schön" ein wichtiger Film, der kleine und mittlere Häuser mit künstlerischen Glanzlichtern versieht. ger.

Bent (OmU)

Nach einem verhängnisvollen Stelldichein mit einem deutschen Soldaten muss der junge Brite Max um sein Leben fürchten. Verfolgt und schließlich gefangen genommen, kommt er ins Konzentrationslager Dachau. Er gibt vor Jude zu sein, da Homosexuellen ein noch grausamerer Umgang widerfährt. Die verbotene Beziehung mit einem offen schwulen Mitgefangenen lehrt Max, dass das Leben ohne die Liebe eines anderen nichts wert ist.

Fotogalerie; Hinter den Kulissen; Musikvideo; Interviews; Trailer; Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Clive Owen   als Max
  Lothaire Bluteau   als Horst
  Brian Webber   als Rudy
  Sir Ian McKellen   als Onkel Freddie
  Mick Jagger   als Greta/George
 
Regie:  Sean Mathias  
Buch:  Martin Sherman  
Musik:  Philip Glass  
Kamera:  Yorgos Arvanitis  
Produzent:  Michael Solinger  
  Dixie Linder  
 

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