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Leihvideo
Erhältlich seit:
15.08.2008
Deutschland 2007
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12
Robert Stadlober
Anna Brüggemann
Axel Schreiber
Regie: Wolfgang Eißler
Warner Home Video Germany

In Wolfgang Eißlers Regiedebüt ist Sommer in Berlin und die Zeit reif, zu zweit über den Wolken zu schweben.
Erstes Drehbuch, erster Film - damit ist Eißler zumindest ausschnittweise solidarisch mit dem Lebensgefühl der von ihm beschriebenen Clique, in der sich jeder ausprobieren kann - beruflich, zwischenmenschlich, sexuell. Sich im Herzen einer Metropole treiben lassen als Primärreflex auf gesellschaftlich verordnete geordnete Verhaltensmuster - das ist zwar überall vorstellbar, aber wohl nur im Mietwohnungsparadies Berlin auch finanzierbar. Der Schauplatz ist somit nachvollziehbar, doch erzählerisch lebt dieser luftige Erstling in einer ganz eigenen Welt.
"Berlin am Meer" ist gewissermaßen ein cineastischer Lückentext, in dem vieles nicht an- oder ausgesprochen wird und der Zuschauer selbst ergänzen muss. Deutlich ist der Film jedoch in der Zustandsbeschreibung der Hauptfiguren Tom (Robert Stadlober), Malte und Mitsch, die einen Punkt erreicht haben, an dem das Surfen durchs Leben von der Notwendigkeit zum Ankern abgelöst werden wird. Tom und Malte arbeiten als DJs in Berliner Clubs, träumen vom ersten Plattenvertrag. Mitsch hat sein Medizinstudium geschmissen, wovon die Eltern in München nichts wissen dürfen. Margarete (Jana Pallaske) ist das Harmoniezentrum in ihrem Koordinatensystem, darf allerdings - ein kosmisches Rätsel - nicht anziehender Stern, sondern nur Kumpel sein. Als Mitschs studierende Schwester Mavie (Anna Brüggemann) für ein Praktikum nach Berlin kommt und in die WG einzieht, wird die bisherige Balance außer Kraft gesetzt. Tom entdeckt Gefühle für Mavie, Mitsch den wiederbelebten Hass auf seine Schwester und Malte Toms Bewerbungsunterlagen für die Musikhochschule, die ihn auf eine intrigante Idee bringen.
Konflikte lösen sich so schnell auf, wie sie eingeführt wurden, kurzfristige Annäherungen entstehen, ohne dass sie ausreichend erklärt werden. So unklar der Film mitunter in den Beweggründen des Handelns und der zwischenmenschlichen Interaktion ist, so stimmig ist er in der Zeichnung Berlins als Partyzentrum. Gefeiert wird täglich und überall: in Wohnungen, auf dem Wasser oder am brennenden Ölfass auf der Straße. Untermalung bieten ein authentischer Soundtrack mit Berliner Szenebands sowie optische Spielereien, die die Nachwirkungen und Ernüchterung des Rauschs zeigen - ob er nun mit Trinken und Kiffen oder mit Gefühlen erzeugt wurde. Zwar stürzt der Mond im originellsten Bild des Films im Stadtpanorama ab, doch am Gleichgewicht an der Spree ändert das nichts. Denn wozu braucht man den Mond in Berlin, wenn dort die Nacht ohnehin zum Tag gemacht wird? kob.
Tom (Robert Stadlober) und Malte (Axel Schreiber) sind Freunde - sie machen zusammen Musik, legen als DJs in Berliner Clubs auf, träumen von der gemeinsamen Karriere, feiern bis zum Umfallen, kellnern bei einem Catering-Service und sind doch ganz unterschiedlich: Tom hadert mit sich, seinem Leben und der Zukunft. Denn eigentlich gibt es für ihn nur eine große Leidenschaft: Musik. Doch auf seine Versuche, sich einen Studienplatz an einer angesehenen Musikhochschule zu sichern, hagelte es bisher nur Absagen. Als eines Tages Mavie (Anna Brüggemann), Mitschs "kleine" Schwester aus München, in der Berliner WG einzieht, beginnt für Tom die große Gefühlsachterbahn.
Der Draufgänger Malte hingegen scheint das Glück für sich gepachtet zu haben: Alles, was er anfasst, gelingt. Er bekommt sofort einen Platz an der Musikhochschule, ein Plattenlabel nimmt ihn unter Vertrag und auch Mavie scheint seinem Charme zu erliegen, obwohl sie eigentlich an Tom interessiert ist. Da sieht Tom keinen anderen Ausweg als die Flucht, raus aus der Stadt, rein in ein anderes Leben.
Seine Freunde versuchen ihn aufzuhalten, aber auch sie wissen: Tom muss diese Entscheidung selbst treffen, wenn er nicht ewig seinem Glück im Wege stehen will. Jetzt wird sich zeigen, ob alle Geschichten am Ende Liebesgeschichten sind. Und ob es überhaupt wichtig ist, wie sie ausgehen...
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Robert Stadlober | als Tom | |
|---|---|---|---|
| Anna Brüggemann | als Mavie | ||
| Axel Schreiber | als Malte | ||
| Jana Pallaske | als Margarete | ||
| Claudius Franz | als Mitsch | ||
| Richard Kropf | als Ralph | ||
| Emma Daubas | als Angie | ||
| Daniel Zillmann | als Turbo | ||
| Aaron Hildebrand | als Peter | ||
| Kida Ramadan | als Cem | ||
| Georg Veitl | als Der Chef | ||
| Beat Marti | als Gregg | ||
| Harry Baer | als Daniel Finkelsturm | ||
| Daniel Gärtner | als Sebastian | ||
| Alina Bauer | als Verena | ||
| Antje Traue | als Estelle | ||
| Marcus Schinkel | als Alex | ||
| Sarah Baumann | als Sarah | ||
| Elisabeth Baulitz | als Sekretärin | ||
| Julia Giesbert | als Ina | ||
| Regie: | Wolfgang Eißler | ||
| Buch: | Wolfgang Eißler | ||
| Kamera: | Florian Schilling | ||
| Produzent: | Iris Sommerlatte | ||
| Ali Saghri | |||
Berlin am Meer in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Outtakes, Making of, Featurette, Trailer
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