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Beyond Hypothermia

Atmosphärisch dichte Killer-Ballade um einen einsamen, weiblichen Assassin auf Identitätssuche.


Beyond Hypothermia

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Erhältlich seit:
08.10.2001

Thriller/ Action

Hongkong 1996
Laufzeit: 82 Min.
FSK: nicht unter 18

Lau Ching-wan
Wu Chien-lien
Han Sang-woo

Regie: Patrick Leung
Laser Paradise

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Beyond Hypothermia

Als namenlose Berufskillerin durchstreift eine junge Frau die Straßenschluchten Hongkongs. Ihre Aufträge, die sie prompt und ohne jede Gefühlsregung erledigt, erhält sie von ihrer Pflegemutter, die sie einst aus den Kriegswirren von Kambodscha rettete. Nun aber greifen zwei Männer in ihr Leben ein: ein einsamer Ex-Gangster, der sein Dasein als Suppenverkäufer fristet, entbrennt in Liebe zu der schönen Unbekannten und ein eleganter Profikiller aus Korea reist an, um ihrem Treiben ein für allemal ein Ende zu bereiten.

Der Titel "Beyond Hypothermia", übersetzt etwa "Jenseits des Gefrierpunkts", umschreibt treffend nicht nur die Atmosphäre des Films, sondern ebenso die Seelenlage der schönen Heldin, die den erfahrenen Genrekunden an Luc Bessons spröde Killerin "Nikita" erinnern wird. Mit jenem Meilenstein des Thrillerkinos darf sich dieser perkekt arrangierte und virtuos inszenierte Todestanz denn auch durchaus messen. Actionfans werden dieses unterkühlte Kronjuwel zu schätzen wissen.

Beyond Hypothermia

Eines der furiosesten Action-Ballette, die je aus Hongkong kamen. Patrick Leung, Schüler von John Woo ("Im Körper des Feindes"), erweist sich seines Meisters mehr als würdig in der wilden und mit intensiven poetischen Szenen wunderbar im Gleichgewicht gehaltenen Story um die Identitätskrise einer namenlosen Auftragskillerin, die sich in ihrer Schattenwelt nach Liebe und nach den verlorenen Erinnerungen ihrer Kindheit sehnt. So schwingt in die Ausbrüche heftiger und dynamischer Action-Szenen immer ein Hauch jener existentiellen Einsamkeit des Killers hinein, wie sie seit Melvilles "Der eiskalte Engel" unlöslicher Bestandteil der stilisierten Unterweltler ist.

Die coole Killerin, von Wu Chien Lien (eine der Töchter des Kochs aus Ang Lees "Eat Drink Man Woman") in einer graziösen Mischung aus hochprofessioneller Totmacherin mit Hyperreflexen und traumverlorener junger Frau gespielt, ist eine Meisterin ihres Fachs. Dieser Cousine von Anne Parillauds "Nikita" bei der Arbeit in einer Eisfabrikhalle, auf offener Straße und bei einem Auftrag in Korea zuzusehen, ist pure Kinofaszination. Die Momente, in denen sie vor der Kodak-Kamera ihre Kindheitsverluste mit einem Teddy wiedergewinnen will, haben die poetische Kraft, wie man sie aus Wong Kar-Wais "Fallen Angels" kennt, wo der Killer auf ähnliche Weise verraten wird wie hier, wo die Tante und Managerin der Killerin einen für alle tödlichen Deal mit einem koreanischen Killer eingeht.

In die letzten Tage der schönen, ihren Namen suchenden Frau spielt die zarte Romanze mit einem warmherzigen Nudelkoch und -verkäufer hinein, mit dem sie als "Pretty Ghost" einige der kostbarsten Minuten des Films erlebt. Der apokalyptische Schluß von Patrick Leungs virtuosem Spiel mit den Mustern des Gangster-Action-Films setzt noch einmal auf die kathartische Wucht dieses Meilensteins, der auch durch das neu entfachte Interesse an John Woo und Co. seine verdienten Zuschauer finden sollte. ger.

Darsteller:  Lau Ching-wan   als Shek Tak-long
  Wu Chien-lien   als Hui Lai-fan
  Han Sang-woo   als Choe Il-jeong
  Shirley Wong   als Mei
  Cheung Chung-chi   als Pau
  Cheung Kamp-pong   als Little Mo
 
Regie:  Patrick Leung  
Buch:  Roy Szeto  
Musik:  Ben Cheung  
Kamera:  Arthur Wong  
Produzent:  Johnnie To  
 

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