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Beyond the Sea

Musikalische Biographie des jung verstorbenen Teen-Idols und Entertainers Bobby Darin. Von und mit Kevin Spacey.


Beyond the Sea

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.11.2005

Drama

USA/Deutschland/Großbritannien/Kanada 2004
Laufzeit: 114 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Kevin Spacey
Kate Bosworth
John Goodman

Regie: Kevin Spacey
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Musikalische Biographie des jung verstorbenen Teen-Idols und Entertainers Bobby Darin. Von und mit Kevin Spacey.

Bobby Darin bringt Frauenherzen zum schmelzen (Foto: Solo Film) Großansicht

Bobby Darin bringt Frauenherzen zum schmelzen (Foto: Solo Film)

Weil Ärzte ihm einen frühen Tod prognostizieren, lebt Bobby Darin (Kevin Spacey) exzessiv auf der Überholspur. Er erobert als Sänger Teenagerherzen, als Entertainer die Nightclubszene und schließlich auch Leinwand- und Teen-Idol Sandra Dee (Kate Bosworth).

Doch die ewige Rastlosigkeit belastet seine Ehe und eine familiäre Enthüllung schließlich auch sein Selbstverständnis. So sucht der Star nach einer neuen musikalischen Zukunft jenseits der kreischenden Mädchenscharen, während sein Stern bereits zu sinken beginnt.

Sandra Dee verfällt dem Womanizer (Foto: Solo Film) Großansicht

Sandra Dee verfällt dem Womanizer (Foto: Solo Film)

Seltenes Phänomen

Mit exzellenten Charakterdarstellern und kreativer Kompetenz besonders in den Bereichen Ausstattung und Kamera stemmte Kevin Spacey sein Regieprojekt über Bobby Darin an den Drehorten Babelsberg und England.

Dabei verzichtet er auf ein authentisches Nachzeichnen der Biographie, erinnert sich selektiv und manchmal auch verklärend an die Anfänge, erweckt aber das einmalige Gesangs- und Performance-Phänomen Bobby Darin beeindruckend zum Leben.

Beyond the Sea

Keyser Soze singt! Dieses Versprechen klingt ähnlich verwegen wie vor über 50 Jahren "Garbo lacht" ("Ninotschka"), wird aber von Kevin Spacey eingelöst. In seiner zweiten Regiearbeit nach "Albino Alligator" outet sich der Oscarpreisträger als großer Fan von Ex-Teen- und Sixties-Ikone Bobby Darin. Sowohl musikalische Liebeserklärung als auch biographische Lebensverklärung präsentiert sich "Beyond the Sea" als inhaltlich recht konventionelles, aber inszenatorisch souveränes Biopic, das Darin wieder in Erinnerung ruft, vor allem aber eines deutlich macht: Spacey swingt!

Schon in den Neunzigerjahren arbeiteten Regisseur Barry Levinson und Autor James Toback an einem Drehbuch über den "Splish-Splash"-Sänger, bevor die komplizierte Rechtefrage das Projekt platzen ließ. Das Interesse an dem heute nahezu vergessenen Entertainer ist verständlich. Darin war ein musikalisches Chamäleon, begann als Teen-Idol auf den Spuren von Ricky Nelson, reifte mit "Beyond the Sea" und "Mack the Knife", beides Coverversionen europäischer Evergreens, zum temperamentvollen Swinger und versuchte sich am Karriereende im Folk als neuer Pete Seeger. Auch seine Biographie steckt voller atemberaubender Twists. Sieben Jahre war er, als Ärzte die Prognose stellten, dass er wegen eines schweren Herzleidens nicht älter als 15 werden würde. Mit 24 Jahren heiratete er Amerikas Schneewittchen Sandra Dee, die mit unschuldigen Teenfeen wie "Tammy" oder "April" riesige Popularität erreichte, aber ein dunkles Geheimnis mit in die Ehe nahm. Und schließlich erfuhr Darin, wie viele Jahre später auch Jack Nicholson, dass die Frauen, die er für seine Mutter und Schwester gehalten hatte, tatsächlich seine Großmutter und Mutter waren.

Diese Eckpunkte thematisiert auch der Film, verschweigt aber, dass Darin sich 1967 scheiden ließ und kurz vor seinem Tod noch einmal heiratete, deutet nur an, dass seine und vor allem Dees Dämonen (Alkoholismus, Magersucht, traumatische Kindheit) die Beziehung extrem belasteten. Spacey spricht dieses selektive Erinnern im Film direkt an, gibt im Abspann einen klärenden Hinweis und kommentiert auch im erzählerischen Rahmen des Films, wie Fantasie in die Biographie eindringt. Die Struktur des Films ähnelt der von "De Lovely", platziert Darin in die Verfilmung seines eigenen Lebens, in der ihm auch sein Jugendbild am Set begegnet. Spacey ist ein cleveres Schlitzohr, macht das Kardinalproblem des Films vor der Kamera selbst zum Diskussionsgegenstand, ohne an der Wirkung etwas ändern zu können. Der 44-Jährige ist zu alt für die Rolle eines Mitzwanzigers, vor allem in den Turtelszenen mit der 20-jährigen Kate Bosworth als Backfisch Sandra Dee. Trotzdem vermittelt er bei den zahlreichen Auftritten die unglaubliche Dynamik des Performers, zeigt auch stimmlich, dass er sein großes Idol glänzend studiert hat.

Als Regisseur trifft Spacey meist den richtigen Ton, bis auf eine etwas kitschige öffentliche Familienversöhnung und eine Szene, in der ein Schwert Dees Angst vor der Hochzeitsnacht humorvoll symbolisiert und damit ihr heute bekanntes Trauma, jahrelang vom Stiefvater missbraucht worden zu sein, verniedlicht. Formal holt Spacey das Maximum aus seinem für ein Period Picture limitierten Budget heraus - nicht zuletzt dank eines exzellenten, in Babelsberg und England zaubernden Ausstatterteams und mit Hilfe von Kameramann Eduardo Serra, der von Beginn an dem plastisch fotografierten Film Klasse verleiht. Für diese Qualität stehen auch Charakterdarsteller wie Brenda Blethyn, Bob Hoskins oder John Goodman, doch die Hauptattraktion bleibt Spacey selbst, der Robbie mit Bobby erfolgreich Konkurrenz macht. kob.

Darsteller:  Kevin Spacey   als Bobby Darin
  Kate Bosworth   als Sandra Dee
  John Goodman   als Steve Blauner
  Bob Hoskins   als Charlie Cassotto Maffia
  Greta Scacchi   als Mary Duvan
  Caroline Aaron   als Nina Cassotto Maffia
  Peter Cincotti   als Dick Behrke
  William Ullrich   als Kleiner Bobby
  Brenda Blethyn   als Polly Cassotto
  Michael Byrne   als Dr. Andretti
  Matt Rippy   als David Gershenson
  Gary Whelan   als Jules Podell
  Jake Broder   als Erster Regieassistent
  Tayfun Bademsoy   als Ahmet Ertegun
  Nina Franoszek   als Patty Duke
  Andy Gätjen   als Journalist
  René D. Ifrah   als Zweiter Regieassistent
  Torben Liebrecht   als Lips
  Wil Röttgen   als Bobby Darins Bodyguard
  David Westhead   als Dr. Fields
  Tim Williams   als Bodyguard
  Mehmet Yilmaz   als Bobby Darins Bodyguard 2
 
Regie:  Kevin Spacey  
Buch:  Kevin Spacey  
  Lewis Colick  
Musik:  Christopher Slaski  
Kamera:  Eduardo Serra  
Produzent:  Kevin Spacey  
  Andy Patterson  
  Arthur Friedman  
  Jan Fantl  
 

Beyond the Sea in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Kevin Spacey

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