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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.04.2007
Originaltitel: Big Fish
USA 2003
Laufzeit: 125 Min.
FSK: ab 6
Ewan McGregor
Albert Finney
Billy Crudup
Regie: Tim Burton
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Der Köder klingt verlockend: der Regisseur faszinierend versponnener Kinoträume wie "Edward mit den Scherenhänden" oder "Sleepy Hollow" inszeniert ein Märchen über die magische Macht des Erzählens. Mit surrealen Geschöpfen und Bildern, einer romantischen Seele und einem großen Herz. Ob das in der Summe einen hübschen Goldfisch oder einen beeindruckenden "Big Fish" ergibt, liegt wie selten zuvor im Auge des Betrachters. Im Spektrum zwischen Sympathie und Liebe wird Tim Burtons neuer Film wohl von den meisten seiner Zuschauer angenommen werden. Wäre das allein ein Kriterium für den Erfolg eines Films, müsste sich kaum jemand um die Marktchancen dieses Big-Budget-Projekts Gedanken machen.
Drehbuchautor John Augusts Adaption des gleichnamigen Romans von Daniel Wallace liefert Grundelemente eines klassischen Tim Burton-Films: eine fantastische Alternativwelt als Schauplatz, Figuren jenseits der Normalität, eine märchenhafte Atmosphäre und eine Geschichte, die um das Thema Akzeptanz von Außenseitern kreist. Dazu gehört auch Protagonist Edward Bloom, obwohl er Erfolg gehabt, eine glückliche Ehe geführt und mit einem strahlend weißen Haus das Erreichte markiert und komplettiert hat. Aber Bloom ist auch ein ruheloser Vagabund, der sich als Vertreter immer wieder von der Familie entfernt und auch in seinem Innersten Distanz wahrt. Mit fabulösen Geschichten aus seinem Leben, die er zu jedem Thema, zu jeder Situation wie in einem konditionierten Reflex zu erzählen beginnt, hat er eine Mauer um sich errichtet und damit seinen Sohn Will (Billy Crudup) entfremdet, der hinter Münchhausen endlich den Mann finden will. Als Edward (Albert Finney) im Sterben liegt, entsteht aus den Erinnerungen seines Sohnes das Bild eines abenteuerlichen Lebens, das vielleicht gar keines gewesen ist. Erinnerungen, die vielleicht ebenso Ausschmückungen sind wie die Erzählungen des Vaters, auf denen sie basieren.
Die familiären Szenen in der Gegenwart bilden den Rahmen, der Schwerpunkt aber liegt in den Rückblenden auf die märchenhaften Stories, die der junge Bloom (Ewan McGregor), ein strahlend optimistischer, naiver Wesensverwandter von Ed Wood, immer und immer wieder erzählt hat. Ein Traum für Kameramann und Produktionsdesigner, aber, und das ist nicht untypisch für Burton, oft traditionell, mit Animatronik, Perspektivenspiel und ohne die visuelle Effektshow realisiert, die mit diesem Stoff möglich gewesen wäre. Im Kern ist "Big Fish" eine melancholische, symbolträchtige Komödie mit absurden Einschüben, ob nun aus dem Geburtskanal geschleuderte Babys über den Krankenhausflur surfen oder siamesische Zwillinge im Koreakrieg koreanischen Soldaten ein Ständchen bringen. Das Spiegelmotiv zieht sich durch den Film (führt Bloom ein zweites Leben?, Zirkusdirektor Danny DeVito hat zwei Gesichter - Mensch und Wolf), ist aber im Falle Koreas ein geradezu brillantes Symbol für die Spaltung des Landes.
In Blooms Geschichten gibt es einen sanften Riesen, eine prophetische Hexe, eine verwunschene Glücksstadt, in der auch Carreys Truman leben könnte, im Mondlicht glitzernde Seenixen, die nicht einzufangen sind (eine der schönsten Szenen des Films) und ein hübsches Mädchen, das Bloom aller Widrigkeiten zum Trotz erobert. Hübsche Vignetten allesamt, die man sich aber mitreißender und verblüffender vorstellen könnte. So wartet man auf einen echten dramatischen Höhepunkt bis zur finalen Auflösung. Dann, wenn der Sohn den Vater schließlich mit einer Geschichte in den Tod tröstet, ist man berührt, doch wenig später irritiert. Denn ein unnötiger Epilog will realistisch erklären, was eigentlich nicht entzaubert werden will. kob.
Edward Bloom - ein Held, ein Abenteurer, ein Genie - sein eigener Mythos. Doch nie ein richtiger Vater. Jetzt liegt er im Sterben, und sein Sohn Will unternimmt einen letzten Versuch, sich mit ihm zu versöhnen und endlich herauszufinden, wer Edward Bloom wirklich ist. Denn zeitlebens hat der nur fantastische Lügengeschichten über sich erzählt. So hätte er als junger Mann gemeinsam mit einem Riesen seine Heimatstadt verlassen, in einem magischen Wald gegen mordlüsterne Fabelwesen gekämpft, mit einem Werwolf im Zirkus gelebt, seine Ehefrau mit 10.000 Narzissen betört, den Zweiten Weltkrieg quasi im Alleingang gewonnen, eine komplette Nacht auf dem Grund eines Sees verbracht und noch viele andere unglaubliche Wunderdinge erlebt. Will rekapituliert all diese bizarren Geschichten, will Spuren von Realität in den Lügenkonstrukten entdecken - doch Edward Blooms "Wirklichkeit" ist eine andere ...
Kurzbewertung:
Ein bildgewaltiger, spannender, komischer und zugleich herzzerreißender Film über die Macht der Träume, der Liebe und der Fantasie von Meisterregisseur Tim Burton (Edward mit den Scherenhänden). Mit Ewan McGregor (Moulin Rouge), Billy Crudup (Almost Famous - Fast berühmt), Albert Finney (Erin Brockovich), der zweifachen Oscar[r]-Preisträgerin Jessica Lange (Tootsie), Helena Bonham Carter (Fight Club), Danny DeVito (Schnappt Shorty), Steve Buscemi (Armageddon) und der aufregenden Newcomerin Alison Lohman (Tricks).
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Ewan McGregor | als Edward Bloom, jung | |
|---|---|---|---|
| Albert Finney | als Edward Bloom | ||
| Billy Crudup | als Will Bloom | ||
| Jessica Lange | als Sandra Bloom | ||
| Helena Bonham Carter | als Jenny/die Hexe | ||
| Alison Lohman | als Sandra Bloom, jung | ||
| Robert Guillaume | als Dr. Bennett | ||
| Marion Cotillard | als Josephine | ||
| Matthew McGrory | als Karl der Riese | ||
| Steve Buscemi | als Norther Winslow | ||
| Danny DeVito | als Amos Calloway | ||
| Ada Tai | als Ping | ||
| Arlene Tai | als Jing | ||
| David Denman | als Don Price | ||
| Missi Pyle | als Mildred | ||
| Loudon Wainwright | als Beamen | ||
| Regie: | Tim Burton | ||
| Buch: | John August | ||
| Musik: | Danny Elfman | ||
| Kamera: | Philippe Rousselot | ||
| Produzent: | Richard D. Zanuck | ||
| Dan Jinks | |||
| Bruce Cohen | |||
Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch PCM 5.1, Deutsch DD 5.1, Englisch PCM 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentar, Trailer
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