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Billy Elliot - I Will Dance

Gefühlvolles Feel-Good-Movie um einen Elfjährigen, der es dank seiner Ballettbegeisterung aus einer nordenglischen Minenstadt nach London schafft.


Billy Elliot - I Will Dance

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Originaltitel: Billy Elliot

Drama/ Komödie

Großbritannien 2000
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 6

Jamie Bell
Julie Walters
Jamie Driven

Regie: Stephen Daldry
Universal Pictures Germany

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Billy Elliot - I Will Dance

Nordengland, 1984: Um die Kohlenminen vor der Schließung zu bewahren, gehen die Zechenkumpel auf die Straße. Unter den Streikenden befinden sich auch Witwer Elliot und dessen Sohn Tony. Währenddessen wird der jüngere Sohn Billy zum Boxunterricht geschickt, damit er ein richtiger "Mann" wird. Nachdem der jedoch durch Zufall in einer Ballettstunde landet, will er bald nur noch eines: Tanzen. Als sein Vater davon erfährt, tobt er und verbietet Billy jeglichen weiteren Unterricht. Bis er ihn eines Nachts tanzen sieht...

Weder didaktisch-trist noch kommerziell bemüht, setzt das erstaunliche Erstlingswerk von Stephen Daldry ganz auf die hohe Kunst großer Kinobilder. Dabei bewahrt das poetische Adoleszenz-Drama eine gehörige Portion schwarzen Humors vor unnötigem Pathos. Besonderen Charme verleiht dem Film Newcomer Jamie Bell in der Titelrolle, der nicht nur als begabter Tänzer, sondern auch natürlich wirkender Darsteller überzeugt. So wird die märchenhafte, emotionale Geschichte ihr wohl vorwiegend weibliches Publikum begeistern.

Billy Elliot - I Will Dance

Wenn Tropen-Insulaner Bob fahren ("Cool Runnings") oder akrobatische Traumgirls Metall schweißen können ("Flashdance"), dann kann auch ein 11-jähriger Junge aus dem nordenglischen Kohlenrevier seinen Traum vom Ballett erfüllen, auch wenn die Herzen gestandener Männer im Milieu von Knochenarbeit und Guiness solidarisch bluten. Seit seiner Aufführung in Cannes sammelt die märchenhafte Geschichte von Billy Elliot nahezu widerstandslos Sympathien, und die Zeichen stehen gut, dass sich diese Resonanz nach den Traumstarts von England (dritterfolgreichster Herbst-Film) und den USA auch hierzulande kommerziell niederschlagen wird.

Durchaus verständlich setzt Verleihmajor UIP auf diesen britischen Geheimtipp, der zwar zu einem sehr umkämpften Termin an den Start geht, aber in Story, Figurenzeichnung und Inszenierung wenig unversucht lässt, um mit Breitenwirkung der Konkurrenz Paroli zu bieten. Vom T.Rex-Oldie "Children of the Revolution" fast programmatisch begleitet, emanzipiert sich Billy Elliot von seiner vorgeplanten Zukunft in der Mine, benutzt das Geld seines Vaters, der vom Tod seiner Frau und dem langen Gewerkschaftsstreik zermürbt ist, nicht zum Box-, sondern Tanztraining. Dabei entdeckt er verunsichert das andere Geschlecht und, umzingelt davon, seine Stärke, die ihn als einziger Mann Ballettunterricht nehmen lässt. Diese Rollen sprengende Geheimaktion sorgt neben der angespannten wirtschaftlichen und familiären Situation für das Konfliktpotenzial, von dem sich dieses klassische Feel-Good-Movie im letzten Drittel mit einem Crescendo von Emotion, Versöhnungsbereitschaft und Sentimentalität befreit. Wie schon in "Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten" oder "Ganz oder gar nicht", mit dem sich "Billy Elliot" wohl am deutlichsten verbunden fühlt, bildet das soziale Milieu einen authentischen Hintergrund, vor dem sich Spannungen bilden. Dem gegenüber steht der kaltschnäuzige britische Humor, den vor allem Tanzlehrerin Julie Walters, in reduzierter Dosis auch deren altkluge Tochter transportieren. Der Charme des Films steht und fällt aber mit Hauptdarsteller Jamie Bell, der wie seine Figur die Liebe zum Tanz heimlich pflegte und hier nicht nur als begabter, aber eben noch unfertiger Tänzer, sondern auch als natürlich wirkender Darsteller zu gefallen weiß. In zwei starken Sequenzen steppt er sich zunächst auf der Straße, später in der Halle den Zorn von der Seele, markiert aber auch mit seinem Tanz gestiegenes Selbstbewusstsein, das sein Vater schließlich nicht als Kampfansage, sondern als Signal für ein mögliches Leben außerhalb seiner eigenen Endlosschleife aus Arbeit und Armut wertet. Beide Passagen machen für den Zuschauer, der sich auch abseits eines wohl schwerpunktmäßig weiblichen Stammpublikums finden wird, ansteckend dynamisch sichtbar, dass für den Tanz, gerade auch auf dem Ballettparkett, weder die Beweglichkeit noch die bessere Aussicht auf Zehenspitzen, sondern die Möglichkeit des eigenen emotionalen Ausdrucks von zentraler Bedeutung sind. kob.

Darsteller:  Jamie Bell   als Billy
  Julie Walters   als Frau Wilkinson
  Jamie Driven   als Tony
  Gary Lewis   als Dad
  Jean Heywood   als Großmutter
  Stuart Wells   als Michael
  Nicola Blackwell   als Debbie
 
Regie:  Stephen Daldry  
Buch:  Lee Hall  
Musik:  Stephen Warbeck  
Kamera:  Brian Tufano  
Produzent:  Greg Brenman  
  Jonathan Finn  

Jamie Bell für Spider-Man vorgesehen

Jamie Bell alias "Billy Elliot" ist in Hollywood ein gefragter Schauspieler. Jetzt könnte der Brite seinen größten Erfolg feiern und die Rolle als Spider-Man ergattern.

Schwingt sich schon bald als Spider-Man durch Straßenschluchten: Jamie Bell (Foto: Highlight) Großansicht

Schwingt sich schon bald als Spider-Man durch Straßenschluchten: Jamie Bell (Foto: Highlight)

Im Tanzfilm "Billy Elliot - I Will Dance" rührte Jamie Bell Filmfans zu Tränen. Auf einen Schlag war der britische Bub mit Sommersprossen auf der ganzen Welt berühmt. Jetzt könnte Jamie der größte Coup seiner jungen Karriere gelingen: die Titelrolle im nächsten "Spider-Man"-Abenteuer. Das vierte Fantasyspektakel über den berühmten Spinnenmann ist zeitlich vor den bisherigen drei Teilen angesetzt und geht auf die Schulzeit von Peter Parker ein. Jamie ist der aussichtsreichste Kandidat für die Titelrolle.

Neben dem 24-Jährigen buhlen noch Alden Ehrenreich, Frank Dillane, Josh Hutcherson und Andrew Garfield um den begehrten Part als Peter Parker.

Jamie möchte das Erbe von Tobey Maguire antreten

Wenn Jamie das Rennen macht, wäre er der Nachfolger von Tobey Maguire, der Spidey in den letzten drei Comic-Adaptionen verkörperte. Neuland würde der Nachwuchsstar damit keinesfalls betreten. Schließlich dreht er vorher noch als Sprecher die Comicverfilmung "Die Abenteuer von Tim und Struppi" ab, die 2011 über die Kinoleinwände flimmern wird. Nach Blockbusterproduktionen wie "King Kong" und "Unbeugsam - Defiance" ist Jamie auf dem besten Wege, eine feste Größe im Schauspielgeschäft zu werden.

Regie beim vierten Spider-Man-Spektakel soll übrigens Marc Webb ("(500) Days of Summer") führen. Der Kinostart ist für 2012 vorgesehen.

 

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