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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.05.2005
Originaltitel: Billy Elliot
Großbritannien 2000
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 6
Jamie Bell
Julie Walters
Jamie Driven
Regie: Stephen Daldry
Universal Pictures Germany

Wenn Tropen-Insulaner Bob fahren ("Cool Runnings") oder akrobatische Traumgirls Metall schweißen können ("Flashdance"), dann kann auch ein 11-jähriger Junge aus dem nordenglischen Kohlenrevier seinen Traum vom Ballett erfüllen, auch wenn die Herzen gestandener Männer im Milieu von Knochenarbeit und Guiness solidarisch bluten. Seit seiner Aufführung in Cannes sammelt die märchenhafte Geschichte von Billy Elliot nahezu widerstandslos Sympathien, und die Zeichen stehen gut, dass sich diese Resonanz nach den Traumstarts von England (dritterfolgreichster Herbst-Film) und den USA auch hierzulande kommerziell niederschlagen wird.
Durchaus verständlich setzt Verleihmajor UIP auf diesen britischen Geheimtipp, der zwar zu einem sehr umkämpften Termin an den Start geht, aber in Story, Figurenzeichnung und Inszenierung wenig unversucht lässt, um mit Breitenwirkung der Konkurrenz Paroli zu bieten. Vom T.Rex-Oldie "Children of the Revolution" fast programmatisch begleitet, emanzipiert sich Billy Elliot von seiner vorgeplanten Zukunft in der Mine, benutzt das Geld seines Vaters, der vom Tod seiner Frau und dem langen Gewerkschaftsstreik zermürbt ist, nicht zum Box-, sondern Tanztraining. Dabei entdeckt er verunsichert das andere Geschlecht und, umzingelt davon, seine Stärke, die ihn als einziger Mann Ballettunterricht nehmen lässt. Diese Rollen sprengende Geheimaktion sorgt neben der angespannten wirtschaftlichen und familiären Situation für das Konfliktpotenzial, von dem sich dieses klassische Feel-Good-Movie im letzten Drittel mit einem Crescendo von Emotion, Versöhnungsbereitschaft und Sentimentalität befreit. Wie schon in "Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten" oder "Ganz oder gar nicht", mit dem sich "Billy Elliot" wohl am deutlichsten verbunden fühlt, bildet das soziale Milieu einen authentischen Hintergrund, vor dem sich Spannungen bilden. Dem gegenüber steht der kaltschnäuzige britische Humor, den vor allem Tanzlehrerin Julie Walters, in reduzierter Dosis auch deren altkluge Tochter transportieren. Der Charme des Films steht und fällt aber mit Hauptdarsteller Jamie Bell, der wie seine Figur die Liebe zum Tanz heimlich pflegte und hier nicht nur als begabter, aber eben noch unfertiger Tänzer, sondern auch als natürlich wirkender Darsteller zu gefallen weiß. In zwei starken Sequenzen steppt er sich zunächst auf der Straße, später in der Halle den Zorn von der Seele, markiert aber auch mit seinem Tanz gestiegenes Selbstbewusstsein, das sein Vater schließlich nicht als Kampfansage, sondern als Signal für ein mögliches Leben außerhalb seiner eigenen Endlosschleife aus Arbeit und Armut wertet. Beide Passagen machen für den Zuschauer, der sich auch abseits eines wohl schwerpunktmäßig weiblichen Stammpublikums finden wird, ansteckend dynamisch sichtbar, dass für den Tanz, gerade auch auf dem Ballettparkett, weder die Beweglichkeit noch die bessere Aussicht auf Zehenspitzen, sondern die Möglichkeit des eigenen emotionalen Ausdrucks von zentraler Bedeutung sind. kob.
| Darsteller: | Jamie Bell | als Billy | |
|---|---|---|---|
| Julie Walters | als Frau Wilkinson | ||
| Jamie Driven | als Tony | ||
| Gary Lewis | als Dad | ||
| Jean Heywood | als Großmutter | ||
| Stuart Wells | als Michael | ||
| Nicola Blackwell | als Debbie | ||
| Regie: | Stephen Daldry | ||
| Buch: | Lee Hall | ||
| Musik: | Stephen Warbeck | ||
| Kamera: | Brian Tufano | ||
| Produzent: | Greg Brenman | ||
| Jonathan Finn | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Dänisch, Engl. f. Hörg., Finnisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Behind the Scenes, Featurette, Entfallene Szenen, Musikvideos
Star
Julie Walters
Sie ist die schlagfertigste und mit Abstand beste "Kodderschnauze" des britischen Kinos und Fernsehens und in der Heimat seit der...
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