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Birth

Mysteriöses Drama um eine Witwe, der sich ein Zehnjähriger als Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes präsentiert.


Birth

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.06.2005

Drama/ Thriller

USA 2004
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Nicole Kidman
Cameron Bright
Danny Huston

Regie: Jonathan Glazer
Warner Home Video Germany

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Mysteriöses Drama um eine Witwe, der sich ein Zehnjähriger als Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes präsentiert.

Der 10-jährige Sean gibt vor, Annas Mann zu sein (Foto: Warner) Großansicht

Der 10-jährige Sean gibt vor, Annas Mann zu sein (Foto: Warner)

Die junge Witwe Anna (Nicole Kidman) ist gerade dabei, über den ein Jahrzehnt zurückliegenden Tod ihres Mannes hinwegzukommen. Nun steht sie kurz davor, ihren Verlobten Joseph (Danny Huston) zu heiraten.

Da trifft sie einen zehnjährigen Jungen, der behauptet, die Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes zu sein. Sie ist verstört und weiß nicht recht, wie sie mit dieser Behauptung umgehen soll. Doch bald verbringt sie mehr und mehr Zeit mit dem kleinen Sean (Cameron Bright), der mehr über sie weiß, als er wissen dürfte.

Anna weiß nicht recht, was sie glauben soll (Foto: Warner) Großansicht

Anna weiß nicht recht, was sie glauben soll (Foto: Warner)

Dicht und unheimlich

Jonathan Glazer, der mit dem viel gelobten Gangsterstück "Sexy Beast" sein Spielfilmdebüt präsentierte, legt ein mysteriöses Drama nach. Nicole Kidman glänzt in der Hauptrolle und lässt in minutenlangen Großaufnahmen wahre Gefühlsgewitter über ihr Antlitz gleiten. Die dichte, unheimliche Atmosphäre des Films wird zudem duch eine der besten Filmmusiken des Jahres veredelt. Die französische Autorenlegende Jean-Claude Carrière schrieb am Drehbuch mit.

Birth

Auch nach seinem bemerkenswerten Regiedebüt "Sexy Beast" hat Ex-Werbefilmer Jonathan Glazer wieder Originelles und Verstörendes, diesmal sogar Übersinnliches zu bieten. Sein im Wettbewerbsprogramm der Biennale 2004 uraufgeführtes Reinkarnationsdrama um einen Jungen, der behauptet, der verstorbene Ehemann einer attraktiven Witwe zu sein, ist stimmig ausgestattet, adäquat bebildert und mit Traumfabrik-Schönheit Nicole Kidman publikumswirksam besetzt. Wegen seiner verqueren Thematik und des anspruchsvollen Plots dürfte sich die Breitenwirkung im Kino jedoch eher in Grenzen halten.

Ms Kidman, erst 2003 mit Oscar sowie Golden Globe für "The Hours" ausgezeichnet, bleibt ihrem Faible für abseitige, metaphysisch angehauchte Leinwand-Stoffe treu. Mit wenigen Ausnahmen eher der Filmkunst verfallen, variiert sie hier höchst geschickt ihre Rolle aus "The Others", dessen unheimliche Atmosphäre sich auch hier zweifelsohne widerspiegelt. Glazers zweite Spielfilmarbeit nach der innovativen Thriller-Komödie "Sexy Beast" (2000) führt uns schon in der Eröffnungssequenz vor Augen, wie nah Leben und Tod zusammenliegen bzw. wie unvermittelt das Dasein zu Ende gehen kann: Ein einsamer Jogger bricht an einem kalten Wintertag in einem New Yorker Park zusammen und stirbt, just als im gleichen Moment ein Kind zur Welt kommt.

Zehn Jahre später erfahren wir, in welchem Zusammenhang die beiden Individuen stehen: Die schöne Anna (Kidman) aus New Yorks Upper Class hat den Tod ihres Ehemannes Sean, besagten Joggers, endlich verwunden und gedenkt, zur Freude ihrer dominanten Mutter Eleanor - Lauren Bacall, sensationell gut und immer noch höchst attraktiv - den steifen, gebildeten Joseph (Danny Huston) zu ehelichen. Da taucht auf Eleanors in engem Familienkreis abgehaltener Geburtstagsfeier wie aus dem Nichts ein zehnjähriger (!) Junge - Cameron Bright wandelt auf den Spuren von Kollege Haley Joel Osment - auf, der mit Anna sprechen will. Unter vier Augen vertraut er ihr an, dass er ihr verstorbener Ehemann ist und verbietet ihr, Joseph zu heiraten. Anna ist wütend und zugleich verstört. Doch im Laufe der nächsten Tage, in denen der Kleine trotz Verbotes immer wieder Kontakt mit ihr aufnimmt und dabei intime Details, die einzig und allein Sean wissen kann, preisgibt, wächst in Anna der Verdacht und die Hoffnung, dass dieser blasse, stoische Dreikäsehoch tatsächlich ihr geliebter Gatte sein könnte.

Auf den ersten Blick scheint es sich hier um eine komplizierte Abhandlung zum Thema Seelenwanderung und die absonderlichen Möglichkeiten der Wiedergeburt zu handeln, doch trotz aller Metaphysik ist Regisseur Glazer geschickt genug, dem breiten Publikum eine, wenn auch unkonventionelle, für amerikanische Verhältnisse gar skandalöse Love Story zu präsentieren. Vor allem eine Szene, in der Jungmime Bright zur nackten Kidman in die Badewanne steigt, erhitzte in den USA die Gemüter der ewig Gestrigen. Doch bei Jonathan Glazer sind derlei Sequenzen nie vordergründige Effekthascherei, sondern stets Mittel zum Zweck, die Handlung voranzutreiben. Dass sein Werk Diskussionen provoziert und zum Nachdenken angeregt, ist eine Sache. Die andere, die handwerkliche, hat er perfekt gelöst. Die düsteren, farblosen Bilder von Kameramann Harris Savides ("The Game"; "Elephant") unterstreichen das Übersinnliche des Plots ebenso wie das kantige, etwas altmodische, in herbstlichen Brauntönen gehaltene Produktionsdesign von Kevin Thompson sowie die sphärische Musik von Alexandre Desplat. Die exzellenten Darsteller um Kidman und Bright, allen voran Huston als eifersüchtiger Verlobter und Arliss Howard als melancholischer Schwager Bob tun ein Übriges um "Birth" im Vergleich zu verwandten Genre-Highlights genügend Eigenständigkeit zu verleihen. lasso.

Darsteller:  Nicole Kidman   als Anna
  Cameron Bright   als Sean
  Danny Huston   als Joseph
  Lauren Bacall   als Eleanor
  Alison Elliot   als Laura
  Arliss Howard   als Bob
  Michael Desautels   als Sean
  Anne Heche   als Clara
  Peter Stormare   als Clifford
  Ted Levine   als Mr. Conte
  Cara Seymoure   als Mrs. Conte
  Scott Johnsen   als Caterer
  Joe M. Chalmers   als Sinclair
  Novella Nelson   als Lee
  Zoe Caldwell   als Mrs. Hill
  Charles Goff   als Mr. Drummond
  Sheila Smith   als Mrs. Drummond
  Milo Addica   als Jimmy
 
Regie:  Jonathan Glazer  
Buch:  Jean-Claude Carrière  
  Milo Addica  
  Jonathan Glazer  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Harris Savides  
Produzent:  Jean-Louis Piel  
  Nick Morris  
  Lizie Gower  
 

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