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Birthday Girl - Braut auf Bestellung

Romantik-Komödien-Thriller um eine russische Katalogbraut, die ihrem potenziellen Ehemann nichts als Ärger bringt.


Birthday Girl - Braut auf Bestellung

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Erhältlich seit:
20.03.2003

Originaltitel: Birthday Girl

Komödie/ Thriller

Großbritannien/USA 2001
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Nicole Kidman
Ben Chaplin
Mathieu Kassovitz

Regie: Jez Butterworth
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Als russische Nachnahme-Braut bringt Nicole Kidman den Alltag des biederen britischen Bankers Ben Chaplin gehörig durcheinander.

Sexy Nicole Kidman als russisches "Birthday Girl" Nadja

Sexy Nicole Kidman als russisches "Birthday Girl" Nadja

Nicole Kidman ist nicht aufzuhalten: Nach "Moulin Rouge" und " The Others" ist Tom Cruises Ex-Gattin jetzt in der schrägen Independent-Comedy "Birthday Girl" zu bewundern.

Der Brite Jez Butterworth erzählt in seinem zweiten Kinofilm die Tragödie eines Losers: Der biedere Bankangestellte John (Ben Chaplin) fristet ein trostloses Dasein. Das ändert sich, als er via Internet eine Ehefrau "bestellt".

Der Haken bei der Sache: Seine Nadja (Nicole Kidman) kommt aus Russland und spricht kein Wort englisch. Zunächst will der erboste John die Dame postwendend zurückgeben, doch dann bemerkt der schusselig-scheue Banker, dass man auch ohne viele Worte jede Menge Spaß und hervorragenden Sex haben kann. Dummerweise tauchen zu Nadjas vermeintlicher Geburtstagsfeier deren russische "Cousins" Yuri (Mathieu Kassovitz) und Alexej (Vincent Cassel) auf und trüben die traute Zweisamkeit.

Im ersten Teil der Story versuchen Chaplin und Kidman miteinander Kontakt aufzunehmen. Die nonverbale Kommunikation macht einen Großteil des Humors aus. Wenn dann aber Kassovitz und Cassel auf den Plan treten, wird die originelle Love Story zum Action-Krimi. Tempo und Spannung kommen auf, während das feinnuancierte Spiel zwischen der souverän agierenden Kidman und dem sympathisch-trotteligen, gleichzeitig gewitzten Ben Chaplin ein wenig in den Hintergrund gerät.

Die gute Schauspielführung, die geschickt eingesetzte Situationskomik sowie Kidmans Leinwandpräsenz machen dieses Low-Budget-Produktion zu einem echten Kino-Kleinod.

Birthday Girl - Braut auf Bestellung

Auf der letztjährigen Biennale konnte Nicole Kidman gleich zwei Mal punkten. Zum einen in Alejandro Amenábars Wettbewerbsbeitrag "The Others" (Bundesstart: 10. Januar 2002), zum anderen in Jez Butterworths kleiner, aber feiner Independent-Produktion "Birthday Girl". In dem Romantik-Komödien-Thriller spielt die Kidman eine zwielichtige Russin, die das Leben eines biederen britischen Bankangestellten gehörig durcheinanderwirbelt. Die Popularität des Hollywood-Stars, ausgezeichnete darstellerische Leistungen sowie der besondere lakonisch-makabre Humor könnten dem zweiten Werk (nach "Mojo", 1998) des erst 32-jährigen Engländers zu einem achtbaren Resultat an den Kinokassen verhelfen.

"Birthday Girl" erzählt von der Tragödie eines lächerlichen Mannes in Gestalt des Bankangestellten John (herrlich naiv: Ben Chaplin). Dieser führt - von allen gehänselt und verspottet - das Dasein eines klassischen Losers. Das ändert sich eines Tages, als er via Internet-Partneragentur eine Ehefrau "bestellt". Der Haken an der Sache: Seine Nadja (Nicole Kidman) kommt aus Russland und spricht kein Wort englisch. Zunächst will der erboste John die Dame postwendend wieder zurückgeben, doch dann bemerkt der schusselig-scheue Banker allmählich, dass man auch ohne viele Worte jede Menge Spaß und hervorragenden Sex haben kann. Dummerweise tauchen zu Nadjas vermeintlicher Geburtstagsfeier deren russische "Cousins" Yuri (Mathieu Kassovitz) und Alexej (Vincent Cassel) auf und trüben die traute Zweisamkeit. Und nicht nur das, das Duo führt Böses im Schilde. Viel zu spät begreift John, dass er der Russen-Mafia auf den Leim gegangen ist. Diese zwingt ihn schließlich dazu, die eigene Bank auszurauben, was er Nadja zuliebe auch tut. Als der bedauernswerte Brite dann aber erkennen muss, dass seine Katalog-Braut mit den Ganoven gemeinsame Sache macht, bricht seine einst so heile Welt endgültig zusammen.

Die technisch solide umgesetzte Low-Budget-Produktion hat ihre Stärken eindeutig im ersten Drittel der Geschichte, in der Chaplin und Kidman versuchen, miteinander Kontakt aufzunehmen. Diese Art nonverbaler Kommunikation, die über Blicke, Gesten und Handlungen bestritten wird, macht einen Großteil des Humors von "Birthday Girl" aus. Wenn dann allerdings Kassovitz und Cassel das Ruder übernehmen, mutiert die originelle Love Story in einen wild-brutalen Action-Krimi. Dies sorgt zwar für Tempo und Spannung, verhindert aber gleichzeitig, dass das feinnuancierte Spiel zwischen der souverän agierenden Nicole Kidman und dem unschlagbar sympathisch-trotteligen und gleichzeitig gewitzten Ben Chaplin weiter zur Geltung kommt. Dass sich Jez Butterworth, dessen einer Bruder Stephen koproduzierte und dessen anderer Bruder Tom als Koautor fungierte, nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen konnte, mag man noch seiner (relativen) Unerfahrenheit zuschreiben. Ansonsten erweist sich der junge Regisseur, der an der renommierten Universität von Cambridge studierte, vor allem in der Schauspielführung und im Kreieren von Situationskomik als Meister seines Fachs. Mit einer geschickten Platzierung in ausgewählten Großstadtkinos sollte davon nun auch Concorde profitieren. lasso.

Darsteller:  Nicole Kidman   als Nadia
  Ben Chaplin   als John
  Mathieu Kassovitz   als Yuri
  Vincent Cassel   als Alexei
  Kate Evans   als Clare
  Stephen Mangan   als Bankmanager
  Xander Armstrong   als Robert Moseley
  Sally Phillips   als Karen
  Jo McInnes   als Kellnerin
  Ben Miller   als Concierge
 
Regie:  Jez Butterworth  
Buch:  Jez Butterworth  
  Tom Butterworth  
Musik:  Stephen Warbeck  
Kamera:  Oliver Stapleton  
Produzent:  Steve Butterworth  
  Diana Phillips  

Nicole gegen die Robo-Hausfrauen

Heiß begehrt: <br />"<a href="http://www.kino.de/kinofilm/birthday-girl/56234.html">Birthday Girl</a>" Nicole Kidman

Heiß begehrt: <br />"<a href="http://www.kino.de/kinofilm/birthday-girl/56234.html">Birthday Girl</a>" Nicole Kidman

Eine ganz fiese Idee: Die zickende Ehefrau einfach in einen Roboter verwandeln, der dem ungeduldigen Göttergatten Pantoffeln und Dosenbier bringt und brav das Feinripp-Shirt wäscht.

1975 drehte Regie-Ikone Bryan Forbes über diese Ausgeburt heimlicher Macho-Fantasien die Horrorkomödie "Die Frauen von Stepford" mit Katharine Ross ("Die Reifeprüfung") in der Hauptrolle.

Jetzt soll sich Nicole Kidman in einem Paramount-Remake mit den Robo-Ladies auseinandersetzen: Sie spielt eine Zugezogene im spießigen Pendlerstädtchen Stepford. Die Frauen dort kommen ihr von Anfang an verdächtig hausmütterchenhaft und devot vor.

Inszenieren wird das Remake der Muppets- und Yoda-Puppenspieler Frank Oz, der auch schon bei "The Score" und "In & Out" im Regiestuhl saß. Die Story wird in die Gegenwart verlegt und aufwändige Special Effects sollen die Verwandlung der menschlichen Gattinen in Cyborgs sichtbar machen.

Mal sehen, ob Paramount den Deal mit der australischen Feuerlocke perfekt machen kann - immerhin ist sie derzeit als Leading Lady bei einer ganzen Latte von Projekten im Gespräch: Als geschockte Witwe in Jonathan Glazers Mystery-Thriller "Birth", als Hexe Samantha in der Serien-Adaption "Bewitched" an der Seite von Mike Myers und als Hollywood-Prostituierte in "Pay the Girl". Gut möglich, dass sie sich aber zuallererst den Herzenswunsch erfüllt, mit Landsmann Russell Crowe einen Film in Aussie-Land zu drehen.

 

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