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Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung

Jugenddrama um die Freundschaft zweier Jungs aus der Rapper-Szene in Würzburg.


Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.05.2011

Originaltitel: Bis aufs Blut

Drama/ Jugend

Deutschland 2009
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 16

Jacob Matschenz
Burak Yigit
Balder Beyer

Regie: Oliver Kienle
EuroVideo Bildprogramm

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Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung

Tommy und Sule sind Freunde von Kindesbeinen an. Sie bezeichnen sich selbst als "Fuck-ups", fühlen sich in der Rapperszene zu Hause. Dass das Leben keine Party ist, erfährt Tommy, als er wegen Dealens mit Gras für ein halbes Jahr in den Jugendknast muss und dort schlimme Erfahrungen macht. Wieder zu Hause will Tommy sein Abi nachholen und mit Sule einen gemeinsamen Tuning-Laden eröffnen. Doch der verbringt den Tag lieber rauchumnebelt.

Ganz auf ein jugendliches Publikum zugeschnittenes Drama um die (Grenzen der) Freundschaft zweier Jungs, die Gettoslang und Grasrauchen zelebrieren. Das Langfilmdebüt von Oliver Kienle versucht Milieu und Lebensgefühl authentisch wieder zu geben, lässt die inneren Spannungen der Figuren in realistischen Schlägereien sich entladen und hat mit Jacob Matschenz und Burak Yigit passende Darsteller gefunden. Natürlich spielt auch die Musik, u.a. von Manuellsen, eine Hauptrolle.

Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung

Jugenddrama um die Freundschaft zweier Jungs in Würzburg, wo sie zwischen Gangsta-Posen, Obszön-Rap und Drogendealen eine Zukunft suchen.

Was ist Freundschaft wert? So viel, dass sie einem die Zukunft verbaut? Diese Fragen stellt sich Tommy (Jacob Matschenz), als der schlechte Einfluss seines türkischstämmigen Kumpels Sule (Burat Yigit) zum zentralen Problem dieser Coming-of-Age-Dramödie wird. Aber unschuldig ist Ersterer auch nicht gerade in Oliver Kienles zeitgeistigem Porträt einer Generation und deren Lebensgefühl aus Sex, Hiphop und Drogen. Der Prolog führt zwei Kids zusammen, die Brüder werden, Verlierer-Freunde, die sich selbst als "Fuck-Ups" bezeichnen, denn in "Bis aufs Blut" regiert der derbe Ghetto-Slang, auch wenn man sich in Würzburg befindet.

Das Konzept des Drehbuchs klingt überzeugender und authentischer als es der deutlich für ein jugendliches Publikum optimierte Film letztlich ist. Die Dauerparty endet für Tommy, als er wegen Dealen mit Gras für ein halbes Jahr in den Jugendknast geht und dort traumatische Erfahrungen macht. Nach seiner Entlassung auf Bewährung lässt er seine alleinerziehende Mutter links liegen und hängt mit Sule ab, plant, sein Abi nachzuholen und einen gemeinsamen Tuning-Laden zu eröffnen. Aber seine Freundin Sina (Aylin Tezel) hat längst einen anderen und der grasvernebelte Sule bringt ihn rasch wieder in Schwierigkeiten. Und Tommy weiß immer noch nicht, wer ihn damals verraten hat.

Moral und Belehrungen bleiben außen vor, wenn Kienle loslegt und ein energiegeladenes Bild zweier Teens auf der schiefen Bahn zeichnet. Am meisten haben die Jungs mit sich selbst zu kämpfen, aber der Unterhaltungswert von Party, Rap und Drogen entlastet die Dramatik. Der Film übernimmt die Ansichten der beiden, die Sorgen von Tommys Mutter oder dem Schulleiter (Nebenrollen für Simone Thomalla und Peter Lohmeyer) nicht an sich heranlassen. Die Spannung entlädt sich in - überaus realistischen - Schlägereien. Es wird viel Inventar demoliert, um negativen Emotionen Ausdruck zu verleihen. Dazwischen transportiert unzensierter Hiphop (u.a. von Manuellsen in seinem ersten Filmauftritt) die Gefühle der jungen Leute aus der Rapper-Szene. Das ist bemüht lässig und witzig, ohne die ernsthaften Konsequenzen zu leugnen. Die Augenhöhe mit den Protagonisten überzeugte vor allem Jugendjurys auf diversen Festivals. tk.

Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung

Tommy (Jacob Matschenz) und Sule (Burak Yigit) sind wie Brüder. Nichts kann ihrer Freundschaft etwas anhaben. Die Clique ist Ihre Familie, ein Tuningladen ihr Kindheitstraum. Ihr Leben gleicht einer Party, bis Tommy wegen der gemeinsamen Dealerei geschnappt wird und im Jugendgefängnis die Hölle auf Erden erlebt. Sechs Monate später kommt er raus und muss sich in einer Welt zurechtfinden, in der einiges passiert ist: Die Amis sind weg, seine Jugendliebe Sina (Aylin Tezel) hat bereits einen Neuen
und seine Mutter Sylvia (Simone Thomalla) droht ihm mit Rausschmiss. Obwohl er sich geschworen hat, nie mehr in den Knast zu gehen, findet er den einzigen Rückhalt bei Sule. Und der hat einen klaren Masterplan, um den Traum vom Tuningladen wahr werden zu lassen: Einen letzten großen Deal!

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Jacob Matschenz   als Tommy
  Burak Yigit   als Sule
  Balder Beyer   als Keiler
  Aylin Tezel   als Sina
  Manuellsen   als Clay
  Liv Lisa Fries   als Caro
  Simone Thomalla   als Sylvia, Tommys Mutter
  Peter Lohmeyer   als Schuldirektor
 
Regie:  Oliver Kienle  
Buch:  Oliver Kienle  
Kamera:  Moritz Reinecke  
Produzent:  Ralf Hartmann  
 

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