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Black Death

Spannendes Horrorabenteuer über den mittelalterlichen Pestausbruch und ein englisches Dorf, das ihm mit heidnischen Ritualen zu trotzen scheint.


Black Death

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Erhältlich seit:
13.01.2011

Abenteuer/ Mystery

Deutschland/Großbritannien 2010
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 16

Sean Bean
Eddie Redmayne
Carice van Houten

Regie: Christopher Smith
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Black Death

1348 ist England im Griff des Schwarzen Todes, doch ein abgelegenes Dorf scheint sich der Pest widersetzen zu können. Im Auftrag der Kirche, die einen Verlust ihres Einflusses durch zunehmenden Aberglauben fürchtet, sollen Ritter Ulric und seine kleine Gruppe von Kämpfern und Folterknechten in Erfahrung bringen, ob die Dorfbewohner wirklich verbotene und gar übernatürliche heidnische Rituale durchführen. Der junge Novize Osmund führt die Gruppe zum Dorf, wo die Männer ein trügerisches Idyll und ein Härtetest für ihren eigenen Glauben erwarten.

Mit deutschen Fördergeldern und einer internationalen Besetzung in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gedreht, erweist sich "Black Death" als kompetenter Genrebeitrag, der Abenteuerfilm mit Mysteryhorror und Betrachtungen über christliche Werte in unmenschlichen Zeiten verbindet. Stimmige Bilder von unverbrauchten Landschaften, eine konsequent düstere Atmosphäre, wenige, aber intensive Actionszenen und internationale Stars wie Sean Bean und Carice van Houten machen den vierten Film von Christopher Smith ("Creep") zu seinem bislang besten.

Black Death

Christopher Smiths Rückblick auf den mittelalterlichen Pestausbruch und dessen nicht nur gesundheitliche Nebenwirkungen vereint spannend Abenteuer- und Horrorfilm.

Smiths mit deutschen Fördergeldern finanzierter und internationaler Besetzung in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gedrehter Genrefilm nutzt den Schwarzen Tod, der in Europa zwischen 1347 und 1352 ein Drittel der Bevölkerung das Leben kostete, als bedrohlichen Hintergrund für eine Gegenüberstellung christlicher und heidnischer Lebensweisen, um in Verblendung und der Kreativität menschlicher Grausamkeit Gemeinsamkeiten zu entdecken. Wolfstan (John Lynch), rechte Hand des Ritters Ulric (Sean Bean), führt als Erzähler und moralische Identifikationsfigur in die Geschichte des jungen Novizen Osmund (Eddie Redmayne) ein, dessen Gelübde erst durch einen blonden Engel, dann durch Satanisten auf die Probe gestellt wird. Osmund soll Ulric und seine Handvoll Männer zu einem entlegenen englischen Dorf führen, dessen Bewohner bisher von der Pest verschont blieben - wofür der Bischof die unheiligen Praktiken der Dorfbewohner verantwortlich macht, die angeblich die Toten wieder ins Leben rufen sollen.

Diese Reise ins Archaische, in eine Welt ohne moralische Regeln nutzt das clevere Drehbuch von Dario Poloni, um sturen Glauben oder Aberglauben zu hinterfragen, wenn in beider Namen skrupellos und grausam gemordet wird. Weit entfernt vom Zeitalter der Aufklärung ist der mittelalterliche Mensch Sklave seines begrenzten Horizonts. Mit drastischen Veränderungen in seiner Welt kann er nicht rational umgehen, womit nun die Pest ein Werk des Teufels, vielleicht aber auch ein Fluch sein kann, den ein Massaker an französischen Soldaten heraufbeschwor. Obwohl in "Black Death" gehackt, gestochen, gefoltert und gevierteilt wird, erlaubt sich der Film eine humoristische Note, wenn sich der Zuschauer zumindest eine Zeit lang fragen darf, was denn so schlecht an teuflischen Todesritualen ist, wenn dadurch eine dörfliche Idylle ohne Krankheit und mit einem Überangebot an Essen und schönen Frauen entsteht. Die Besetzung von Carice van Houten, die nach "Black Book" menschliche Abgründe einmal nicht als Opfer ergründet, erweist sich dabei als echter Coup. Zwischen sanftem Engel im Look von Electro-Popstar Goldfrapp und kalter Provinzhexe dominiert die Holländerin das letzte Drittel des Films, der unverbrauchte Landschaften stimmig präsentiert, eine konsequent düstere Atmosphäre generiert und seine Action gut dosiert und intensiv präsentiert. "Black Death" ist der vierte Film von Horrorspezialist Christopher Smith ("Creep", "Severance") und sein bislang bester. kob.

Darsteller:  Sean Bean   als Ulric
  Eddie Redmayne   als Osmund
  Carice van Houten   als Langiva
  Kimberley Nixon   als Averill
  John Lynch   als Wolfstan
  Tim McInnerny   als Hob
  Andy Nyman   als Dalywag
  Jonny Harris   als Mold
  Emun Elliott   als Swire
  Tygo Gernandt   als Ivo
  Jamie Ballard   als Griff
  David Warner   als Abt
 
Regie:  Christopher Smith  
Buch:  Dario Poloni  
Musik:  Christian Henson  
Kamera:  Sebastian Edschmid  
Produzent:  Robert Bernstein  
  Jens Meurer  
  Douglas Rae  
  Phil Robertson  
 

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