DVD Leihvideo

Black Hawk Down

Mitreißendes Actiondrama um einen als Routine eingeschätzten US-Militäreinsatz in Somalia, der sich zur Tragödie auswuchs.


Black Hawk Down

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.02.2003

Kriegsfilm/ Action

USA 2001
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 16

Josh Hartnett
Ewan McGregor
Tom Sizemore

Regie: Ridley Scott
Universal Pictures Germany

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Versprengte amerikanische Eliteeinheiten kämpfen auf feindlichem Boden das letzte Gefecht in Ridley Scotts Kriegsfilmmeisterwerk.

Fieberhaft versuchen die GIs ihre Kameraden aus der Schusslinie der Rebellen zu tragen (Foto: Universal Pictures) Großansicht

Fieberhaft versuchen die GIs ihre Kameraden aus der Schusslinie der Rebellen zu tragen (Foto: Universal Pictures)

Somalia 1993: Jahrzehntelanger Bürgerkrieg hat das nordafrikanische Land ausgezehrt, während konkurrierende Warlords mit ihren Privatarmeen immer wieder UNO-Aktionen sabotieren und Nahrungsmittelhilfe requirieren, um sie an die eigenen Anhänger zu verteilen und den Gegner mit der Waffe Hunger zu treffen.

Am Morgen des 10. Oktober startet ein Spezialkommando der US-Streitkräfte, bestehend aus Mitgliedern zweier Eliteeinheiten, von einer Armybasis an der Küste. Es soll in der nahe gelegenen Hauptstadt einen gewissen Aidid ergreifen, den Chef der mächtigsten Clanfraktion. Der Coup ist minuziös geplant, doch bekommen auch die Gegner davon Wind und verstärken ihre Truppen in dem betroffenen Stadtteil.

Josh Hartnett erfährt die Hölle des Krieges (Foto: Universal Pictures) Großansicht

Josh Hartnett erfährt die Hölle des Krieges (Foto: Universal Pictures)

Verpatzter Einsatz

Zunächst scheint der Einsatz glatt über die Bühne zu gehen. Mehrere Aidid-Männer werden verhaftet und mit Panzerwagen in Sicherheit gebracht. Dann jedoch gelingt es den von Minute zu Minute wachsenden Rebellenverbänden, erst einen und später noch einen weiteren der großen Black-Hawk-Hubschrauber abzuschießen sowie einzelne Kampfgruppen von ihren Verbänden abzusplittern.

Rund 100 US-Soldaten bleiben daraufhin für mehr als 24 Stunden am Einsatzort zurück. Sie sehen sich - mal in größeren Gruppen, mal ganz auf sich allein gestellt - einer massiven und bestens motivierten Übermacht von Feinden gegenüber. Die Gegner sind überdies von der normalen Zivilbevölkerung des umgebenden Stadtviertels meist erst dann zu unterscheiden, wenn der Abzug an der Panzerfaust schon gedrückt ist.

Wieder ein Verletzter: Matt Eversmann ist verzweifelt (Foto: Universal Pictures) Großansicht

Wieder ein Verletzter: Matt Eversmann ist verzweifelt (Foto: Universal Pictures)

Gemetzel mit Nachgeschmack

Ridley Scott packt den Zuschauer quasi am Kragen und wirft ihn mitten hinein in den Kugelhagel eines knallharten Kriegsdramas, das mit seiner Dramaturgie fast wie die Antithese zu Spielbergs "Ryan" wirkt:

Dort folgte auf erste 20 Todestanzminuten eine fast schon meditative, zweistündige verbale Abhandlung zum Thema Krieg und Opferbereitschaft. Bei Scott leiten dagegen wenige Dialoge ein bis zum Schluss nicht enden wollendes Dauergemetzel ein, dessen hypnotische Intensität dem Betrachter noch lange nach Ende des Filmes im Kopf hämmert.

Solch ein Crash-Kurs ist natürlich nicht jedermanns Sache. So war im Vorfeld des Kinostarts manche Kritik an blutiger Drastik, Videogameästhetik oder angeblicher Heldenglorifizierung zu vernehmen. Doch Scott und sein Produzent Jerry Bruckheimer haben nichts erfunden, schildern aber historische Facts.

Black Hawk Down

Wenn die Kolonialschlacht in "Zulu" und der Straßenkampf in "The Warriors" eine Verbindung eingehen, dürfen sich kritische Köpfe eine Auszeit nehmen, aber die Herzen klopfen aufgeregt in diesem Adrenalin pumpenden Actiondrama über einen US-Militäreinsatz in Somalia, der mit den visuellen Waffen des modernen Kinos ins Bewusstsein derer gehämmert wird, die ihn 1993 nur als historische Randnotiz erlebten. Brandaktuell durch Somalias Rolle als Terroristenrefugium und vermutete Verbindungen zu Osama Bin Laden bringt "Black Hawk Down" alles mit, um Ridley Scott in seinem ersten Film für Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer nach "Gladiator" und "Hannibal" seinen dritten Hit in Folge feiern zu lassen.

Das Bild ging um die Welt, traf das Selbstverständnis einer Supermacht ins Mark und besitzt auch heute noch eine psychologisch so destruktive Kraft, das es auch in Scotts Drama, das sich als Plädoyer für Amerikas Rolle als Weltpolizist versteht, nur entschärft nachgestellt werden konnte. Von aufgebrachten Massen wird der nackte Leichnam eines US-Piloten im Oktober 1993 durch die staubigen Straßen von Somalias Hauptstadt Mogadischu geschleift, die nun durch vollendete Harmonisierung von vorhandener Bausubstanz und Ausstattungskunst in Marokko nachgebildet wurde. Mark Bowdens Tatsachenbericht "Black Hawk Down" erzählte detailgetreu nach, wie es zur Tragödie von Mogadischu kommen konnte, bei der 18 Amerikaner und zwischen 500 und 1000 Somalis den Tod fanden. In einer sehr kurzen, die komplizierten chaotischen Verhältnisse nur streifenden Exposition erfährt man von den 300.000 Hungertoten, den blutigen Kämpfen rivalisierender Clans, die mit Mohamed Aidid einen gefürchteten Diktator hervorgebracht haben, der die humanitäre Hilfe der Welt durch Lebensmittel für sich rekrutiert und UNO- Friedenstruppen zum Abschuss freigibt. Weil alle Versuche fehlschlugen, den Bürgerkrieg durch Festsetzung Aidids zu beenden, plant der Einsatzleiter zweier US-Spezialeinheiten (Rangers und Delta Force), Aidid durch Entführung entscheidender Kräfte aus seinem Umfeld zu schwächen. Etwa eine halbe Stunde versucht der mit vielen Charakterköpfen stark besetzte Film, den Figuren, mit denen man später durch das urbane Schlachtfeld ziehen muss, ein Gesicht zu geben. Traditionsgemäß gibt es eine Mischung aus Realisten und Idealisten (Josh Hartnett aus "Pearl Harbor"), Greenhorns und Veteranen (Tom Sizemore als aufrecht im Kugelhagel stehender Kriegsfels), doch der Ton ist im Unterschied zu vielen Bruckheimer-Produktionen stärker pragmatisch als pathetisch-patriotisch. Dass "Black Hawk Down" dennoch auch Heldengedicht ist, liegt an der vorgefundenen militärischen Situation, die zur Konfrontation geradezu zwingt, und am authentischen Selbstverständnis dieser Einheiten, keinen US-Soldaten auf feindlichem Boden zurückzulassen. Letzteres Credo sorgt maßgeblich dafür, dass aus einem geplanten einstündigen Einsatz schließlich 16 Stunden in der Hölle werden, in der sich die wütende Bevölkerung Mogadischus gegen die als Eindringlinge erlebten, festsitzenden Amerikaner fast geschlossen zu erheben scheint. Wenn die Entführungsaktion schon erfolgreich beendet ist, aber sich der erste von schließlich zwei Hubschraubern abgeschossen in die Straßen bohrt, nimmt das Inferno seinen eigentlichen Anfang. Von Fluchtwegen abgeschnitten, in einzelne Kampfzellen isoliert und vom Kommandeur (Sam Shepard) über Video beobachtet, müssen sich 99 US-Soldaten einer Übermacht von tollwütigen Somalis stellen, bis mit dem Morgen endlich die Rettung durch UNO-Truppen naht. Realistisch chaotisch und packend ist dieser Straßenkrieg inszeniert, der durch heutige Erkenntnisse, dass wohl Bin Laden die am Absturz der Black Hawks beteiligten Stinger-Raketen geliefert hat, verschärfte Brisanz bekommt. Der ostafrikanische Gegner bleibt in der eingenommenen Perspektive in seinem blinden Hass meist gesichtslos. Das Sterben ist hier anonym, dort persönlich, aber es verfehlt in beiden Lagern seine Wirkung nicht, auf eine vergessene Tragödie aufmerksam gemacht zu haben. kob.

Darsteller:  Josh Hartnett   als Matt Eversmann
  Ewan McGregor   als Grimes
  Tom Sizemore   als Danny McKnight
  Eric Bana   als "Hoot" Gibson
  William Fichtner   als Jeff Sanderson
  Ewen Bremner   als Shawn Nelson
  Sam Shepard   als William F. Garrison
  Ron Eldard   als Mike Durant
  Tom Guiry   als Ed Yurek
  Jason Isaacs   als Mike Steele
  Zeljko Ivanek   als Gary Harrell
  Jeremy Piven   als Cliff Wolcott
  Brian Van Holt   als Jeff Struecker
  Nikolaj Coster-Waldau   als Gary Gordon
  Matthew Marsden   als Dale Sizemore
  Orlando Bloom   als Todd Blackburn
  Kim Coates   als Chris "Wex" Wexler
  Hugh Dancy   als Kurt Schmid
  Ioan Gruffudd  
  Charlie Hofheimer  
  Danny Hoch  
  Glenn Morshower  
  Brendan Sexton III  
  Johnny Strong  
  Richard Tyson  
  Steven Ford  
 
Regie:  Ridley Scott  
Buch:  Ken Nolan  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  Slawomir Idziak  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  
  Ridley Scott  

Tom Sizemore droht mehrjährige Haftstrafe

Jetzt wird es ernst für Tom Sizemore! Gegen den Schauspieler liegen nun in seinem Prozess wegen Körperverletzung ernsthafte Beweise vor. Es drohen mehrere Jahre Haft.

Tom Sizemore, bald hinter schwedischen Gardinen?

Tom Sizemore, bald hinter schwedischen Gardinen?

Wegen diverser Ungereimtheiten in der Aussage der Klägerin sah es erst so aus, als sei Tom Sizemore - dieses Mal - unschuldig und habe in dem Prozess wegen Körperverletzung nichts zu befürchten. Wir erinnern uns: Der Star aus "Der Soldat James Ryan" und "Black Hawk Down" war nach einer Party in seinem Hause vom L.A. Police Department verhaftet worden. Die 20-jährige Brooke Ford beschuldigte ihn, sie mehrfach ins Gesicht geschlagen und mehrere Meter an den Haaren über den Fußboden geschleift zu haben.

Fehlende Atteste, sowie eine umgehend bei Sizemores Anwalt abgegebe Geldforderung ließen das Opfer in keinem guten Licht erscheinen. Nun jedoch konnte Ford konkrete Beweise vorlegen und sogar Zeugen für Sizemores brutales Vorgehen benennen. Dem Schauspieler droht nun eine Haftstrafe von bis zu dreieinhalb Jahren.

Weitere Faktoren machen eine Verurteilung ebenfalls nicht unwahrscheinlich: Sizemore steht nicht zum ersten Mal wegen Körperverletzung vor Gericht, und - ganz besonders dämlich - er erschien nicht zur ersten Anhörung, was amerikanische Richter ganz besonders schätzen.

 

Black Hawk Down in der Fotoshow

 

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Features

 

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Josh Hartnett

Den Durchbruch brachte ihm die Rolle des Jagdfliegerpiloten in Michael Bays "Pearl Harbor" (2001), wo Josh Hartnett als bester Freund von Ben...

 

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Ewan McGregor

Vom Junkie bis zum Dandy und Sternenkrieger reicht die Karriere des schottischen Shooting Stars der 90er-Jahre. Ewan McGregor fiel bereits...