Butch Cassidy, geboren als Robert Leroy Parker, war einer der berüchtigtsten Banditen des späten 19. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Partner Sundance Kid raubte er unzählige Banken und Züge aus, bis sie 1908 von der bolivianischen Polizei getötet wurden. Verfilmt wurde dieser Teil der Geschichte 1969 von George Roy Hill unter dem Titel ZWEI BANDITEN mit Paul Newman und Robert Redford als legendäre Outlaws. Doch gab es immer wieder Hinweise darauf, dass Cassidy das Feuergefecht überlebte. Mateo Gil (VANILLA SKY) machte sich diese Berichte zu eigen und inszenierte einen Film über die letzten Jahre des totgeglaubten Gesetzlosen. Vornehmlich an Originalschauplätzen gedreht und mit einem brillanten Sam Shepard (BROTHERS) in der Titelrolle, ist dem spanischen Regisseur mit BLACKTHORN ein Meisterwerk des Spätwesterns gelungen. Ein Film, der sich mühelos neben TRUE GRIT, ERBARMUNGSLOS oder Sam Peckinpahs Klassiker THE WILD BUNCH einordnen lässt. Für diese hervorragende Leistung erhielt BLACKTHORN Nominierungen in 11 Kategorien des spanischen Filmpreises Goya. Vier Mal hat der Western die begehrte Auszeichnung gewonnen.
Nach 20 Jahren in Bolivien zieht es Butch Cassidy, alias James Blackthorn, zurück in seine US-amerikanische Heimat. Doch ein Schuss holt den alten Banditen vom Pferd, das mitsamt seinen ganzen Ersparnissen davon galoppiert. Blackthorn ist nichts passiert, aber jetzt ist er pleite und würde den Schützen am liebsten sofort ins Jenseits schicken. Dieser macht ihm aber einen Vorschlag: Wenn Blackthorn ihm hilft, die 50.000 Dollar, die er einem Minenbesitzer gestohlen hat, aus ihrem Versteck zu holen, gehört die Hälfte ihm. Das ruhig gewordene Leben des Butch Cassidy nimmt plötzlich eine drastische Wendung. Ein Ereignis, dass die alten Zeiten wieder auferstehen lässt. Denn kein Minenbesitzer lässt sich bestehlen und den Täter einfach so davon kommen. Es ist Butch Cassidys vielleicht letztes Abenteuer ...
Quelle: Ascot Elite