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Blade

Vampir-Actioner zwischen Horror und Martial Arts in Comic-Ästhetik. Nach dem siebziger Jahre Marvel-Comic.


Blade

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Start: 06.09.1999

Action/ Horror

USA 1998
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 16

Wesley Snipes
Stephen Dorff
Kris Kristofferson

Regie: Stephen Norrington
Universum Film

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1995 setzte New Line im späten August auf die hochenergetische Videospiel-Adaption "Mortal Kombat" und im vergangenen Spätsommer auf die splatter- und spezialeffektesaturierte Comicverfilmung um den afroamerikanischen Actionheroen "Spawn". In der actionreichen Vampir-Fantasy "Blade" nach einem Marvel Comic von 1973 werden nun die Martial Arts- und Horror-Elemente aus den beiden Vorgängern verquickt, und das athletische Allround-Talent Wesley Snipes (zuletzt in "Auf der Jagd") als übernatürlicher Vampir Killer in einer emotional eher eindimensionalen Rolle, aber mit sympathischer Leinwandpräsenz und meisterhafter Kampfkunst in den Krieg mit den Horden der Dunkelheit geschickt. In der ersten Szene nach dem Prolog, der Blades garstige Geburtsumstände erläutert, konstruiert Regisseur Stephen Norrington einen satirisch aufbereiteten urbanen Alptraum: Ein naiver junger Typ wird von einer Schönen in Rot in einen geheimen Nachtclub hinter einem Schlachthof gelockt. Ein Meer von Körpern wiegt sich zu peitschend-pochenden Techno-Rhythmen, bis aus den Wassersprinklern an der Decke ein steter Strom von Blut auf die ekstatische Masse niederprasselt. Eine rote Flut, die die Anwesenden veranlaßt, ihre wahre Natur zu offenbaren und sich als brutale Brut von Blutsaugern erkennen zu geben. Doch bevor der menschliche Unglückswurm seinem Schicksal als Vampir-Futter erliegt, tritt der in eine Art schwarzledernes Schnallenkorsett gewandete Dracula-Dompteur Blade auf den Plan. Mit elegant-expertenhaft eingesetztem Samuraischwert, Schnellfeuerrunden von Silbermunition, Knoblauchinjektionen und Herzpflöcken schickt er die Untoten endgültig in die Hölle. Als Blades Erzfeind kristallisiert sich Deacon Frost (Stephen Dorff mit überarrogantem "Lost Boys"-Charme), ein rebellischer Nachwuchs-Nosferatu in Designer-Junkie-Chic, der den Umsturz alteingesessener Sauger-Sozialstrukturen (geleitet u. a. von Udo Kier) und die Wiedererweckung des Blutgotts La Magra als greifbares Nahziel verfolgt. Doch bei der Showdown-Zeremonie in einem unterirdischen Tempel hat Blade noch ein entscheidendes Wort mitzureden. Als Blades Sidekick ist der rauhbeinige Rockertyp Whistler (Kris Kristofferson) zur Stelle, der ihm zur rechten Zeit die Waffen und ein Serum zur Unterdrückung seines Blutdursts (Blade selbst ist ein halber Vampir, der jedoch als Tagwandler gegen ihre üblichen Schwächen immun ist) reicht. Als anämisch angedeuteter Love Interest kommt eine Ärztin für Blutkrankheiten (N'Bushe Wright) zum Einsatz, doch im Vordergrund bleibt die bisweilen in groteske Gewaltauswüchse gesteigerte Action, die vom "Dark City"-Drehbuchautoren David S. Goyer ins übliche Schema von Comicverfilmungen eingepaßt wurde und im zunehmenden Verlauf im Stile eines richtigen Comicbooks gerne auch die Gesetze der Logik überstrapaziert. Auch die zahlreichen digitalen Effekte (pulverisierte Vampire, fliegende Skelette, aufquellende Blubberbiester) könnten direkt den Seiten eines Marvel-Comics entnommen sein. Anders als in "Spawn" verzichtete man darauf, die expliziten Gore-Sequenzen mit befreiendem Humor zu lindern. Insgesamt legt Regisseur Norrington (gab sein Debüt mit dem gelungenen Low-Budget-Schocker "Death Machine") vor allem Wert auf düstere Atmosphäre, erfindungsreiche Grausamkeiten (Fangzahnziehen auf den Spuren von "Marathon Man") und adrenalinaufputschende Actionmomente in Hochglanzszene zu setzen. Das jugendliche Publikum dürfte für den hyperkinetischen Hämoglobin-Horror durchaus gesunden Appetit empfinden, auch wenn das Startwochenendeinspiel von "Mortal Kombat" und "Spawn" (beide jeweils über 20 Mio. Dollar) nicht ganz erreicht wurden. ara.

Blade

Regie:  Stephen Norrington  
Buch:  David S. Goyer  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Theo van de Sande  
Produzent:  Peter Frankfurt  
  Wesley Snipes  
  Robert Engelman  
 
Darsteller:  Wesley Snipes   als Blade
  Stephen Dorff   als Deacon Frost
  Kris Kristofferson   als Abraham Whistler
  N'Bushe Wright   als Karen
  Donal Logue   als Quinn
  Udo Kier   als Dragonetti
  Arly Jover   als Mercury
  Traci Lords   als Racquel
  Kevin Patrick Walls   als Krieger
  Tim Guinee   als Curtis Webb
  Sanaa Lathan   als Vanessa
  Eric "Sparky" Edwards   als Peal
  Judson Scott   als Palentine

"Avatar"-Designer lässt "The Crow" abheben

Von Hollywoods Trash-Haufen geklaubt, soll die Neuauflage von "The Crow - Die Krähe" Allererste-Sahne-Kino werden. Dafür wird nichts dem Zufall überlassen.

Ein Superstar soll Brandon Lee beerben. Der überlebte 1993 die Dreharbeiten von "The Crow" - Die Krähe" nicht. (Foto: Disney) Großansicht

Ein Superstar soll Brandon Lee beerben. Der überlebte 1993 die Dreharbeiten von "The Crow" - Die Krähe" nicht. (Foto: Disney)

"The Crow - Die Krähe" holt die Toten zurück, damit sie Rache nehmen können. Das tun die Filmstudios auch - weil sie Kasse machen wollen. Lange Jahre durfte der unheimliche Flattermann in lausigen Fortsetzungen nur von den Resten der fetten Hollywood-Budgets picken. Die beiden letzten Teile kamen gar nicht mehr ins Kino und wurden gleich auf DVD verramscht.

Für die aktuelle Neuauflage von "The Crow - Die Krähe" aber ist nichts mehr zu teuer: Einer aus Hollywoods erster Garde soll in der düsteren Rolle von Brandon Lee auferstehen - und "Avatar"-Designer Rob Stromberg für den Look sorgen, den ein Welterfolg heute braucht: "Die Krähe" kehrt vom Friedhof der mausetoten Serien zurück und soll in der Liga von "Batman Begins" und der "Twilight"-Saga spielen.

"Die Krähe" muß dreidimensional flattern - 3D ist Pflicht!

Produziert wird "The Crow - Die Krähe" übrigens von Edward R. Pressmann, einem der ganz Großen in Hollywood. Sein letzter Streich war "Wall Street - Geld schläft nicht". Er plaudert ein wenig aus dem Krähkästchen: "Für die Hauptrolle haben wir einem Superstar ein Angebot gemacht." Wem genau, verrät er noch nicht. Aber dafür ein paar andere Details: "Die Krähe" bekommt eine aktive Rolle. Sie ist eine Persönlichkeit und kann sprechen." Zum Thema "3D" sagt Pressmann nichts, spricht aber von "neuen visuellen Ideen". Beim Einsatz von soviel Geld und "Avatar"-Designer Stromberg ist eine platte Flatter eher unwahrscheinlich. Zudem hat Rob Stromberg gerade auch jede Menge Zeit, da James Cameron verkündet hat, dass es bis zur geplanten Fortsetzung von "Avatar" noch mindestens drei bis vier Jahre dauern wird.

Regie bei "The Crow - Die Krähe" führt Comic-Experte Stephen Norrington. Der lieferte mit "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" eine eher durchwachsene Leistung ab, konnte aber mit Vampirjäger "Blade" prima punkten.

Hintergrund: "The Crow" ist ein Comic des Zeichners James O'Barr. Eine Krähe geleitet die Verstorbenen ins Reich der Toten und kann besonders ruhelose Geister wiedererwecken. Als der Gitarrist Eric Draven von einer Gang brutal ermordet wird, holt "Die Krähe" den fürderhin unverwundbaren Draven für einen gepflegten Rachefeldzug zurück. Bei den Dreharbeiten der Urverfilmung von 1994 kam Hauptdarsteller Brandon Lee tragisch ums Leben: Er wurde mit einer schlecht gewarteten Requisiten-Pistole versehentlich erschossen.

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Wesley Snipes

Gnadenloser Vampirjäger ("Blade" und zwei Sequels), Automechaniker auf der Flucht ("Auf der Jagd"), eingefrorener Schwerverbrecher, der in ...

 

Star

Stephen Dorff

Er spielt lieber in Hollywoods zweiter Liga, wo er als zorniger rebellischer junger Mann in Krimis, Actionfilmen und Independent- ...