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Blood Work

Dramatischer Thriller über einen pensionierten und altersschwachen FBI-Agenten, der durch seine Herztransplantation auf die Spur eines Serienkillers stößt.


Blood Work

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Erhältlich seit:
24.04.2003

Thriller

USA 2002
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 16

Clint Eastwood
Anjelica Huston
Jeff Daniels

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Clint Eastwood schießt wieder - als Produzent, Regisseur und natürlich als grandioser Hauptdarsteller.

Terry McCaleb auf der Suche nach dem Mörder Großansicht

Terry McCaleb auf der Suche nach dem Mörder

Am besten verlässt man sich auf niemanden, dachte sich wohl der knapp 73-jährige Kinorecke Clint Eastwood und übernahm, wie beispielsweise schon bei "Erbarmungslos", auch bei seinem neuesten, wendungsreichen Thriller "Blood Work" zahlreiche Ämter. Clever und mit viel Selbstironie gespickt, baute er (durchaus berechtigte) Anspielungen auf sein fortgeschrittenes Alter ein und nimmt so etwaigen Zweiflern an seiner Fitness jeglichen Wind aus den Segeln.

Als pensionierter FBI-Profiler Terry McCaleb erholt sich Mr. Eastwood gerade von einer Herztransplantation, als er Besuch von Graciella Rivers (Wanda De Jesus) erhält. Diese beauftragt ihn, den Mörder ihrer Schwester zu finden, deren Herz McCaleb nun am Leben hält. Bei seinen Recherchen entdeckt der Ex-Cop eine Verbindung zu einem weiteren Mord.

Beide Opfer wurden scheinbar zufällig bei Überfällen erschossen, beide hatten dieselbe seltene Blutgruppe. Den Warnungen seiner Ärztin (Anjelica Huston) sowie junger Kollegen zum Trotz setzt sich McCaleb auf die Spur des perfiden Killers...

Dank solide aufspielender Filmgrößen wie Anjelica Houston und des gegen den Strich besetzten Jeff Daniels ("Pleasantville") in der Rolle von Terrys undurchsichtigem Kumpel erweist sich Eastwoods neuester Streich als raffinierte Krimiunterhaltung. Beste Unterhaltung für des Meisters große Fangemeinde, die ihr Idol erneut als verführerischen Springinsfeld erleben darf, sowie für Anhänger soliden Actionentertainments.

Blood Work

Sich den Leitsatz "Wer rastet, der rostet" zu Herzen nehmend, macht der mittlerweile 72-jährige Clint Eastwood keine Anstalten, sich vom Filmgeschäft zurückzuziehen. Zwei Jahre nach seinem bislang größten kommerziellen Erfolg, dem augenzwinkernden Astronautenactioner "Space Cowboys", meldet sich die lebende Legende jetzt mit einem von ihm inszenierten und produzierten klassischen Kriminalthriller zurück, der wie schon "Absolute Power" und "Ein wahres Verbrechen" auf einem Belletristik-Bestseller basiert, dieses Mal von Michael Conelly. Er spielt einen FBI-Agenten im Ruhestand, dessen Herztransplantat von einem der Opfer des von ihm gesuchten Serienkillers stammt.

Spätestens seit "In The Line Of Fire" nutzt Eastwood seinen Alterungsprozess für selbstironische Seitenhiebe und zieht sich elegant aus der Affäre, allzu anstrengende Actionsequenzen absolvieren zu müssen. Das von Brian Helgeland ("L.A. Confidental") adaptierte Drehbuch gibt ihm denn auch reichlich Gelegenheit zum Dialogaustausch mit seinen Kostars. Dies heißt jedoch nicht, dass auf solide Actioneinlagen gänzlich verzichtet wurde. So gibt Eastwood gleich beim Prolog mit der Verfolgungsjagd eines Killers eine Kostprobe seiner körperlichen Fitness. Sie endet allerdings mit dem Herzinfarkt seiner Figur Terry McCaleb, einem medienumschwirrten FBI-Profiler. Jahre danach erhält McCaleb, mittlerweile Rentner, unerwarteten Besuch von der jungen Latina Graciella Rivers (Wanda De Jesus), die ihn bittet, den Mörder ihrer Schwester Gloria zu finden. Nach anfänglicher Ablehnung geht im der Fall ziemlich an die Nieren, denn es ist Glorias Herz, das ihm vor wenigen Wochen eingepflanzt wurde. Mit Hilfe alter Kontakte im LAPD nimmt er Einblick in die Mordakten und findet eine Verbindung zu einem weiteren Mord. Beide Opfer hatten die selbe seltene Blutgruppe und wurden scheinbar wahllos bei Raubüberfallen erschossen. Trotz des Verbots seiner Kardiologin (Anjelica Huston mit charismatischer Stimme) und rüden Reibereien mit einem eifersüchtigen Cop (Paul Rodriguez) nimmt McCaleb die Fährte auf. Es entfaltet sich ein solide-suspensereiches Whodunnit mit einem dramatischen Showdown auf einem Bootswrack.

Eastwood bleibt seinem patentierten geradlinigen Inszenierungsstil treu und stellt sich selbst stets in den Mittelpunkt des Geschehens. Sein McCaleb lässt keinen kalt: Männer sehen ihn entweder als gefährlichen Konkurrenten oder himmeln ihn an (Jeff Daniels als sein Bootsnachbar Buddy übernimmt die obligatorische 'Comic Relief'- Sidekick-Schicht), während sämtliche Frauen mit ihm flirten. Dies gipfelt in der Mai-Dezember-Romanze mit der Mitdreißigerin Graciella, die deutlich einer der schwächeren Punkte des Films ist. Darin lässt sich ein weiterer Fingerzeig erkennen, dass Eastwoods Stil vergangenen Dekaden verbunden ist und er einen Thriller der alten Schule realisieren wollte. Entsprechend der meisten Malpaso-Produktionen dominieren beim stilvollen Score von Lennie Niehaus jazzige Töne. Mit der üblichen Tradition wurde jedoch bei der Kameraarbeit gebrochen, da statt Eastwoods langjährigem Mitarbeiter Jack N. Green der Novize Tom Stern für die Aufnahmen verantwortlich war. So ist die Bildqualität zwar kompetent und funktional, aber in ästhetischer Hinsicht wenig bemerkenswert. Fans erwartet ein handwerklich solider Thriller, dessen Herz in erster Linie das Charisma seines ikonenhaften Hauptdarsteller bildet. ara.

Darsteller:  Clint Eastwood   als Terrell McCaleb
  Anjelica Huston   als Dr. Bonnie Fox
  Jeff Daniels   als Buddy Noone
  Wanda De Jesus   als Graciela Rivers
  Tina Lifford   als Jaye Winston
  Paul Rodriguez   als Detective Ronaldo Arrango
  Dylan Walsh   als Detective John Waller
  Mason Lucero   als Raymond
  Gerry Becker   als Mr. Toliver
  Rick Hoffman   als James Lockridge
  Alix Koromzay   als Mrs. Cordell
  Igor Jijikine   als Bolotov
  Dina Eastwood   als Reporter 1
  Beverly Leech   als Reporter 2
  June Kyoko Lu   als Mrs. Kang
  Chi Chao-Li   als Mr. Kang
  Glenn Morshower   als Captain
  Robert Harvey   als Restaurantmanager
  Matt Huffman   als junger Detective
  Mark Thomason   als James Cordell
  Maria Quiban   als Gloria Torres
  Brent Hinkley   als Taxifahrer
  Natalia Ongaro   als Empfangsdame
  Amanda Carlin   als Sekretärin
  Ted Rooney   als Gerichtsmediziner 1
  P.J. Byrne   als Gerichstmediziner 2
  Sam Jaeger   als stellvertretender Sheriff
  Derric Nugent   als L.A.P.D. Beamter
  Craig Hosking   als Helikopterpilot
  James W. Gavin   als Helikopterpilot
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  Brian Helgeland  
Musik:  Lennie Niehaus  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Clint Eastwood  
 

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