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Blow

Unterhaltsames Retro-Drogendrama mit Johnny Depp, das den Aufstieg und Fall eines einflussreichen Kokaindealers schildert.


Blow

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Erhältlich seit:
04.06.2002

Drama/ Thriller

USA 2001
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 12

Johnny Depp
Penélope Cruz
Franka Potente

Regie: Ted Demme
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Blow

Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende George landet Ende der Sechziger im kalifornischen Manhattan Beach. Dort dealt er mit Marihuana und genießt das lässige Leben mit Stewardess Barbara. Als diese an Krebs stirbt, gerät George völlig aus der Bahn. Nach einem misslungenen Deal lernt er im Knast einen Südamerikaner kennen, der ihm Zugang zum Chef des kolumbianischen Medellin-Kartells verschafft. Binnen kürzester Zeit avanciert George zum größten Drogenhändler Amerikas. Da wird er von einem Geschäftspartner verraten...

Mit seinem Insider-Porträt erzählt Ted Demme die authentische Geschichte vom Aufstieg und Fall des Kokaindealers George Jung. Dabei fasziniert weniger die Story als das Drumherum. So wird etwa die Disco-Ära detailgenau nachgezeichnet und mit einem stimmungsvollen Soundtrack unterlegt. "Chocolat"-Loverboy Johnny Depp brilliert als Loser, Penelope Cruz und Franka Potente in ihrem Hollywood-Debüt überzeugen als dessen Freundinnen. Gute Besetzung und populäre Thematik.

Blow

Nach dem Oscar gekrönten Sensationserfolg von Steven Soderberghs facettenreichen Drogenthriller "Traffic" sorgt mit "Blow"(Slang für Kokain) ein weiteres schillerndes Insider-Porträt über aufschlussreiche Erleuchtungen in Sachen groß angelegter Kokainhandel. Während Soderberghs Schaustück komplexe Einblick in den gegenwärtigen Modus Operandi der Kokain-Distribution bietet und die Verzahnung der Nahrungskette Hersteller-Dealer-Konsument offenlegt, erzählt "Blow" in der Manier eines "Scarface" vom Aufstieg und Fall eines (realen) einflussreichen Drogenhändlers in den Pioniertagen des dreckigen Geschäfts mit dem schnellen High.

Die Story basiert auf Bruce Porters Tatsachenroman über das Leben des umtriebigen Drogen-Unternehmers George Jung (Johnny Depp), dem zugerechnet wird, dem kolumbianischen Drogenkartell unter Pablo Escobar in den frühen siebziger Jahren den amerikanischen Markt erschlossen zu haben. Ted Demmes ("Lebenslänglich") Inszenierung beginnt mit dem letzten Deal des Protagonisten, um ihn in der Folge, aus dem Off erzählend, in seine Kindheit zurückzutransportieren. Von der gefühlvollen Beziehung zu Georges fürsorglichen Vater Fred (Ray Liotta) wird da berichtet, die sich als emotionaler Anker des Films erweist. Georges Mutter hingegen erweist sich als materialistische Zicke - was sich später in der Wahl seiner zänkisch-anspruchsvollen Ehefrau Mirtha (Shootingstar Penelope Cruz aus "Alles über meine Mutter") widerspiegelt. Nach der Schule entwickelt sich Jung zum geschäftstüchtigen Marihuana-Händler, der innerhalb kurzer Zeit an beiden Küsten ein regelrechtes Pot-Imperium aufbaut. Diese "glücklichste Zeit" seines Lebens nimmt ein jähes Ende, als seine Freundin (Franka Potente überzeugend in ihrer ersten amerikanischen Rolle) an Krebs stirbt und er mit 300 Kilo seiner grünen Ware geschnappt wird. Im Knast lernt er seinen zukünftigen kolumbianischen Partner Diego (Jordi Molla) kennen. Nach ihrer Entlassung macht Jung seine Schmugglererfahrung zunutze und beginnt, im großen Stil Kokain für Escobar in die USA einzufliegen. Jung macht dank seiner alten Connection Derek Foreal (Paul Reubens aka PeeWee Hermann) Millionengeschäfte und lebt das glamoröses Dolce Vita. Doch er hat nicht mit dem Verrat seines engsten Freundes gerechnet. Und so verliert er in Folge seinen Reichtum, seine Frau, seine geliebte Tochter und schließlich seine Freiheit.

Handelt es sich bei "Traffic" um eine fast klinisch-distanzierte Gesellschaftsstudie, bemüht sich "Blow" um die Bestandsaufnahme eines persönlichen Schicksals, das melancholisch-ironisch eine ganze (Disco-)Ära zu reflektieren scheint. So fühlt man sich im Ton und Look stark an "Boogie Nights" erinnert, zumal das Retro-Feeling akustisch mit einem Soundtrack bewährter Rock'n'Roll-Oldies zementiert wird. Während Mark Wahlberg als Dirk Diggler in Paul Thomas Andersons wunderbarem Porno-Familien-Epos lediglich in der bereits legendären Schlussszene mit Aha-Effekt eine Körperprothese trägt, wirken Depps struppige Langhaar-Perücken und etwas unglücklich Assoziationen an Kissen hervorrufende Bauchspeckprothesen bisweilen etwas irritierend. In "Blow" dienen sie nicht dazu, dem Publikum die Person dieses Früh-Kapitalisten der Drogenwelt näher zu bringen, sondern vielmehr, sein Inneres zu verdecken. Minutiös sieht man George Jungs Handlungen, aber nicht, was ihn ticken lässt. Dass Depp sich der Figur mit coolem Minimalismus annimmt und seine Augen stets mit Sonnenbrillen bedeckt, tragen dazu bei, dass man Distanz zum Hauptdarsteller bewahrt..Jung bleibt das relaxte, aber schwer zu durchschauende Westcoast-Pendant zu Al Pacinos cholerischen Prä-"Miami Vice"-Real Dealer Tony Montana - und "Blow" verzichtet dankenswerter Weise auf die Gewaltexzesse von "Scarface" oder dem vergleichbaren "GoodFellas". In seiner Struktur wie ein traditionelles Biopic angelegt, hakt Demme die verschiedenen Episoden in Jungs Leben pflichtbewusst und stilvoll ab, aber allzu viel Tiefgang darf man nicht erwarten, auch wenn er im letzten Teil mit der angeknacksten Vater-Tochter-Beziehung auf Sentimentalität setzt. Unverkennbar bleibt die unbändige Lust am totalen Kinoerlebnis: Sie sorgt in der Dealer-Saga dafür, dass das Zuschauerinteresse immer wachbleibt und auch manche Höhe zielstrebig getroffen wird, einzig die erhoffte Tiefe sucht man vergebens. ara.

Blow

George Jung (Johnny Depp) hat nur ein Ziel: Er will reich werden - und das möglichst schnell. Es ist die Zeit der wilden Siebziger. George verlässt sein Elternhaus in Boston, um an den Stränden Kaliforniens, dort, wo das Leben so richtig brodelt, seinen ganz persönlichen amerikanischen Traum zu verwirklichen. Gemeinsam mit seiner Freundin Barbie (Franka Potente) baut er einen schwungvollen Handel mit Marihuana auf und arbeitet sich dann sehr schnell hoch zum dicken Fisch im Kokainbusiness. Als einziger ?Gringo? ist George direkter Partner von Kartellboss Pablo Escobar. Als er in Kolumbien seine große Liebe Mirtha (Penelope Cruz) trifft und sein Partner Diego ihn kurz darauf betrügt, will George endgültig aus dem Geschäft aussteigen. Doch enge Beziehungen mit der Drogenmafia lassen sich nicht so einfach kündigen...

Quelle: Studiocanal

Deleted Scenes mit Audiokommentar, Audiokommentar mit Ted Demme und George Jung, Darsteller-Outtakes, Interview mit George Jung, Dokumentation über den Drogenhandel in Kolumbien, Featurette über Drogen und ihre Wirkungsweise, Musikvideo von Nikka Costa "Push and Pull", Produktionstagebuch (von Regisseur Ted Demme), Trailer & Teaser, Cast & Crew (Filmografien), deutscher u. englischer Fact Track

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Johnny Depp   als George Jung
  Penélope Cruz   als Mirtha Jung
  Franka Potente   als Barbara
  Jordi Mollà   als Diego Delgado
  Rachel Griffiths   als Ermine Jung
  Ray Liotta   als Fred Young
  Ethan Suplee   als Tuna
  Paul Reubens   als Derek Foreal
  Max Perlich   als Kevin Dulli
  Cliff Curtis   als Pablo Escobar
  Miguel Sandoval   als Augusto Oliveras
  Kevin Gage   als Leon Minghella
  Jesse James   als George (jung)
  Miguel Perez   als Alessandro
  Dan Ferro   als Cesar Toban
  Tony Amendola   als Sanchez
  Bobcat Goldthwait   als Mr. T
  Michael Tucci   als Dr. Bay
  Monet Mazur   als Maria
  Lola Glaudini   als Rada
  Jennifer Gimenez   als Inez
  Emma Roberts   als Kristina Jung (jung)
  Jaime King   als Kristina Jung
 
Regie:  Ted Demme  
Buch:  David McKenna  
  Nick Cassavetes  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Ellen Kuras  
Produzent:  Ted Demme  
  Joel Stillerman  
  Denis Leary  

Ray Liotta als Familienoberhaupt

Überall mit von der Partie und doch nie wirklich im Mittelpunkt. So könnte man die Hollywoodkarriere von Ray Liotta zusammenfassen. In den meisten seiner Filme ist der Amerikaner in Nebenrollen zu sehen.

Treusorgendes Familienoberhaupt? Ray Liotta Großansicht

Treusorgendes Familienoberhaupt? Ray Liotta

In "Family of the Year" darf Ray Liotta jetzt aber in die vorderste Schauspielfront. Die Komödie handelt von einer Familie, die aus einer amerikanischen Millionen-Metropole in eine typische Kleinstadt zieht. Die Eltern wollen ihre Kinder vor den Gefahren der Großstadt fernhalten. Doch in der Provinz kommt alles ganz anders: Die undankbaren Zöglinge proben den Aufstand gegen ihre Erzeuger. Doch auch die Erwachsenen benehmen sich kindisch und schon bald hängt der Familienfrieden schief.

Für Liotta nach langer Zeit wieder einmal ein Auftritt als Hauptdarsteller. Zuletzt war der 48-Jährige ausschließlich in Nebenrollen zu sehen: In "John Q." spielte er neben Denzel Washington einen Polizeichef, in "Blow" den Vater von Johnny Depp und in "Hannibal" das FBI-Ekel Krendler.

In "Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!" stahlen im zwei weibliche Hollywood-Hochkaräter die Schau: Zwar durfte er Sigourney Weaver zu einem Schäferstündchen überreden und Jungstar Jennifer Love Hewitt in den Hafen der Ehe zwingen. Die Protagonisten des Filmes waren aber eindeutig seine Berufs-Kolleginnnen.

Ob er in "Family of the Year" so prominente Unterstützung erhält, wie in seinen letzten Filmen, ist noch nicht bekannt. Regie führt Joel Zwick, der für "My Big Fat Greek Wedding" verantwortlich zeichnet.

 

Blow in der Fotoshow

 

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