DVD Leihvideo

Blueprint

Franka Potente als geklonte Tochter einer Starpianistin, die das Werk ihrer Mutter weiterführen soll (nach dem Roman von Charlotte Kerner).


Blueprint

Leihvideo

Erhältlich seit:
08.07.2004

Drama

Deutschland 2003
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Franka Potente
Ulrich Thomsen
Hilmir Snaer Gudnason

Regie: Rolf Schübel
Universal Pictures Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Franka Potente brilliert in ihrer Doppelrolle als Mutter und Tochter.

Eine Frau auf der Suche nach sich selbst (Foto: ottfilm (UIP)) Großansicht

Eine Frau auf der Suche nach sich selbst (Foto: ottfilm (UIP))

Die Zukunft hat bereits begonnen: Mit viel Gespür für leise Zwischentöne erzählt Rolf Schübel ("Gloomy Sunday") die anrührende Geschichte des ersten menschlichen Klons.

Franka Potente ("Lola rennt", "Die Bourne Identität"), Deutschlands international erfolgreichste Schauspielerin, brilliert in der Doppelrolle der weltberühmten Pianistin Iris Sellin und ihrer geklonten Tochter Siri.

Iris ist an Multipler Sklerose erkrankt, will aber um jeden Preis der Welt ihr musikalisches Talent erhalten. Sie überzeugt den ehrgeizigen Reproduktionsmediziner Dr. Fischer, sie zu klonen.

Mutter Iris und die kleine Siri (Foto: ottfilm (UIP)) Großansicht

Mutter Iris und die kleine Siri (Foto: ottfilm (UIP))

Mama, wer bin ich?

Der Arzt will seinen bahnbrechenden Erfolg unbedingt veröffentlichen, hält sich aber zunächst an die in einer Liebesnacht besiegelte Abmachung, auf das Ok der "Mutter" zu warten. Als Iris den Doktor jedoch einmal mehr brüsk zurückweist, geht dieser an die Öffentlichkeit.

So erfährt Siri mit 13 Jahren, dass sie ein Klon ihrer Mutter ist, eine Blaupause, ein Blueprint. Die Suche nach ihrer Identität führt Siri ins entfernte Kanada, wo sie Greg begegnet. Zum ersten Mal fühlt sich Siri um ihrer selbst willen geliebt.

Doch dann holt die Vergangenheit sie wieder ein: Sie erfährt, dass Iris bald sterben wird. Siri steht vor der Entscheidung ihres Lebens...

Blueprint

In einer Doppelrolle lässt sich Franka Potente in diesem melancholischen Drama nach dem bekannten Jugendroman von Charlotte Kerner klonen. Mit 4,5 Mio. Euro budgetiert, zum größten Teil in Kanada realisiert und neben Potente mit Ulrich Thomsen ("Bella Martha") und Hilmir Snaer Gudnason ("101 Reykjavik") international besetzt, weckt "Blueprint" nicht nur mit seiner brisanten Thematik hohe Erwartungen, nachdem Regisseur Rolf Schübel zuvor mit "Gloomy Sunday" bereits eine anspruchsvolle Romanadaption einfühlsam in Szene gesetzt hatte.

"Das Drama einer Seele in zwei Körpern", ist das Thema von "Blueprint": Die Geschichte des ersten geklonten Menschen - erzählt aus dessen Sicht. Mit 30 Jahren erhält die weltberühmte Pianistin Iris Sellin eine erschütternde Diagnose - sie leidet an Multiple Sklerose. Um ihre Kunst und außergewöhnliche Begabung über ihren nahenden Tod hinaus am Leben zu erhalten, beschließt sie, sich klonen zu lassen. Sie findet einen Gentechniker, der das Unmögliche möglich macht und damit zum "technischen" Vater von ihrer Tochter Siri wird, die neun Monate später, aus einer Zelle ihrer Mutter gewachsen, zur Welt kommt. Früh zeigt sich, dass Siri nicht nur mit Iris' Aussehen, sondern wie erwartet mit deren Talent gesegnet ist. Noch im Kindesalter erfährt die Tochter, wer sie tatsächlich ist - und zerbricht mit dem Erwachsenwerden an der Realität. Siri verweigert sich ihrer Rolle, gibt das Klavierspielen auf, wandert nach Kanada aus. Hier zieht sie sich ganz in die Natur zurück, wo sie in stiller Einsamkeit vor sich hin lebt - und auf ihre Kindheit zurück blickt. Erst in deren letzten Stunden findet sie den Weg zu ihrer Mutter zurück und wird mit der Frage des Vergebenkönnens konfrontiert.

Eines schwierigen Stoffes haben sich Rolf Schübel und sein Drehbuchautor Claus Cornelius Fischer ("Boran") angenommen. Anders als der deutsche Leinwanderfolg "Das Experiment", der sich bereits auf seine Weise mit der Manipulation von Menschen beschäftigte, entstand jedoch kein Thriller aus dem diskussionswürdigen Thema, sondern ein stilles Drama über menschliche Schicksale. Auf den moralischen Zeigefinger wollte Schübel verzichten, und so konzentriert er die viel diskutierten Konsequenzen des Klonens von Menschen auf die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter, die dadurch zerreißt, dass Letztere das Gefangensein in den Erwartungen ihres Vorbilds nicht mehr erträgt. Die Tragödie des Menschen, der kein Original, sondern die Blaupause ist, mimt Franka Potente in beiden Rollen - und meistert die Schwierigkeit (unterstützt von Maske und Special Effects), beiden dennoch ein eigenes Gesicht zu geben.

Schübel verstärkt das Schicksal mit dem Einsatz von Spiegelungen, lässt viele Szenen von der elegischen Pianomusik dominieren und stellt Konzertaufnahmen weite, offene Bilder der kanadischen Natur gegenüber, in denen der künstliche geschaffene Mensch seine Befreiung sucht. So gelingt ihm in stimmungsvollen Szenen ein nachdenklicher Blick auf ein Thema, das man eher in einem Suspense-Thriller erwarten würde, und bei dessen Umsetzung auf eine kritische Hinterfragung der geschilderten Situation weitgehend verzichtet wird. Womit "Blueprint" zugleich mehr Fragen aufwirft, als beantwortet werden - doch ist auch dies angesichts der Relevanz der Problematik eine mögliche Herangehensweise, die beim Publikum anspruchsvoller deutscher Filme wie "Gloomy Sunday" oder auch "Bella Martha" Gehör finden sollte. cm.

Darsteller:  Franka Potente   als Iris Sellin / Siri Sellin
  Ulrich Thomsen   als Dr. Martin Fisher
  Hilmir Snaer Gudnason   als Greg Lukas
  Katja Studt   als Daniela Hausmann
  Justus von Dohnányi   als Thomas Weber
  Wanja Mues   als Janeck Hausmann
  Ole Puppe   als Kristian
  Rita Leska   als Frau im Store
  Nina Gummich   als Siri, 8 Jahre
  Karoline Teska   als Siri, 13 Jahre
  Woody Mues   als Janeck, 10 Jahre
  Hendrik Duryn   als Notarzt
 
Regie:  Rolf Schübel  
Buch:  Claus Cornelius Fischer  
  Rolf Schübel  
Musik:  Detlef Petersen  
Kamera:  Holly Fink  
Produzent:  Heike Wiehle-Timm  

Potente als doppelte Pianistin

Lola spielt - und zwar Klavier

Lola spielt - und zwar Klavier

Die Entdeckung kam "Nach Fünf im Urwald", der rasante Durchbruch in "Lola rennt" und die Krönung in "Der Krieger und die Kaiserin": Franka Potente ist DIE wandlungsfähige deutsche Schauspielerin.

"Schade, dass es nur eine davon gibt," dachten sich die Macher von "Blueprint" und klonten die Powerfrau mit den wunderbaren Mandelaugen: In dem Film nach einem Jugendroman von Charlotte Kerner spielt Franka eine Doppelrolle als Pianistin und deren Klon.

Im Regiestuhl wird Rolf Schübel Platz nehmen, der sich mit Filmen über Musiker bestens auskennt: Er inszenierte schon mit viel Gefühl das Drama "Ein Lied von Liebe und Tod - Gloomy Sunday", die wunderbare Geschichte um einen ungarischen Komponisten.

Kinostart für "Blueprint" ist voraussichtlich im Herbst 2003.

 

Blueprint in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Franka Potente

Franka Potente wurde mit ihrer rotschöpfigen Lola in Tom Tykwers "Lola rennt" die Galionsfigur für den Aufbruch des deutschen Films am Ende...

 

Star

Ulrich Thomsen

Dänischer Charakterdarsteller, dem 1998 in Thomas Vinterbergs "Das Fest", dem ersten den "Dogma"-Regeln folgenden Spielfilm, ein...