Der verheiratete Provinzpolitiker Pierre hat eine Affäre mit Lucienne, der Gattin des Bürgermeisters. Als Pierres kränkliche Frau durch eine Medikamentenüberdosis stirbt, vermutet man allgemein Selbstmord, doch Pierre gesteht Lucienne, dass er nachgeholfen hat. Luciennes Mann ist auf Pierres Mithilfe bei einem zwielichtigen Geschäft angewiesen, weshalb er auf die Information, seine Frau habe ein Verhältnis mit Pierre, erfreut reagiert: nun weiß er, wie er Pierre zur Kooperation zwingen kann. Doch Pierre und Lucienne sind nicht gewillt, Marionetten zu sein...
Mörderische Posse aus der französischen Provinzpolitik, für die Claude Chabrol selbst das Drehbuch nach einem wahren Fall verfasste. Zu den bleibenden Eindrücken des mit viel Sex und schwarzem Humor angereicherten Films zählt die Szene, in der die erregte Stéphane Audran ihre Zunge in das Ohr ihres Liebhabers Michel Piccoli steckt. Aufgrund seiner Bezüge zur Wirklichkeit erlebte "Blutige Hochzeit" seine Uraufführung erst nach den französischen Wahlen 1973.